BSI warnt: Qilin-Ransomware nutzt Check Point VPN-Lücke aktiv aus
09.06.2026 - 12:47:14 | boerse-global.de
Die Schwachstelle CVE-2026-50751 ermöglicht Angreifern, die Authentifizierung zu umgehen – ohne Passwort. Betroffen sind bereits mehrere Dutzend Organisationen weltweit.
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Lücke mit hohem Risiko
Im Zentrum der Warnung steht die Schwachstelle CVE-2026-50751 mit einem CVSS-Wert von 9,3 (maximal 10). Die Lücke betrifft die Komponenten Remote Access VPN und Mobile Access sowie Spark-Firewalls – sofern diese das veraltete IKEv1-Protokoll für den Schlüsseltausch verwenden. Ein Logikfehler erlaubt es Angreifern, den Authentifizierungsprozess komplett zu umgehen.
Experten identifizierten zudem eine zweite Schwachstelle: CVE-2026-50752 (CVSS 7.4). Diese ermöglicht Man-in-the-Middle-Angriffe bei Site-to-Site-VPN-Verbindungen. Während für die erste Lücke bereits aktive Ausnutzungen gemeldet wurden, liegen für die zweite noch keine Missbrauchsfälle vor. Die Entdeckung gelang laut Branchenberichten durch eine spezialisierte KI-Plattform.
Ransomware-Bande nutzt Lücke aus
Die Angriffe begannen nach Unternehmensangaben bereits am 7. Mai. Anfang Juni verzeichnete Check Point eine deutliche Zunahme der Aktivitäten. Am 4. Juni stellte das Unternehmen unbefugte Zugriffe in Kundenumgebungen fest und leitete Incident-Response-Maßnahmen ein.
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In mindestens einem bestätigten Fall wird der Angriff der Qilin-Ransomware-Bande zugeschrieben. Die Angreifer nutzen unter anderem das Tox-Protokoll zur Kommunikation. Auch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat gewarnt und auf die Dringlichkeit von Gegenmaßnahmen hingewiesen. Trotz der Vorfälle geht Check Point in einer Mitteilung an die Börsenaufsicht davon aus, dass keine wesentlichen finanziellen Auswirkungen zu erwarten sind.
Betroffene Versionen und Schutzmaßnahmen
Von CVE-2026-50751 sind die Versionen R80.20.X bis R82.10 betroffen. Check Point hat Hotfixes für alle unterstützten Versionen bereitgestellt. Administratoren sollten diese Sicherheitsupdates umgehend installieren.
Als sofortige Schutzmaßnahme empfiehlt das Unternehmen, das IKEv1-Protokoll zu deaktivieren und auf sicherere Standards umzusteigen. Die Angriffe zielen gezielt auf Konfigurationen mit diesem älteren Protokoll. Experten raten zudem zur Überprüfung von Protokolldateien auf verdächtige Anmeldeversuche seit Anfang Mai.
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