Bildungsgewerkschaft GEW: Gesundheitsschutz an Schulen und Kitas gestärkt
Veröffentlicht am: 01.09.2026 um 03:18 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Im Rahmen der Landesdelegiertenversammlung (LDV) Anfang Juni 2026 hat die Bildungsgewerkschaft GEW Berlin personelle Kontinuität bewiesen und ihre inhaltliche Agenda für die kommenden Jahre verabschiedet. Die Delegierten bestätigten das bestehende Führungsteam im Amt und definierten eine klare Strategie, die insbesondere die Arbeitsbedingungen im Berliner Bildungswesen in den Fokus rückt.
Personelle Weichenstellungen und Bestätigung der Führungsspitze
Die Landesdelegiertenversammlung, die am 2. und 3. Juni 2026 stattfand, befasste sich turnusmäßig mit der Neuwahl der gewerkschaftlichen Führungsgremien. Dabei setzten die Teilnehmer auf Stabilität: Die bisherigen Vorsitzenden Felicia Kompio und Gökhan Akgün wurden in ihren Ämtern bestätigt.
Bemerkenswert war hierbei das Ausbleiben von Gegenkandidaturen, was als deutliches Signal für den internen Rückhalt der amtierenden Doppelspitze gewertet werden kann.
Neben der Landesvorsitzenden und dem Landesvorsitzenden standen auch die Positionen der Bereichsleitungen zur Wahl. Auch in diesen Gremien kam es zur Bestätigung der Verantwortlichen, womit die GEW Berlin die Führungsebene für die anstehende Amtszeit personell weitgehend unverändert lässt. Diese Kontinuität soll es der Organisation ermöglichen, begonnene Prozesse ohne Brüche in der Führungsebene fortzusetzen.
Strategische Schwerpunkte für die kommenden drei Jahre
Ein zentraler Bestandteil der Versammlung war die Festlegung der strategischen Ausrichtung für die Jahre bis 2029. Die Delegierten verabschiedeten ein Arbeitsprogramm, das vier Kernbereiche als prioritär einstuft: Tarifpolitik, Arbeitszeitgestaltung, Entlastung der Beschäftigten sowie die Stärkung der Mitbestimmung.
Im Bereich der Tarifpolitik signalisiert die Gewerkschaft damit eine Fortführung ihrer aktiven Rolle bei Verhandlungen für den öffentlichen Dienst und spezifische Berufsgruppen im Bildungssektor. Eng damit verknüpft ist das Thema Arbeitszeit.
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Angesichts der anhaltenden Diskussionen über die Belastung von Lehrkräften, Erziehern und Hochschulmitarbeitern wird die Gestaltung flexiblerer oder reduzierter Arbeitszeitmodelle ein zentrales Handlungsfeld der kommenden drei Jahre darstellen.
Die Forderung nach Entlastung zielt darauf ab, die Rahmenbedingungen in den Bildungseinrichtungen so zu verändern, dass die psychische und physische Belastung der Angestellten sinkt. Ergänzt wird dieses Vorhaben durch den Schwerpunkt Mitbestimmung, durch den die demokratischen Teilhaberechte der Beschäftigten in ihren jeweiligen Institutionen gestärkt werden sollen.
Fokus auf Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz
Zusätzlich zu den langfristigen strategischen Zielen befasste sich die Landesdelegiertenversammlung mit konkreten Anträgen zur unmittelbaren Verbesserung des Arbeitsalltags. Ein zentrales Ergebnis war die Annahme eines Antrags zum Gesundheitsschutz.
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Damit reagieren die Delegierten auf die steigenden Anforderungen und die damit verbundenen gesundheitlichen Risiken für das Personal an Schulen, Kitas und Universitäten. Die Annahme des Antrags verpflichtet den Landesvorstand dazu, Maßnahmen zum Schutz der Angestellten verstärkt in den Fokus der politischen Arbeit zu rücken und gegenüber dem Berliner Senat sowie den Arbeitgebern entsprechende Standards einzufordern.
Mit dem Abschluss der Versammlung am 3. Juni 2026 hat die GEW Berlin ihren organisatorischen Rahmen für die zweite Hälfte des Jahrzehnts gefestigt. Das Führungsteam um Kompio und Akgün steht nun vor der Aufgabe, die beschlossenen Schwerpunkte in praktische Gewerkschaftsarbeit zu übersetzen und die Interessen der Mitglieder in den anstehenden tariflichen und bildungspolitischen Auseinandersetzungen zu vertreten.
