Bibliothekskameras in Mansfield: Stadtrat will Zugriffsregeln überarbeiten
Veröffentlicht am: 04.10.2026 um 04:03 Uhr | Redaktion boerse-global.de
In der US-Gemeinde Mansfield im Bundesstaat Connecticut hat der Stadtrat einen unabhängigen Untersuchungsbericht zu einer Whistleblower-Beschwerde gegen den früheren Town-Manager Ryan Aylesworth publik gemacht. Gegenstand der Untersuchung war der Vorwurf, Aylesworth habe Sicherheitskameras in einer örtlichen Bibliothek missbräuchlich zur Mitarbeiterüberwachung eingesetzt.
Vorwürfe führten zu externer Untersuchung
Auslöser des Verfahrens war eine Beschwerde, die Maria Capriola, Chief of Shared Services and Administration, am 7. April 2026 eingereicht hatte. Sie warf dem damaligen Verwaltungschef vor, über das Überwachungssystem der Bibliothek gezielt die dortige Leiterin beobachtet zu haben.
Mit der rechtlichen Überprüfung der Vorgänge wurde Rechtsanwältin Jennifer Dixon von der Kanzlei Kainen, Escalera & McHale betraut. Dixon übergab ihren Abschlussbericht am 28. September 2026 an die Verantwortlichen der Stadt. Am 2. Oktober 2026 legte der Stadtrat das Dokument schließlich offen.
Der Bericht bestätigt, dass Aylesworth erhebliche Zeit mit der Sichtung des Bildmaterials aus der Bibliothek verbrachte und die Kameras zeitweise direkt auf die Bibliotheksleiterin gerichtet waren.
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Allerdings stützen die gesammelten Beweise laut der Untersuchung auch Aylesworths eigene Darstellung: Demnach lag der Hauptfokus seiner Kontrollen nicht auf der Bibliotheksleiterin, sondern auf einem Mitarbeiter mit unzureichenden Leistungen. Formelle oder informelle Vorwürfe einer sexuellen Belästigung gegen den früheren Town-Manager bestätigten sich im Rahmen der Ermittlungen nicht.
Konsequenzen für die Stadtverwaltung
Aylesworth ist bereits nicht mehr im Amt. Der Stadtrat nahm seinen Rücktritt am 14. September 2026 an. Aus den kommunalen Unterlagen geht hervor, dass es vor dem Jahr 2026 keinerlei Beschwerden über den Verwaltungschef beim Stadtrat gegeben hatte, auch nicht im Rahmen einer umfassenden 360-Grad-Leistungsbewertung im Jahr 2023.
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Die Angelegenheit zieht dennoch weitere Kreise in der Belegschaft. Mehrere aktuelle und ehemalige Angestellte der Gemeinde haben inzwischen rechtlichen Beistand eingeschaltet. Die Stadtführung kündigte an, Konsequenzen aus dem Vorfall zu ziehen: Der Stadtrat will die Richtlinien für den Zugriff auf kommunale Sicherheitssysteme grundlegend überprüfen und anpassen.
