Deutschland, International

China überholt USA als Deutschlands Top-Handelspartner

19.11.2025 - 08:57:04 | dpa.de

China holt sich den Spitzenplatz im Handel mit Deutschland zurück. Doch am Absatzmarkt USA kommen Exporteure nicht vorbei - auch wenn Trumps Zölle das Geschäft deutscher Unternehmen bremsen.

  • Die deutschen Exporte schwächeln - etwa in der Autobranche (Archivbild) - Foto: Sina Schuldt/dpa

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  • Die deutschen Exporte sind 2025 erstmals seit zwei Jahren wieder gewachsen (Archivbild) - Foto: Marcus Brandt/dpa

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  • Für die deutsche Autobranche sind die USA ein wichtiger Markt (Archivbild) - Foto: Lars Penning/dpa

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  • Das Geschäft mit den USA steht wegen Trumps Zöllen unter Druck (Archivbild) - Foto: Matt Slocum/AP/dpa

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Die deutschen Exporte schwächeln - etwa in der Autobranche (Archivbild) - Foto: Sina Schuldt/dpaDie deutschen Exporte sind 2025 erstmals seit zwei Jahren wieder gewachsen (Archivbild) - Foto: Marcus Brandt/dpaFür die deutsche Autobranche sind die USA ein wichtiger Markt (Archivbild) - Foto: Lars Penning/dpaDas Geschäft mit den USA steht wegen Trumps Zöllen unter Druck (Archivbild) - Foto: Matt Slocum/AP/dpa

China hat die USA als wichtigster Handelspartner Deutschlands wieder überholt. 2025 summierte sich das Volumen aus Importen und Exporten im Geschäft mit der Volksrepublik auf 251,8 Milliarden Euro, wie das Statistische Bundesamt errechnet hat. Mit der Steigerung um 2,1 Prozent zog China, das schon von 2016 bis 2023 durchgängig Deutschlands wichtigster Handelspartner war, wieder an den Vereinigten Staaten vorbei, die 2024 auf Rang eins lagen.

Dem deutschen Handel mit den USA machte im vergangenen Jahr zwar der Zollstreit unter Präsident Donald Trump zu schaffen. Trotz eines Rückgangs um 5 Prozent waren die Vereinigten Staaten mit einem Außenhandelsumsatz von 240,5 Milliarden Euro Deutschlands zweitwichtigster Handelspartner.

USA wichtigster Markt für Deutschlands Exporteure

Höhere Zölle und die aggressive Handelspolitik von Trump änderten auch nichts daran, dass die USA 2025 wie in den zehn Jahren zuvor wichtigster Einzelmarkt für Waren «Made in Germany» waren. Deutsche Firmen verkauften Waren im Wert von 146,2 Milliarden Euro in die USA und damit 9,4 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Erhebliche Einbußen (-17,8 Prozent) gab es bei Autos und dazugehörigen Teilen. Auf Rang zwei der wichtigsten deutschen Exportziele lag Frankreich, gefolgt von den Niederlanden. China liegt in dieser Rangliste nur auf Rang sechs.

China dominiert die Importe

Bei den Einfuhren nach Deutschland dominieren seit 2015 chinesische Produkte: Auch im vergangenen Jahr war China mit Importen im Volumen von 170,6 Milliarden Euro (+8,8 Prozent) das mit Abstand wichtigste Lieferland für Deutschland - vor den Niederlanden und den USA. Auch hier wirkt sich der Zollstreit aus: Nach Einschätzung von Ökonomen leitet China wegen der US-Zölle Waren nach Europa um und damit auch auf den deutschen Markt. US-Erzeuger profitieren hingegen vom leichteren Zugang zum EU-Markt und steigern ihre Ausfuhren nach Deutschland um 2,7 Prozent. 

Insgesamt gingen 2025 nach jüngsten Angaben des Statistischen Bundesamts Waren aus deutscher Produktion im Wert von 1.569,6 Milliarden Euro in alle Welt - vor allem Autos, Maschinen und chemische Erzeugnisse. Dank eines starken Dezembers legten die Exporte erstmals seit zwei Jahren wieder um 1,0 Prozent zu - und das trotz des Zollstreits mit den USA. Die Importe nach Deutschland wuchsen im Jahresvergleich um 4,4 Prozent auf 1.366,9 Milliarden Euro.

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