BGM-Trend: 76 Prozent der Frauen nutzen Cycle-Syncing am Arbeitsplatz
28.05.2026 - 08:11:22 | boerse-global.deIm Fokus stehen langfristige Strategien, geschlechtsspezifische Ansätze und digitale Lösungen.
Longevity als Unternehmensstrategie
Auf dem New Work Summit Ende Mai in Berlin zeigten Experten, wie Unternehmen langfristige Gesundheitsstrategien entwickeln können. Das Panel „Longevity im Job“ präsentierte praktische Ansätze für den Arbeitsalltag. Dazu zählen Meeting-Spaziergänge, feste Schlaf- und Pausenzeiten sowie das WOOP-Prinzip – eine Methode, die Wünsche, Ergebnisse, Hindernisse und Pläne strukturiert.
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Lea Scheidt, Betriebsärztin bei SAP, betonte: „Gesundheit ist eine Frage der Haltung.“ Unternehmen bräuchten entsprechende Vorbilder innerhalb der Organisation.
Benefits strategisch einsetzen
Sandra Strauss, Personalchefin beim Urban Sports Club, warnte vor einem Missverständnis: Benefits dürften keine angemessene Vergütung ersetzen. Sie plädierte für strategisch entwickelte Zusatzangebote, die Führungskräfte aktiv vorleben müssten. Oft sei eine Reduktion auf wesentliche, wirksame Maßnahmen zielführender als eine unüberschaubare Angebotsvielfalt.
Frauengesundheit rückt in den Fokus
Ein wachsender Bereich im BGM ist die geschlechtsspezifische Gesundheitsvorsorge. Ende Mai rückten beim Internationalen Tag der Frauengesundheit Themen wie Krebsvorsorge, Endometriose und die Vereinbarkeit von Schwangerschaft und Beruf in den Fokus. Ein Dialogtag in Wiesbaden widmete sich diesen Fragen.
Die Vereinbarkeit von Beruf und besonderen Lebensphasen wie dem Mutterschutz stellt hohe Anforderungen an die betriebliche Sicherheit. Mit diesem kostenlosen Leitfaden inklusive Checklisten erstellen Sie rechtssichere Gefährdungsbeurteilungen, die jeder Prüfung standhalten. Gratis-Checkliste zur Gefährdungsbeurteilung Mutterschutz sichern
Die Krankenkasse KKH verwies auf das Potenzial von zyklusgerechtem Training und Arbeiten. Laut einer forsa-Umfrage unter 1.002 Frauen zwischen 14 und 50 Jahren sehen 76 Prozent Potenzial in Cycle-Syncing-Ansätzen. Im Juni starten dazu spezifische Online-Seminare.
Auch der 7. Frankfurter Business Women's Day am 22. Mai thematisierte die Notwendigkeit intersektionaler und vielfältiger Führung. Rund 300 Teilnehmerinnen diskutierten Aspekte von Design und Leadership.
Regionale Vernetzung und praktische Umsetzung
Der Gesundheitskongress Tirol Mitte Juni in Innsbruck verfolgt einen ganzheitlichen präventiven Ansatz. Das Programm deckt Bereiche wie Psychoneuroimmunologie, Mikrobiom-Ernährung und die Bedeutung von Bindung ab.
In der Praxis zeigen sich BGM-Initiativen häufig durch Firmenläufe. Ende Mai startete die Kreisverwaltung Bad Kreuznach mit 95 Teilnehmern bei einem lokalen Laufevent. Mitte Juni folgt der Firmenlauf Mannheim mit einer speziellen Wertung für Handwerksbetriebe.
Die Digitalisierung spielt für junge Unternehmen eine wachsende Rolle. Die Junge Wirtschaft St. Veit organisierte Veranstaltungen zur digitalen Sichtbarkeit und zum KI-Einsatz im Marketing – mit Fokus auf kostengünstige Tools.
Wissenschaft trifft Praxis
Studierende der Hochschule Aalen besuchten Mitte Mai die Staatstheater Stuttgart. Sie gewannen Einblicke in BGM-Maßnahmen bei rund 1.500 Beschäftigten. Im Fokus standen historische Entwicklungen und aktuelle Herausforderungen bei der Umsetzung.
Auf europäischer Ebene laufen die Vorbereitungen für künftige Forschungsprojekte. Anfang Juni findet in Paris ein Matchmaking-Event statt. Es unterstützt die Bildung von Projektkonsortien für Ausschreibungen im Rahmen von Horizont Europa.
Gesundheitsreform: Milliardenpotenzial ambulant
Parallel zu den Fachveranstaltungen debattiert die Politik über strukturelle Verbesserungen. Bayern fordert Anpassungen der geplanten Gesundheitsreform, um die ambulante Versorgung zu stärken. Durch mehr ambulante Operationen – bei einem geschätzten Potenzial von vier Millionen Fällen pro Jahr – ließen sich laut Schätzungen bis zu acht Milliarden Euro einsparen. Die gesamte Reform zielt auf ein Volumen von rund 16,3 Milliarden Euro ab.
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