BioNTech-Krise: Umsatz fällt um zwei Drittel, 1.860 Jobs weg
18.06.2026 - 01:05:44 | boerse-global.de
Auch Northern Data, Toyota und der VDMA melden Führungswechsel.
KfW: Drei Neue für den Vorstand
Die staatliche Förderbank stellt sich breiter auf. Dr. Susanne Maurenbrecher wird neue Vorständin für IT, Operations und Transaktionsmanagement. Die 47-Jährige tritt ihr Amt am 1. Oktober an – für drei Jahre. Sie übernimmt die Rollen von CIO und COO.
Umstrukturierungen im Vorstand bringen oft weitreichende Veränderungen für die gesamte Belegschaft mit sich. Erfahren Sie in diesem kostenlosen Ratgeber, wie Sie als Arbeitnehmervertretung Ihre Mitbestimmungsrechte nach § 87 BetrVG bei betrieblichen Veränderungen gezielt durchsetzen. Gratis-E-Book zu Ihren Mitbestimmungsrechten herunterladen
Bereits Mitte Juli startet Brigitte Réthier als Vorständin für Entwicklungszusammenarbeit. Die Neubesetzungen gehen mit dem Abschied langjähriger Führungskräfte einher. Christiane Laibach geht nach 36 Jahren bei der KfW Ende Juli in den Ruhestand. Melanie Kehr übernimmt dann die Export- und Projektfinanzierung.
Northern Data verliert Co-Chef
Im Technologiesektor gibt es einen überraschenden Abgang. Aroosh Thillainathan hat die Northern Data AG Mitte Juni mit sofortiger Wirkung verlassen – im gegenseitigen Einvernehmen.
Toyota: Aktionäre bestätigen Führung
Beim japanischen Autobauer haben die Aktionäre am 16. Juni die aktuelle Führungsstruktur bestätigt. Akio Toyoda bleibt Vorsitzender des Verwaltungsrats. Der neue CEO Kenta Kon erhielt die Zustimmung als Vorstandsmitglied.
Kon kündigte verstärkte Investitionen in KI und Robotik an. Der Konzern will an einer technologieoffenen Antriebsstrategie festhalten. Koji Sato, der bisherige CEO, schied aus dem Vorstand aus.
BioNTech: Kritik an Ausgliederung
Die geplante Ausgliederung von Vermögenswerten bei BioNTech sorgt für Diskussionen. Bernd Förtsch, Verleger der Börsenmedien AG, fordert eine unabhängige Fairness Opinion zur Bewertung. Hintergrund: Die Unternehmensgründer übertragen Firmenteile im Frühjahr an eine neue Gesellschaft.
Förtsch kritisiert die mangelnde Transparenz bei der Bewertungsmethodik. Das Unternehmen kämpft mit massiven Umsatzrückgängen. Lag der Umsatz 2022 noch bei über 7 Milliarden Euro, erwarten Analysten für dieses Jahr nur 2,0 bis 2,3 Milliarden. Werksschließungen und der Abbau von bis zu 1.860 Stellen sind die Folge. Laut Medienberichten bereiten Anwälte rechtliche Schritte vor.
Wenn Stellenstreichungen und Umstrukturierungen drohen, ist eine starke Verhandlungsposition des Betriebsrats entscheidend. Dieser Praxis-Leitfaden unterstützt Sie mit Mustern und Checklisten dabei, faire Sozialpläne und Interessenausgleiche für die Belegschaft zu verhandeln. Kostenlosen Ratgeber für Sozialplan-Verhandlungen sichern
VDMA: Neue Spitze gewählt
Auch in Industrieverbänden gibt es personelle Veränderungen. Der Fachverband Elektrische Automation im VDMA wählte am 16. Juni in Bad Nauheim eine neue Führung für vier Jahre. Jessica Bethune von Schneider Electric übernahm den Vorsitz von Jörg Freitag, der nach maximaler Amtszeit ausschied. Gerd Hoppe wurde stellvertretender Vorsitzender.
Weitere Wechsel in der Wirtschaft
Auch andere Unternehmen melden Führungswechsel:
- Der Sohlenhersteller OrthoLite bekommt zum 15. Juli einen neuen CEO: Marius Wirtz kommt vom Werkstoffhersteller Covestro.
- Die Nachrichtenagentur APA wird interimistisch von Maria Scholl und Klemens Ganner geführt. Der bisherige Chef Clemens Pig wurde zum künftigen ORF-Generaldirektor gewählt.
- Bei Synopsys zog ein Vertreter des Investors Elliott Management in den Aufsichtsrat ein.
Die Personalien zeigen: Unternehmen setzen verstärkt auf Effizienz und technologische Transformation. Gleichzeitig fordern Investoren mehr Transparenz in der Unternehmensführung.
