Deutschland, Europa

Bosch sieht Trend zu leichteren E-Bikes

18.06.2026 - 10:20:39 | dpa.de

Bosch bringt einen Nabenmotor für E-Bikes auf den Markt und reagiert damit auf den Trend zu leichteren, urbanen Fahrrädern. Auch für den Gebrauchtmarkt gibt es eine spannende Neuerung.

  • Bosch sieht einen Trend zu leichteren E-Bikes. - Bild: -/Bosch eBike Systeme/dpa
    Bosch sieht einen Trend zu leichteren E-Bikes. - Bild: -/Bosch eBike Systeme/dpa
  • Erstmals stellt Bosch einen Nabenmotor für Elektrofahrräder vor, der leichter als Mittelmotoren ist. - Bild: -/Bosch eBike Systeme/dpa
    Erstmals stellt Bosch einen Nabenmotor für Elektrofahrräder vor, der leichter als Mittelmotoren ist. - Bild: -/Bosch eBike Systeme/dpa
Bosch sieht einen Trend zu leichteren E-Bikes. - Bild: -/Bosch eBike Systeme/dpa Erstmals stellt Bosch einen Nabenmotor für Elektrofahrräder vor, der leichter als Mittelmotoren ist. - Bild: -/Bosch eBike Systeme/dpa

In einem insgesamt stabileren Fahrrad-Markt sieht der Elektronik-Hersteller Bosch einen Trend zu leichteren E-Bikes. Nachdem in den vergangenen Jahren vor allem Bikes mit hohen Leistungen und großen Reichweiten gefragt waren, sei jetzt ein Gegentrend zu leichteren und stylischeren E-Bikes für die Stadt zu beobachten, sagt der Geschäftsleiter Bosch eBike Systems, Claus Fleischer. 

15 Jahre nach Einführung ihres ersten Fahrrad-Mittelmotors haben die Stuttgarter daher erstmals einen Nabenmotor für die Hinterachse vorgestellt. In Kombination mit einem ebenfalls neuen Kompakt-Akku mit 360 Wattstunden erlaube der neue Motor besonders leichte und puristische E-Bikes. Dieses Konzept wird von anderen Herstellern bereits seit längerem verfolgt, während Marktführer Bosch sich auf Mittelmotoren, die zugehörige Steuerung und elektronische Services konzentriert hatte.

Fleischer traut dem neuen Motorkonzept bei Bosch einen Absatzanteil von 5 bis 10 Prozent zu. Die Nachfrage komme von jüngeren Städtern, die mit dem Fahrrad ihre täglichen Wege erledigten. 

Post-Corona-Kater überwunden

Insgesamt habe der Fahrrad-Markt die Überproduktionskrise nach dem Corona-Hoch überwunden. «Wir sehen jetzt einen normalen Markt wie vor der Pandemie mit einem weiter wachsenden Anteil von E-Bikes», sagt Fleischer. Deutschland gehöre mit den Niederlanden, Belgien und Österreich zu den Ländern mit dem höchsten E-Anteil vom mehr als 50 Prozent. Auch in Frankreich, Italien und den skandinavischen Ländern erwarte man eine positive Entwicklung. Daher sollten jährlich rund 5 Millionen E-Bikes in Europa verkauft werden können. Zwei Millionen davon entfielen auf den deutschen Markt. 

Zertifikat für Akku und Motor

Zur Stützung des Gebrauchtmarktes hat Bosch zudem ein digitales Zertifikat vorgestellt, das Auskunft über den technischen Zustand von Batterie und Antrieb eines gebrauchten E-Bikes gibt. Mit Hilfe eines Sterne-Systems werden unter anderem Laufleistung, Akku-Kapazität oder die Zahl der Ladezyklen für die Kaufinteressenten transparent. Bosch führt das Zertifikat zunächst ab Juli über den Refurbish-Anbieter Rebike ein, will es nach Fleischers Worten aber auch für Händler und Privatpersonen zugänglich machen.

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