Ihr Broker

  • DAX 0,70
  • EUR/USD 0,50
  • GOLD 0,30

Nur Spreads

Keine Kommission

Jetzt registrieren

CFDs sind komplexe Instrumente und umfassen aufgrund der Hebelfinanzierung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren.

Autofahrer, Kfz-Versicherung

Bis Ende November können Autofahrer ihre Kfz-Versicherung wechseln

08.11.2019 - 08:58:27

Treue zahlt sich bei der Kfz-Versicherung nicht immer aus. Grund ist das Buhlen der Versicherer um Neukunden. Bis zur Kündigungsfrist am 30. November werben sie mit günstigen Konditionen um Wechselwillige. Für wen lohnt es sich, untreu zu werden?

Sparsame Autofahrer werden bei der Kfz-Versicherung häufig belohnt. Einige Policen berechnen die Versicherungssumme nach der Kilometerzahl. Voraussetzung für den Tarif ist ein OBD2-Anschluss, der eine On-Board-Diagnose ermöglicht. Er ermittelt die tatsächlich gefahrenen Kilometer und überträgt sie an den Versicherer. Seit 2004 sind die Anschlüsse in alle Neuwagen integriert.




Neben einem sparsamen Fahrzeug rechnet sich auch ein umsichtiger Fahrstil. Wer vorausschauend fährt, zahlt weniger. Die Telematik-App oder GPS-Blackbox beurteilen hierzu Kriterien wie Bremsverhalten, Geschwindigkeit und Fahrstil in Kurven.

Gerade für jüngere Autofahrer ist der Tarif zu empfehlen, denn wegen ihrer geringen Fahrpraxis stufen Versicherer sie oft höher ein. Mit dem Spezialtarif können sie um bis zu 30 Prozent Versicherungsprämie sparen.

Versicherungsexperten äußern jedoch Bedenken: Die Vergünstigungen seien schwer zu erreichen. Nur bei Spitzenwerten im Fahrverhalten hätten die Anwärter reelle Chancen auf eine Ersparnis.

Nach britischem Vorbild erwägen nun auch die ersten deutschen Versicherungen einen speziellen Dashcam-Tarif: Fahrer, die eine auf die Straße gerichtete Überwachungskamera in ihr Auto einbauen, profitieren in Großbritannien bereits seit Jahren von mehr als zehn Prozent Rabatt. Nebenbei dokumentiert die Kamera das eigene Fahrverhalten. Die Kontrollfunktion soll einen vorsichtigeren und bewussteren Fahrstil fördern.






Neben dem Fahrverhalten schätzt der Versicherer das Unfallrisiko auch anhand des Fahrzeugtyps ein. Verschiedenste Modelle werden jährlich auf ihre Schadensbilanz überprüft. Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft beispielsweise wertet die Unfallstatistiken regelmäßig aus und teilt die Testmodelle der entsprechenden Typklasse zu.

Insgesamt 16 Typklassen stehen den Statistikern bei der Kfz-Haftpflichtversicherung zur Verfügung. Je höher die Typklasse ausfällt, desto höher die Versicherungsprämie.

Einer der niedrigsten Typklassen gehört der Seat Arona 1.0 mit der Einstufung 12 an; deutlich höher wird etwa der BMW X6 M eingestuft. Mit der Typklasse 24 erreicht er fast das Maximum. Einen Überblick über die verschiedenen Einstufungen finden Autobesitzer auf dem Verbraucherportal des GDV (Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft).


Doch nicht nur die Typklasse, sondern auch der Wohnort wirkt sich auf die Höhe des Kfz-Beitrags aus. In Regionen, in denen statistisch gesehen die meisten Unfälle passieren, zahlen Verbraucher die höchsten Versicherungsprämien. Als Orientierung dient die Jahresstatistik der GDV. Da in Großstädten wie Berlin oder Hamburg die Unfallgefahr höher ist als auf dem Land, erheben Versicherungen von Städtern höhere Gebühren als von Menschen, die in ländlichen Gebieten wohnen.

Die Kfz-Versicherung ist
aber nicht nur für Großstädter und Fahranfänger oft teurer, sondern auch für ältere Fahrer ab 65 Jahren. Laut dem Verbrauchermagazin Finanztipp zahlen Fahrer ab 75 Jahren bis zu 60 Prozent mehr als Fahrer mit 55 Jahren. Ein hoher Schadensfreiheitsrabatt kann den Wert allerdings kompensieren.


Bei der Berechnung des Beitrags zur Kfz-Versicherung sind Alter und Wohnort feste Größen. Es gibt aber weitere Faktoren, die sich auf die monatlichen Kosten auswirken und die variabel sind. Große Flexibilität ergibt sich für den Verbraucher vor allem hinsichtlich der Selbstbeteiligung an der Teil-oder Vollkaskoversicherung. Ein möglichst niedriger Beitrag ist aber nicht immer die beste Wahl - wer sich für eine höhere Selbstbeteiligung entscheidet, zahlt eine geringere Versicherungsprämie.

Auch die Zahlungsart beeinflusst die Summe. Eine jährliche anstelle einer monatlichen Zahlungsweise belohnen Versicherer oft mit niedrigeren Versicherungsbeiträgen. Bis zu fünf Prozent kann der Kunde sparen. Ebenso großzügig zeigen sich Versicherungen bei einer Werkstattbindung.