Celle, Leerstandsquote

Celle: Leerstandsquote springt auf 5,6 Prozent – doppelt so schnell wie Niedersachsen

Veröffentlicht am: 13.09.2026 um 17:12 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Im Landkreis Celle kletterte der Leerstand seit 2011 auf 5,6 Prozent, während die Zahl neuer Wohnungen bis 2025 deutlich zurückging.

Landkreis Celle: Wohnungsleerstand steigt, Neubau bricht ein
Leere Wohnstraße in einer niedersächsischen Kleinstadt mit traditionellen Fachwerkhäusern in der Abenddämmerung. Illustration mit AI erstellt.

Aktuelle Daten zur Immobilienwirtschaft belegen einen signifikanten Anstieg des Wohnungsleerstands im Landkreis Celle. Wie aus Berichten hervorgeht, hat sich die Leerstandsquote in der Region über einen Zeitraum von elf Jahren spürbar erhöht und liegt damit über der durchschnittlichen Entwicklung im restlichen Niedersachsen.

Grundlage für diese Feststellung sind die Ergebnisse des Zensus 2022 im Vergleich zum Zensus 2011. Im Jahr 2022 wurde für den Landkreis Celle eine Leerstandsquote von 5,6 % ermittelt.

Zum Zeitpunkt der vorangegangenen Erhebung im Jahr 2011 hatte dieser Wert noch bei 4,4 % gelegen. Dies entspricht einer Zunahme um 1,2 Prozentpunkte. Damit verzeichnet der Landkreis eine Entwicklung, die deutlich über dem niedersächsischen Mittelwert liegt, welcher im gleichen Zeitraum einen Anstieg von lediglich 0,653 Prozentpunkten aufwies.

Detaillierte Analyse der Leerstandszahlen

Insgesamt standen im Landkreis Celle im Jahr 2022 4.995 Wohnungen leer. Eine nähere Aufschlüsselung der Daten gibt Aufschluss über die Hintergründe dieser Nichtnutzung. Ein erheblicher Teil des Leerstands ist demnach kurzfristiger Natur oder auf marktübliche Fluktuationen zurückzuführen. Von den insgesamt 4.995 betroffenen Einheiten galten 2.121 Wohnungen als innerhalb von drei Monaten beziehbar.

Anzeige

Der Landkreis Celle verzeichnet nach den Zensus-Daten 2022 eine Leerstandsquote von 5,6 Prozent — ein Anstieg um 1,2 Prozentpunkte seit 2011 und damit deutlich über dem niedersächsischen Mittelwert von 0,653 Prozentpunkten. Wer die Zahlen für seine Renditeerwartung einordnen will, findet in diesem kostenlosen Report die Aufschlüsselung nach Leerstandsursachen und eine Checkliste zur Risikobewertung. Kostenlosen Leerstands-Report jetzt anfordern

Weitere Gründe für den Leerstand waren laut den statistischen Erfassungen geplante oder laufende Baumaßnahmen, die 1.189 Wohnungen betrafen. Bei 232 Einheiten wurde der bevorstehende Abriss als Grund angeführt. Ein Verkauf war bei 341 Wohnungen ausschlaggebend, während 303 Einheiten für eine künftige Selbstnutzung vorgesehen waren. Für die verbleibenden 811 Wohnungen wurden sonstige Gründe für den Leerstand angegeben.

Rückläufige Bautätigkeit in den letzten Jahren

Parallel zur Entwicklung des Leerstands zeigen die Daten zur Bauwirtschaft eine abnehmende Dynamik bei der Fertigstellung neuer Wohnungen im Landkreis Celle. Im Zeitraum von 2020 bis 2025 wurden insgesamt 2.355 neue Wohneinheiten fertiggestellt. Dabei ist jedoch ein kontinuierlicher Rückgang der jährlichen Zahlen zu beobachten.

Anzeige

Parallel zum steigenden Leerstand bricht die Bautätigkeit im Landkreis Celle ein: von 692 fertiggestellten Wohnungen im Jahr 2020 auf nur noch 84 im Jahr 2025. Ob dieser Rückgang die Leerstandsquote mittelfristig stützt oder ob strukturelle Leerstände überwiegen, hängt von der Ursachenverteilung ab. Der kostenlose Report liefert die Datenbasis und eine Checkliste zur Rendite-Risiko-Bewertung. Datenbasis und Checkliste jetzt sichern

Nach 692 Fertigstellungen im Jahr 2020 und 611 Einheiten im Jahr 2021 sank die Zahl im Jahr 2022 auf 346 ab. In den Folgejahren stabilisierte sich die Bautätigkeit zunächst auf niedrigem Niveau mit 305 Wohnungen im Jahr 2023 und 317 Einheiten im Jahr 2024. Für das Jahr 2025 wird ein deutlicher Einbruch auf lediglich 84 fertiggestellte Wohnungen verzeichnet.

Während der lokale Wohnungsmarkt im Landkreis Celle mit steigenden Leerständen und sinkenden Neubauzahlen konfrontiert ist, zeigt sich auf Landesebene eine verstärkte finanzielle Förderung. Im Jahr 2025 stieg die soziale Wohnbauförderung in Niedersachsen um 20 % gegenüber dem Vorjahr an, um den Herausforderungen am Immobilienmarkt zu begegnen.

Disclaimer...

de | wirtschaft | 70095723 |