Burn-out an Universitäten: 35% Studierende emotional erschöpft
11.06.2026 - 18:42:56 | boerse-global.de
Der neue „Health Survey“ ist anonym und soll jährlich wiederholt werden.
Ziel der Befragung: Präzise Daten über den Gesundheitszustand und die Arbeitsbedingungen der rund 11.000 Beschäftigten sammeln. Daraus will die Uni gezielte Maßnahmen zur betrieblichen Gesundheitsförderung ableiten.
Hitzebelastung im Fokus
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Der Survey ist als Langzeit-Instrument angelegt. Er erfasst neben dem allgemeinen Gesundheitszustand auch spezifische Aspekte der Arbeitsumgebung.
Ein besonderes Schwerpunktmodul für 2026: die Hitzebelastung am Arbeitsplatz. Damit reagiert die Uni auf wachsende klimatische Herausforderungen in Büros und Forschungseinrichtungen.
Die anonymen Daten sollen die universitäre Gesundheitsstrategie wissenschaftlich untermauern. Die Anonymität verspricht ehrliche Antworten und eine hohe Beteiligung.
Hoher Druck im Bildungssektor
Die Initiative kommt nicht von ungefähr. Eine Studie der JKU und des öbv aus Ende 2025 zeigte: Rund 52 Prozent der befragten 2.000 Lehrkräfte fühlen sich psychisch stark belastet. Hauptgründe: administrative Aufgaben, zu große Klassen und zunehmende Heterogenität der Lerngruppen. Trotzdem gaben 71 Prozent an, mit ihrem Leben zufrieden zu sein.
Auch Studierende leiden. Eine TK-Umfrage unter 1.000 Studierenden vom Januar 2026 ergab: 35 Prozent zeigen Anzeichen hoher emotionaler Erschöpfung – sie gelten als burn-out-gefährdet. 2017 lag dieser Wert noch bei 24 Prozent. Prüfungsstress und finanzielle Sorgen treiben die Zahlen nach oben.
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Prävention statt Reparatur
Die Investition in Mitarbeitergesundheit wird auch wirtschaftlich relevanter. 2025 stiegen die Gesundheitsausgaben in Österreich um 6,1 Prozent auf 61,3 Milliarden Euro – das sind 11,9 Prozent des BIP.
Während große Screening-Programme wie das Darmkrebs-Screening für 540.000 Wiener auf klinische Früherkennung setzen, zielen betriebliche Maßnahmen auf Prävention direkt am Arbeitsplatz. Systematische Erhebungen wie der Health Survey sind nötig, um Fehlbelastungen früh zu erkennen und die Arbeitsfähigkeit langfristig zu sichern.
