Deutschland, China

«China-Schock» trifft vor allem die Autoindustrie

24.02.2026 - 05:00:29 | dpa.de

Chinesische Produkte fluten den deutschen Markt, während die Ausfuhren «Made in Germany» nach China einbrechen. Druck spürt besonders die Autoindustrie - aber das ist nicht die einzige Branche.

  • Die deutschen Autohersteller haben zuletzt deutlich an Absatz in China verloren. Als Grund gilt neben den hochsubventionierten neuen lokalen E-Auto-Marken auch eine neue Luxussteuer auf teure Autos, die vor allem deutsche Marken trifft. (Archivbild) - Foto: Lars Penning/dpa

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  • Die Volksrepublik ist ein überragend wichtiger Markt für deutsche Unternehmen. Die deutsche Wirtschaft beklagt aber zunehmend Hemmnisse. Zugleich nimmt die weltweite Bedeutung Chinas als Wirtschaftsmacht zu. (Symbolbild) - Foto: Kay Nietfeld/dpa

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  • China hat 2025 die USA als wichtigster Handelspartner Deutschlands wieder überholt. (Symbolbild) - Foto: Marcus Brandt/dpa

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Die deutschen Autohersteller haben zuletzt deutlich an Absatz in China verloren. Als Grund gilt neben den hochsubventionierten neuen lokalen E-Auto-Marken auch eine neue Luxussteuer auf teure Autos, die vor allem deutsche Marken trifft. (Archivbild) - Foto: Lars Penning/dpaDie Volksrepublik ist ein überragend wichtiger Markt für deutsche Unternehmen. Die deutsche Wirtschaft beklagt aber zunehmend Hemmnisse. Zugleich nimmt die weltweite Bedeutung Chinas als Wirtschaftsmacht zu. (Symbolbild) - Foto: Kay Nietfeld/dpaChina hat 2025 die USA als wichtigster Handelspartner Deutschlands wieder überholt. (Symbolbild) - Foto: Marcus Brandt/dpa

Schrumpfende Ausfuhren, steigende Importe: Im Handel mit China sieht das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) die deutsche Industrie gleich von zwei Seiten unter Druck. «Exportseitig geht an China hängende Wertschöpfung verloren», heißt es in einer Analyse des arbeitgebernahe Instituts mit Sitz in Köln. «Und importseitig steigt der Konkurrenzdruck durch chinesische Produkte, was nicht nur die Exportfirmen trifft, sondern die Industrie in der Breite.» Besonders betroffen sei die Autoindustrie, aber auch der Maschinenbau als inzwischen wichtigste Branche beim China-Export.

Nach jüngsten Zahlen des Statistischen Bundesamtes wurden im vergangenen Jahr Waren «Made in Germany» im Gesamtwert von 81,3 Milliarden Euro nach China geliefert. Das waren 9,7 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Zugleich importierte Deutschland 8,8 Prozent mehr Waren aus chinesischer Produktion in einem Gesamtvolumen von 170,6 Milliarden Euro.

Unfairer Wettbewerb? 

Die «problematische Divergenz zwischen Exporteinbruch und Importzuwachs» schlage sich auch im daraus resultierenden Rekord-Handelsbilanzdefizit von knapp 90 Milliarden Euro nieder, ordnet IW-Forscher Jürgen Matthes ein. «Offensichtlich sind chinesische Waren relativ zu deutschen viel zu billig. Das liegt auch an massiven Wettbewerbsverzerrungen durch Subventionen und eine unterbewertete Währung, wie selbst der Internationale Währungsfonds (IWF) kritisiert», schreibt Matthes. Chinas Export-Hits waren nach Angaben des Bundesamtes im vergangenen Jahr Elektronik, Optik und Maschinen.

Exporteinbruch in der Autoindustrie

Eine Branche trifft der «China-Schock», wie IW-Forscher Matthes es nennt, besonders hart: die Automobilindustrie. Sie ist für mehr als drei Viertel des gesamten deutschen Exportrückgangs im Geschäft mit China verantwortlich. «Verglichen mit dem Jahr 2022, als die Ausfuhren von Autos und Autoteilen auf ihrem historischen Höchststand noch fast 30 Milliarden Euro ausmachten,
kam es zu einem Rückgang von über 54 Prozent auf nur noch 13,6 Milliarden Euro», heißt es in der IW-Analyse.

Bei Maschinen weise Deutschland gegenüber China noch einen Exportüberschuss von rund 2,8 Milliarden Euro auf. Der positive Saldo sei in den vergangenen Jahren jedoch stark geschrumpft. Im Jahr 2018 lag er noch auf Rekordniveau von 10,5 Milliarden Euro. Seitdem stiegen die Einfuhren aus China im Trend deutlich an, und die Maschinen-Ausfuhren gingen zurück.

Überdurchschnittliche Exportrückgänge im Geschäft mit China gab es der Übersicht zufolge im vergangenen Jahr auch bei Metallerzeugnissen, Gummi- und Kunststoffwaren sowie Pharmaprodukten aus deutscher Herstellung.

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