Brennerbasistunnel kostet 11,7 Milliarden und startet 2034
Veröffentlicht am: 20.10.2026 um 17:08 Uhr | dpa, AD HOC NEWSProjektumfang und Zeitplan
- Die BBT SE verschiebt den Betriebsstart des Brennerbasistunnels auf das Jahr 2034.
- Die Projektkosten steigen von bislang 10,5 auf 11,7 Milliarden Euro.
- Die ersten Züge sollten ursprünglich 2032 durch die 64 Kilometer langen Röhren fahren.
Mehrkosten verschieben Start des Brennerbasistunnels
Der Brennerbasistunnel zwischen Österreich und Italien soll mehr als eine Milliarde Euro teurer werden und zwei Jahre später als geplant in Betrieb gehen. Die Brennerbasistunnelgesellschaft BBT SE setzte den Betriebsstart auf 2034 und die Projektkosten auf 11,7 Milliarden Euro fest.
Zusätzliche Arbeiten und Bahntechnik
Bislang waren für das Projekt 10,5 Milliarden Euro vorgesehen. Die ersten Züge sollten ursprünglich bereits 2032 durch die Röhren rollen.
Nach Angaben der italienisch-österreichischen Betreiber muss der Tunnel höchste Anforderungen an Sicherheit, Zuverlässigkeit und Betrieb erfüllen. Zusätzliche Bauarbeiten und die Integration der Bahntechnik bedeuteten mehr Zeit und höhere Kosten.
Wichtige Verbindung durch die Alpen
Der 64 Kilometer lange Tunnel soll den Gütertransport und den Reiseverkehr zwischen Deutschland und Italien deutlich beschleunigen. Die neue Eisenbahnverbindung ist Teil der Nord-Süd-Achse durch die Alpen.
Anzeige | trading-house Börsenakademie
Referent: Leo
Kostenlose Trading-Webinare für Privatanleger
Live lernen, live fragen. Erfahrene Trader zeigen Dir ihre Strategien beim Handel mit Aktien, Indizes und Rohstoffen in Echtzeit und beantworten Deine Fragen direkt - zum Beispiel, wie Du Nachrichten wie diese für Deine Entscheidungen an der Börse richtig einordnest. 100 % kostenlos, live und interaktiv, jeden Mittwoch um 15:15 Uhr, von der trading-house Börsenakademie, die Privatanleger seit 28 Jahren ausbildet.
Deutscher Nordzulauf ohne Trasse
Damit die Verbindung ihre volle Wirkung entfalten kann, müsste auch der Nordzulauf in Bayern ausgebaut werden. Für diesen Abschnitt wurde bislang noch keine Trasse festgelegt.
Die Verzögerungen in Deutschland haben nach Angaben eines BBT-Sprechers gegenüber der Deutschen Presse-Agentur jedoch nichts mit dem neuen Zeitplan der Tunnelgesellschaft zu tun.
Der Brennerbasistunnel ist das zentrale Bauwerk der Brennerbahn zwischen Innsbruck und Franzensfeste. Die 64 Kilometer lange Verbindung soll den alpenquerenden Güterverkehr von der Straße auf die Schiene verlagern und die Reisezeiten zwischen Deutschland, Österreich und Italien verkürzen.
Die nun genannten Mehrkosten betreffen den österreichisch-italienischen Tunnel selbst. Als Gründe nennen die Betreiber zusätzliche Bauarbeiten sowie die Integration der Bahntechnik und die hohen Anforderungen an Sicherheit, Zuverlässigkeit und Betrieb. Der um zwei Jahre verschobene Start verändert damit den Zeitplan für eine der wichtigsten europäischen Nord-Süd-Verbindungen.
Der deutsche Zulauf bleibt offen
Für die tatsächliche Wirkung des Tunnels reicht dessen Fertigstellung allein nicht aus. Auf deutscher Seite fehlt weiterhin eine festgelegte Trasse für den nördlichen Zulauf durch Bayern. Das begrenzt die Planbarkeit für Güterbahnen und Regionen entlang der Verbindung.
Die aktuelle Verschiebung wird von der Tunnelgesellschaft jedoch ausdrücklich nicht mit den deutschen Verzögerungen begründet. Für Reisende und Logistikunternehmen bedeutet der neue Termin vor allem, dass die zusätzliche Kapazität auf der Schiene später bereitsteht. Bis dahin bleiben bestehende Engpässe auf der Brennerachse für die Verkehrspolitik von Bedeutung.

