BMW 3er, Diesel-Aus

BMW 3er ohne Diesel: Neue Generation setzt auf Elektro, Benzin und Hybrid

Veröffentlicht am: 30.09.2026 um 03:45 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

BMW verzichtet bei der achten Generation des 3er auf einen Dieselantrieb. Neben dem vollelektrischen i3 sind Benziner sowie Hybrid- und Plug-in-Hybridmodelle mit Benzinmotor vorgesehen.

Als Elektroauto wie hier wird der 3er weiterhin angeboten, auch Benziner und Hybride wird es weiter geben - aber keinen Diesel. (Archivbild)  - Bild: Christof Rührmair/dpa-tmn
Als Elektroauto wie hier wird der 3er weiterhin angeboten, auch Benziner und Hybride wird es weiter geben - aber keinen Diesel. (Archivbild) - Bild: Christof Rührmair/dpa-tmn

BMW nimmt beim neuen 3er den Diesel aus dem Programm und setzt bei der achten Generation auf Elektro-, Benzin- und Hybridantriebe.

BMW begründet Entscheidung mit Marktentwicklung

Das neue Modell soll in Kürze vorgestellt werden. Der Konzern bestätigte den Verzicht auf den Selbstzünder, nachdem zuvor darüber berichtet worden war.

In der achten Generation des 3er, den BMW als „Herz der Marke“ bezeichnet, wird es neben dem bereits vorgestellten vollelektrischen i3 einen Benziner sowie Hybrid- und Plug-in-Hybridmodelle mit Benzinmotor geben. BMW erklärte, angesichts der Marktentwicklung konzentriere sich der Konzern auf Antriebe mit weltweit besonders hoher Nachfrage.

Entscheidung laut BMW unabhängig von Spritpreisen

Mit den derzeit hohen Kraftstoffpreisen, insbesondere für Diesel, begründet BMW den Schritt nicht. Die Entscheidung sei bereits vor längerer Zeit gefallen, da die Entwicklung neuer Fahrzeuge deutlich längere Zyklen habe als eine aktuelle Preisphase.

Eine grundsätzliche Entscheidung gegen den Diesel gebe es nicht. Der X5 werde beispielsweise weiterhin mit dieser Antriebsvariante angeboten; zu weiteren künftigen Modellen machte BMW keine Angaben.

3er bleibt wichtiges Modell für BMW

Der 3er gilt als Volumenmodell des Konzerns. Die Baureihe existiert seit mehr als 50 Jahren, insgesamt wurden rund 18 Millionen Fahrzeuge gebaut.

Die achte Generation soll in Deutschland in München und Dingolfing produziert werden. BMW hat rund eine Milliarde Euro in die Weiterentwicklung der Werke investiert. In München soll die elektrische Variante entstehen, in Dingolfing sollen Verbrenner und Plug-in-Hybride vom Band laufen. Die Batterien kommen aus dem neuen Werk in Irlbach-Straßkirchen; weitere Produktionsstandorte sind San Luis Potosi in Mexiko und Tiexi in China.

Vom Kernmodell zum elektrifizierten Antriebsangebot

Die Entscheidung betrifft nicht irgendeine Modellvariante, sondern das zentrale Volumenmodell der Marke. BMW ordnet den 3er damit in eine Antriebsstrategie ein, die den vollelektrischen i3 sowie Benziner, Hybrid- und Plug-in-Hybridmodelle miteinander verbindet. Der Diesel verliert in diesem Konzept seine bisherige Rolle als besonders naheliegende Langstreckenoption.

Der Schritt steht zugleich für einen strukturellen Wandel im Pkw-Markt. Dieselantriebe sind in vielen wichtigen Märkten rückläufig, während Hersteller ihre Entwicklungsbudgets auf elektrische Antriebe und elektrifizierte Verbrenner konzentrieren. Für BMW bedeutet das, unterschiedliche Antriebstechniken zunächst parallel anzubieten, aber die Modellpalette dort zu vereinfachen, wo die Nachfrage nach Dieselversionen sinkt.

Bedeutung für Werke und Käufer

Für die deutschen Standorte bleibt der 3er dennoch ein industrieller Anker. München fertigt die elektrische Variante, Dingolfing Verbrenner und Plug-in-Hybride; die Investitionen in diese Werke zeigen, dass der Wandel nicht mit einem Produktionsende, sondern mit einer veränderten Aufgabenverteilung verbunden ist. Auch die Batteriefertigung in Irlbach-Straßkirchen wird dadurch Teil der Wertschöpfungskette.

Für Käufer verschiebt sich die Auswahl: Wer einen neuen 3er mit hoher Langstreckeneffizienz und ohne Ladebedarf sucht, wird künftig auf Benzinmodelle ausweichen müssen. Die Entscheidung gegen den Diesel ist nach Unternehmensangaben langfristig vorbereitet und daher nicht als unmittelbare Reaktion auf die derzeit hohen Kraftstoffpreise zu verstehen.

Disclaimer...

de | wirtschaft | 70201243 |