BGM-Boom, Stellen

BGM-Boom: 25 Stellen in Hessen, Klimawandel treibt Nachfrage

Veröffentlicht am: 20.07.2026 um 02:39 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Steigende Hitzebelastung und psychische Anforderungen befeuern den Bedarf an Fachkräften für Betriebliches Gesundheitsmanagement.

BGM-Boom: Klimawandel treibt Nachfrage nach Gesundheits-Experten
Eine Gruppe von Fachleuten im Gesundheitsmanagement arbeitet in einem modernen Büro an der Analyse von Gesundheitsdaten und Präventionsstrategien. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Unternehmen investieren massiv in Prävention und spezialisierte Fachkräfte, um ihre Belegschaften fit zu halten. Klimawandel und psychische Belastungen treiben die Entwicklung zusätzlich an.

Gefragte Profile in Hessen und der Schweiz

Allein in Hessen waren Mitte Juli 25 BGM-Stellen ausgeschrieben. Die Anforderungen variieren stark: Medical Airport Service sucht Referenten für Psychologie und Prävention, während die ias AG und die Deutsche Post Arbeitsmediziner und Fachärzte in Kassel, Gießen und im Homeoffice besetzen.

Auch international zeigt sich der Trend. Das Spitalzentrum Biel schrieb eine Stelle für BGM & Case Management aus. Zu den Aufgaben gehören die Konzeption des Gesundheitsmanagements und die Analyse von Kennzahlen. Voraussetzung: abgeschlossene Ausbildung im Gesundheitswesen und Mehrsprachigkeit.

Spezialisierte Weiterbildungen boomen

Bildungsträger reagieren auf die steigende Nachfrage. Das IBB Institut für Berufliche Bildung bot im Frühjahr eine zweiwöchige Vollzeit-Weiterbildung an. Inhalte: DIN 45001, Analysemodelle und Evaluationstechniken. Die Kurse enden mit trägerinternen Zertifikaten und sind oft vollständig förderbar.

Karriere Tutor setzt auf digitale Qualifizierung für HR-Spezialisten. In zwei bis 22 Wochen lernen Teilnehmer Betriebliches Eingliederungsmanagement (BEM) und Arbeitsrecht. Das Management Forum Starnberg bietet spezielle Seminare für Führungskräfte im klinischen Bereich an – mit Fokus auf Digitalisierung und Klinikmanagement.

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Wer beim Betrieblichen Gesundheitsmanagement nicht schnell genug Fachkräfte aufbaut, verliert den Anschluss – besonders in Hessen, wo allein Mitte Juli 25 Stellen offen waren. Unser Report liefert die entscheidenden Checklisten und Leitfäden, um BGM-Positionen zielgerichtet zu besetzen und Hitzeschutz-Maßnahmen umzusetzen. Jetzt kostenlosen BGM-Report anfordern

Klimawandel als Treiber

Die Hitzewelle Ende Juni und Anfang Juli 2026 in Berlin zeigt die Dringlichkeit. Die Rettungseinsätze stiegen um 23 Prozent auf rund 15.500 Fälle. In Spandau lag der Zuwachs bei 40 Prozent. Das Robert Koch-Institut zählte deutschlandweit über 4.000 Hitzetote.

Der DGB fordert deshalb ein gesetzliches Hitze-Ausfallgeld. Eine Umfrage unter 4.000 Beschäftigten ergab: Jeder Dritte fühlt sich durch hohe Temperaturen am Arbeitsplatz stark belastet. Experten beziffern den wirtschaftlichen Schaden pro Hitzetag auf 431 Millionen Euro.

Psychische Gesundheit rückt ebenfalls in den Fokus. Ein Gastvortrag der University of Cambridge an der Universität Potsdam thematisiert den Einfluss sozialer Medien auf die mentale Gesundheit. Auch Infektionsrisiken bleiben relevant: In Berlin wurden bis Mitte Juli 125 Mpox-Fälle registriert – deutlich mehr als in den Vorjahren. Das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lageso) empfiehlt verstärkte Impfungen.

Umfangreiche Präventionsressourcen

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Die Hitzewelle 2026 hat gezeigt: Jeder dritte Beschäftigte fühlt sich durch hohe Temperaturen stark belastet – und jeder Hitzetag kostet die Wirtschaft 431 Millionen Euro. Unternehmen, die jetzt keinen systematischen Hitzeschutz etablieren, riskieren Produktivitätseinbußen und steigende Fehlzeiten. Unser Leitfaden zeigt, wie Sie mit einfachen Maßnahmen Ihre Belegschaft schützen. Hitzeschutz-Leitfaden jetzt sichern

Betriebe können auf eine riesige Datenbank zurückgreifen: 119 gesetzliche Krankenkassen betreiben eine gemeinsame Plattform mit rund 369.000 geprüften Präventionskursen von 116.000 Anbietern. Die Kurse decken Bewegung, Ernährung und Stressbewältigung ab – verfügbar für 47 Millionen Versicherte.

Die DAK bietet zusätzliche Tools an, darunter Quick-Checks für Betriebe und Fachliteratur. Für den 24. Juli ist ein Fachvortrag zum Thema „Arbeiten ab dem 50. Lebensjahr“ angekündigt. In der Pflegebranche gibt es spezifische Webinare zu Datenschutz, um die rechtliche Sicherheit in digitalisierten Arbeitsumgebungen zu erhöhen.

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