Campingplatz, Schwielowsee

Campingplatz am Schwielowsee: Neue Scheune wird für 395.000 Euro versteigert

Veröffentlicht am: 24.09.2026 um 12:04 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Die Anlage erzielt rund 200.000 Euro Jahreseinnahmen; der Betriebsübergang an einen neuen Erwerber ist frühestens Ende 2026 vorgesehen.

Campingplatz am Schwielowsee kommt mit 395.000 Euro Mindestgebot zur Auktion
Weitläufige Wiesenlandschaft am Schwielowsee mit Bäumen und Blick auf das ruhige Wasser bei natürlichem Tageslicht. Illustration mit AI erstellt.

Im Berliner Hotel MOA steht der Campingplatz Neue Scheune aus dem brandenburgischen Ferch am Schwielowsee zur Versteigerung. Das Auktionshaus Deutsche Grundstücksauktionen AG hat das Areal mit einem Mindestgebot von 395.000 Euro in seinen Katalog aufgenommen, wie euronews.com am 24. September 2026 berichtete. Die Auktion wurde für 11 Uhr im Berliner Tagungshotel angesetzt.

Weitläufiges Areal mit geteilten Eigentumsverhältnissen

Die zur Versteigerung stehende Gesamtanlage umfasst eine Fläche von rund 41.850 Quadratmetern. Auf dem Areal befinden sich sechs Mobilheime mit einer Wohnfläche von jeweils 20 bis 29 Quadratmetern. Für Camper stehen etwa 86 Dauerstellplätze sowie 25 Kurzzeitstellplätze zur Verfügung.

Rechtlich ist das Grundstück zweigeteilt: Rund 17.467 Quadratmeter der Liegenschaft befinden sich im Privateigentum. Die verbleibenden etwa 24.383 Quadratmeter können hingegen ausschließlich über ein Erbbaurecht genutzt werden. Dieser bestehende Erbbaurechtsvertrag weist noch eine Restlaufzeit von 66 Jahren auf, wobei den Unterlagen zufolge eine Verlängerungsoption um weitere 20 Jahre besteht.

Einnahmen und geplanter Betriebsübergang

Wirtschaftlich erwirtschaftet die Ferienanlage verlässliche Erträge. Aus den Versteigerungsunterlagen der Deutschen Grundstücksauktionen AG geht hervor, dass der Campingplatzbetrieb Jahreseinnahmen von rund 200.000 Euro erzielt. Interessenten und künftige Eigentümer müssen sich jedoch auf eine Übergangsfrist einstellen: Der reguläre Betrieb der Anlage soll frühestens zum 31. Dezember 2026 auf einen neuen Erwerber übergehen.

Anzeige

Ein Mindestgebot von 395.000 Euro klingt überschaubar — doch bei dieser Anlage am Schwielowsee stehen rund 24.383 Quadratmeter nur im Erbbaurecht, mit 66 Jahren Restlaufzeit und einer Verlängerungsoption um 20 Jahre. Wer die Rendite sauber rechnen will, muss diese Struktur vor dem Gebot durchdringen. Kostenlosen Leitfaden zur Erbbaurecht-Bewertung anfordern

Hohe Nachfrage im deutschen Caravaning-Sektor

Die Versteigerung der Anlage am Schwielowsee fällt in eine Phase anhaltend hoher Nachfrage im deutschen Camping- und Caravaningtourismus. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes verzeichneten die inländischen Campingplätze im Vorjahr insgesamt 44,7 Millionen Übernachtungen. Der Caravaning Industrie Verband beziffert das Übernachtungsvolumen für denselben Zeitraum sogar auf rund 56 Millionen.

Anzeige

Der Betrieb soll frühestens zum 31. Dezember 2026 übergehen — für Käufer heißt das: Zwischen Zuschlag und erstem eigenen Cashflow liegt eine Übergangsphase, die finanziert sein will. Unser Leitfaden zeigt, wie Sie diese Lücke im Cashflow-Modell abbilden und welche Posten Sie dabei nicht vergessen. Cashflow-Fahrplan für Campingplatz-Übernahmen sichern

Auch die wirtschaftliche Dimension der Branche wächst kontinuierlich. Der bundesweite Caravaning-Umsatz lag im Jahr 2025 laut Branchenschätzungen bei knapp 23 Milliarden Euro. Unterstrichen wird diese Entwicklung durch den Fahrzeugbestand: Mittlerweile sind in Deutschland über 1,8 Millionen Freizeitfahrzeuge amtlich zugelassen, was gewerblichen Betreibern von Campingplätzen und Stellflächen eine breite Kundenbasis sichert.

Disclaimer...

de | wirtschaft | 70176821 |