Blei-Chromat-Pigmente, CRC

Blei-Chromat-Pigmente: CRC empfiehlt weltweite Handelskontrollen

Veröffentlicht am: 21.09.2026 um 05:18 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Das CRC befürwortet strengere Regeln für Blei-Chromat-Pigmente. Eine verbindliche Aufnahme in die Rotterdam-Konvention ist für 2029 vorgesehen.

Blei-Chromat-Pigmente: CRC empfiehlt weltweite Handelskontrolle
Symbolbild: Schutzhelm und Schutzbrille auf einer Werkbank Illustration mit AI erstellt.

Das Chemical Review Committee (CRC) hat auf seiner Sitzung am 16. September 2026 in Rom eine einstimmige Empfehlung zur stärkeren Regulierung von Blei-Chromat-Pigmenten ausgesprochen. Das Gremium kam zu dem Schluss, dass diese Stoffe sämtliche Kriterien für eine Aufnahme in die Rotterdam-Konvention erfüllen. Damit rückt eine weltweit koordinierte Kontrolle des Handels mit diesen chemischen Verbindungen in greifbare Nähe.

Strengere Auflagen für den internationalen Handel

Die Empfehlung des CRC hat weitreichende Konsequenzen für den globalen Warenverkehr. Nach einer offiziellen Aufnahme in die Konvention wären die insgesamt 168 Unterzeichnerstaaten dazu verpflichtet, vor einer Einfuhr von Blei-Chromat-Pigmenten eine explizite Zustimmung zu erteilen.

Dieses Verfahren soll sicherstellen, dass Importländer über die Risiken der Stoffe informiert sind und über die notwendige Infrastruktur für einen sicheren Umgang verfügen.

Wie aus Berichten vom 20. September 2026 hervorgeht, stützte das Komitee seine Entscheidung unter anderem auf Daten der Organisation IPEN. Diese hatte einen unkontrollierten Handel mit Blei-Chromat-Pigmenten in 59 Ländern nachgewiesen. Die Notwendigkeit einer strengeren Überwachung wurde zudem durch Notifizierungen verschiedener Staaten untermauert.

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So reichten Kamerun und Marokko bereits im Jahr 2024 entsprechende Meldungen ein, gefolgt von der Schweiz und Australien im Jahr 2025. Diese Eingaben belegen die weltweite Besorgnis über die gesundheitlichen und ökologischen Auswirkungen dieser Pigmentgruppe.

Zeitplan für die Umsetzung und technische Dokumentation

Um die regulatorische Erfassung und Überwachung zu vereinfachen, ist die Einführung eines spezifischen HS-Codes (Harmonisiertes System zur Bezeichnung und Codierung der Waren) für Blei-Chromat-Pigmente geplant. Dies würde Zollbehörden weltweit ermöglichen, die Warenströme präziser zu identifizieren und zu kontrollieren.

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Der weitere Fahrplan sieht vor, dass das CRC bis Ende des Jahres 2027 einen umfassenden Leitfaden zu diesen Pigmenten erstellt. Dieses Dokument dient den Mitgliedstaaten als technische Grundlage für ihre nationalen Entscheidungen über künftige Importe. Die endgültige Verabschiedung und die Aufnahme in die rechtlich bindende Liste der Rotterdam-Konvention sollen im Rahmen der Vertragsstaatenkonferenz (COP) im Jahr 2029 erfolgen.

Mit dieser Entwicklung reagiert die internationale Staatengemeinschaft auf die anhaltenden Risiken, die von bleihaltigen Pigmenten ausgehen, insbesondere in Regionen mit weniger strengen nationalen Chemikalienverordnungen. Die geplante Einbindung in das PIC-Verfahren (Prior Informed Consent) der Konvention markiert einen entscheidenden Schritt zur Erhöhung der Transparenz im globalen Chemikalienhandel.

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