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Blindgänger-Einsätze: 3.000 Menschen evakuiert bei Bomben-Entschärfung

Veröffentlicht am: 03.06.2026 um 16:39 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Mehrere Weltkriegs-Blindgänger sorgen diese Woche für Evakuierungen und Sperrungen in Brandenburg, NRW und Sachsen-Anhalt.

Blindgänger-Einsätze: 3.000 Menschen evakuiert bei Bomben-Entschärfung Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de
Blindgänger-Einsätze: 3.000 Menschen evakuiert bei Bomben-Entschärfung Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Tausende Anwohner mussten ihre Häuser verlassen, Bahnstrecken und Autobahnen wurden gesperrt.

Großräumige Evakuierungen in Brandenburg

Besonders umfangreich fiel der Einsatz am Dienstag in Hohen Neuendorf und Oranienburg aus. Zwei 250-Kilogramm-Bomben aus dem Zweiten Weltkrieg, die im Ortsteil Borgsdorf entdeckt worden waren, mussten entschärft werden. Die Behörden richteten einen Sperrkreis von 1.200 Metern ein – rund 3.000 Menschen waren betroffen.

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Allein in Borgsdorf mussten 2.500 Bewohner bis 8 Uhr morgens ihre Wohnungen verlassen, weitere 414 in Oranienburg. Die S-Bahn-Linie S1 fiel zwischen 8 Uhr und dem späten Nachmittag aus, auch die Bundesstraße B96 wurde komplett gesperrt. Als Anlaufstellen für die Evakuierten dienten unter anderem das Rathaus Hohen Neuendorf und das Oranienburger Gemeindezentrum. Um 14:46 Uhr gab die Polizei schließlich Entwarnung: Die Bomben waren erfolgreich entschärft.

Panzerabwehrgranate in Frankfurt (Oder) gesprengt

Parallel dazu lief ein weiterer Einsatz im Lossower Ortsteil von Frankfurt (Oder). Eine Panzerabwehrgranate, die bereits am Vortag in der Lindenstraße entdeckt worden war, musste kontrolliert gesprengt werden. Rund 300 Anwohner wurden ab 8 Uhr aus einem 500-Meter-Sperrkreis evakuiert.

Die Sprengung erfolgte planmäßig gegen 10 Uhr. Feuerwehr, Polizei und Hilfsorganisationen waren im Einsatz. Bereits um 10:45 Uhr konnten die ersten Bewohner zurückkehren – die Entwarnung kam schnell.

Zwei weitere Einsätze Anfang der Woche

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Bereits am Montag waren die Experten in Nordrhein-Westfalen gefordert. In Dinslaken wurden an der Bertastraße zwei Panzerabwehr-Granaten entschärft. Der Sperrkreis fiel mit 70 Metern vergleichsweise klein aus, rund 70 Anwohner aus fünf umliegenden Straßen mussten ihre Häuser verlassen. Die kontrollierte Sprengung verlief ohne Zwischenfälle, noch vor 18 Uhr konnten alle Bewohner zurück.

Einen Tag zuvor, am Sonntag, hatten Kampfmittelräumer im Klietzer See im Landkreis Stendal zwei Panzerminen entschärft. Auch hier wurden Anwohner evakuiert, das Dorfgemeinschaftshaus Klietz diente als Notunterkunft.

Hintergrund: Trotz mehr als 80 Jahren seit Kriegsende werden in Deutschland jedes Jahr Tausende Blindgänger entdeckt. Allein in Brandenburg rechnen Behörden noch mit Zehntausenden nicht gefundener Bomben und Munitionsteilen aus dem Zweiten Weltkrieg.

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