Bundesbank, Wachstum

Bundesbank senkt Wachstum auf 0,5%: Inflation steigt auf 2,9%

12.06.2026 - 14:10:32 | boerse-global.de

Die Bundesbank korrigiert ihre Konjunkturprognose für 2026 auf 0,5 Prozent und warnt vor anhaltend hoher Inflation durch den Iran-Krieg.

Bundesbank senkt Wachstumsprognose: Nur 0,5 Prozent für 2026
Bundesbank - Ein fallender Wirtschaftsgraph vor einem Hintergrund aus Industrieanlagen und steigenden Energiepreisen, der Inflation und Rezession symbolisiert. 12.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Die Bundesbank hat ihre Wachstumserwartung für 2026 auf nur noch 0,5 Prozent gesenkt – und warnt vor anhaltend hoher Inflation.

Im Dezember rechnete die Notenbank noch mit einem Plus von 0,6 Prozent. Nun sind es 0,5 Prozent. Schuld ist vor allem der Iran-Krieg, der die Energiepreise in die Höhe treibt.

Anzeige

Angesichts einer prognostizierten Teuerungsrate von fast drei Prozent stehen Sparer vor einer großen Herausforderung für ihr Vermögen. Wie Sie Ihr Depot gegen die fortschreitende Geldentwertung und die Zinswende absichern, erfahren Sie in diesem kostenlosen Gratis-Report. Dividenden statt Zinsen: So sichern sich clevere Anleger jetzt stabile Erträge

Energiepreise und Lieferengpässe bremsen die Konjunktur

Die gestiegenen Ölpreise belasten die Kaufkraft der Haushalte. Der Konsum leidet. Hinzu kommen erneute Lieferengpässe, die Produktionsabläufe stören.

Für 2027 senkte die Bundesbank ihre Prognose noch deutlicher: von 1,3 auf 0,8 Prozent. Erst 2028 soll es mit 1,4 Prozent wieder etwas bergauf gehen. Bundesbank-Präsident Joachim Nagel verwies auf die hohe Unsicherheit durch die geopolitische Lage.

Inflation bleibt über der Zwei-Prozent-Marke

Die Teuerungsrate wird ebenfalls nach oben korrigiert. Für 2026 erwartet die Bundesbank nun 2,9 Prozent – im Dezember waren es 2,3 Prozent. Auch 2027 fällt die Prognose mit 2,7 Prozent höher aus als zuvor gedacht.

Die Kerninflation, die Energie und Nahrungsmittel ausklammert, soll 2026 bei 2,6 Prozent und 2027 bei 2,5 Prozent liegen. Erst 2028 könnte die Gesamtinflation wieder unter zwei Prozent fallen.

Anzeige

Während staatliche Sondervermögen massiv in die nationale Sicherheit fließen, ergeben sich für Investoren völlig neue Möglichkeiten im Bereich der Verteidigungstechnologien. Dieser kostenlose Report beleuchtet, warum insbesondere Wasserstoff dabei eine Schlüsselrolle für die künftige Energiesicherheit spielt. Milliardenchance Wasserstoff: Wie clevere Anleger jetzt vom Verteidigungsboom profitieren

Staat rettet die Wirtschaft vor der Rezession

Ohne massive Staatsausgaben wäre Deutschland wohl schon in der Rezession. Die Investitionen in Infrastruktur und Verteidigung über Sondervermögen kurbeln das Wachstum bis 2028 um kumuliert 1,3 Prozentpunkte an.

Das hat seinen Preis: Für 2028 rechnet die Bundesbank mit einem Haushaltsdefizit von 4,9 Prozent und einer Schuldenquote von fast 70 Prozent. Die Beschäftigung dürfte sich zunächst leicht verschlechtern, bevor ab Mitte 2027 wieder mehr Menschen eingestellt werden.

EZB und Forschungsinstitute sehen es ähnlich

Die EZB hatte am 11. Juni die Leitzinsen um 0,25 Prozentpunkte auf 2,25 Prozent angehoben – ebenfalls wegen des Inflationsschubs durch den Iran-Krieg. Die Wachstumserwartung für den Euroraum senkte sie auf 0,8 Prozent.

Auch die Forschungsinstitute sind pessimistisch: Das Handelsblatt Research Institute prognostiziert für das zweite Halbjahr 2026 eine technische Rezession. Das DIW halbierte seine Prognose auf 0,5 Prozent. Das IfW bestätigte 0,8 Prozent für 2026, senkte aber die Erwartungen für 2027.

de | wirtschaft | 69527358 |