Brandenburgs, Finanzämter

Brandenburgs Finanzämter: Präsenztermine für Rentner starten ab Januar 2027

Veröffentlicht am: 07.10.2026 um 23:39 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Brandenburgs Finanzämter wollen ältere Menschen bei ELSTER und digitalen Steuerpflichten unterstützen; Termine und Orte sind noch offen.

Brandenburg plant Steuerhilfe vor Ort für Rentner ab Januar 2027
Ein heller, leerer Veranstaltungsraum in einem kommunalen Gebäude mit Stuhlreihen und Tischen bei Tageslicht. Illustration mit AI erstellt.

Die Finanzverwaltung des Landes Brandenburg bereitet ein neues Informationsangebot für Ruheständler vor. Wie aus einem Bericht vom 7. Oktober 2026 hervorgeht, planen die 13 Finanzämter des Landes ab Januar 2027 kommunale Präsenzveranstaltungen für Menschen mit Renten und Pensionen.

Die Informationsreihe trägt den Titel Finanzamt vor Ort: Digitale Teilhabe und Alterseinkünfte und soll älteren Bürgerinnen und Bürgern den Umgang mit steuerlichen Pflichten im digitalen Zeitalter erleichtern.

Unterstützung bei digitalen Steuerangelegenheiten

Im Mittelpunkt der geplanten Veranstaltungen steht die Aufklärung über digitale Steuerprozesse und das Online-Finanzamt ELSTER. Ziel der Initiative ist es, bestehende Hürden bei der elektronischen Kommunikation mit den Behörden abzubauen und über die steuerliche Erfassung von Alterseinkünften zu informieren.

Für Personen, die vereinfachte Steuererklärungen einreichen möchten, verweisen die Behörden auf die Plattform einfach.elster.de, die speziell auf die Anforderungen von Rentnerinnen und Rentnern zugeschnitten ist. Das neue Präsenzformat soll dabei helfen, praktische Fragen rund um die Nutzung dieser digitalen Werkzeuge verständlich vor Ort zu beantworten.

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Abstimmung mit den Kommunen noch im laufenden Jahr

Bevor die Reihe vor Ort startet, stimmen sich die Finanzbehörden mit den örtlichen Kommunen ab. Noch für das Jahr 2026 sind vorbereitende Videokonferenzen mit kommunalen Vertretern vorgesehen, um die organisatorischen Rahmenbedingungen festzulegen. Genaue Termine und konkrete Veranstaltungsorte stehen derzeit noch nicht fest und sollen zu einem späteren Zeitpunkt bekannt gegeben werden.

Ausgleich für geschlossene Servicestellen

Die Vor-Ort-Termine haben neben der digitalen Aufklärung eine weitere Funktion für die regionale Verwaltung. Das geplante Format soll unter anderem als Ausgleich für bisherige Nutzerinnen und Nutzer geschlossener Servicestellen dienen, wie etwa am Standort Finsterwalde. Auf diese Weise soll der direkte Kontakt zwischen Bürgerschaft und Steuerverwaltung in der Fläche aufrechterhalten werden, auch wenn feste Anlaufstellen weggefallen sind.

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Der Vorstoß fügt sich in den allgemeinen Trend zur Entlastung klassischer Verwaltungswege ein. Nach Angaben des Finanzministeriums reichen inzwischen rund 80 % der Steuerpflichtigen ihre Einkommensteuererklärung auf elektronischem Weg ein. Mit dem neuen Angebot soll sichergestellt werden, dass auch ältere Generationen schrittweise an die digitalen Verfahren herangeführt werden.

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