Breisgau-Hochschwarzwald, Landratsamt

Breisgau-Hochschwarzwald: Landratsamt kündigt Mietvertrag für Neubau

Veröffentlicht am: 12.09.2026 um 20:43 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Der Landkreis hat einen Mietvertrag beendet und verfolgt einen Verwaltungsneubau im Stühlinger, während die genaue Flächenplanung noch aussteht.

Breisgau-Hochschwarzwald bündelt Verwaltung im Freiburger Stühlinger
Eine moderne Baustelle mit Betonstrukturen und Gerüsten im Stadtteil Stühlinger bei Sonnenuntergang. Illustration mit AI erstellt.

Die Verwaltung des Landkreises Breisgau-Hochschwarzwald bereitet eine umfassende organisatorische und räumliche Neuausrichtung vor. Ziel ist es, die derzeit über verschiedene Orte verteilten Dienststellen an einem zentralen Standort zu bündeln. Zu diesem Zweck ist ein Neubau im Freiburger Stadtteil Stühlinger geplant, der künftig als zentraler Anlaufpunkt für die Kreisverwaltung dienen soll.

Ein wesentlicher Schritt in diesem Konsolidierungsprozess wurde bereits vollzogen. Wie aus aktuellen Berichten hervorgeht, hat das Landratsamt den Mietvertrag für ein erstes Gebäude in Freiburg bereits gekündigt.

Diese Maßnahme markiert den Beginn des Übergangs von einer dezentralen Struktur hin zur angestrebten Standortbündelung. Durch die Aufgabe angemieteter Flächen und den Fokus auf ein eigenes Bauvorhaben reagiert der Landkreis auf die Anforderungen an eine moderne und effiziente Verwaltung.

Strategische Planung und historische Grundlagen

Die Planungen für ein gemeinsames Verwaltungszentrum sind nicht neu, sondern stützen sich auf Vorarbeiten, die bereits mehrere Jahre zurückreichen. Im Juli 2023 wurde eine Machbarkeitsstudie vorgelegt, die durch das renommierte Architekturbüro Ingenhoven erstellt worden war.

In dieser Untersuchung wurden die Potenziale für ein gemeinsames Verwaltungsgebäude analysiert, das neben dem Landratsamt auch einen weiteren Träger beherbergen könnte. Die Studie bildete die fachliche Grundlage für die Entscheidung, den Standort im Stühlinger weiterzuverfolgen.

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Der Stadtteil Stühlinger bietet aufgrund seiner Lage und Anbindung strategische Vorteile für die Unterbringung öffentlicher Institutionen. Mit der Konzentration der Ämter an einem Ort verspricht sich die Verwaltung kürzere Wege und eine Optimierung interner Prozesse. Zudem ermöglicht ein Neubau die Umsetzung moderner Bürokonzepte, die in älteren oder angemieteten Bestandsimmobilien oft nur schwer realisierbar sind.

Ermittlung des zukünftigen Raumbedarfs

Trotz der bereits erfolgten Kündigung erster Flächen befindet sich das Projekt in einem Stadium, in dem wesentliche Detailplanungen noch ausstehen. Ein zentraler Punkt der aktuellen Phase ist die präzise Ermittlung des zukünftigen Raumbedarfs. Diese Analyse ist notwendig, um die Dimensionierung des Neubaus im Stühlinger auf die tatsächlichen Erfordernisse der kommenden Jahrzehnte abzustimmen.

Dabei müssen Faktoren wie die Digitalisierung der Verwaltung, die Entwicklung der Mitarbeiterzahlen und moderne Anforderungen an den Bürgerservice berücksichtigt werden.

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Erst nach Abschluss dieser Bedarfsplanung können weitere konkrete Schritte zur architektonischen Gestaltung und zur zeitlichen Umsetzung des Bauvorhabens eingeleitet werden. Die Verwaltung setzt damit auf einen strukturierten Prozess, um die langfristige Wirtschaftlichkeit und Funktionalität des neuen Hauptsitzes sicherzustellen.

Die Bündelung der Standorte im Stühlinger stellt eines der bedeutendsten Infrastrukturprojekte des Landkreises Breisgau-Hochschwarzwald in der laufenden Dekade dar. Mit der Kündigung des ersten Mietobjekts hat der Landkreis verdeutlicht, dass die Umsetzung der in der Machbarkeitsstudie von Juli 2023 skizzierten Pläne nun in die operative Phase übergeht.

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