BGF-Preis 2026: ÖBB und vier weitere Unternehmen ausgezeichnet
12.06.2026 - 21:02:48 | boerse-global.de
Die Bandbreite reicht vom Staatskonzern bis zum kleinen Friseursalon.
ÖBB holt sich den BGF-Preis
Die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) wurden am heutigen Freitag mit dem BGF-Preis ausgezeichnet. Es ist die höchste staatliche Ehrung für Betriebliche Gesundheitsförderung in Österreich.
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Das Unternehmen hat das Thema Gesundheit bereits seit 2007 strategisch in der Konzernstruktur verankert. Das Management für die über 48.000 Mitarbeiter stützt sich auf ein datenbasiertes System, das unter anderem einen Arbeitsfähigkeitsindex nutzt. Die Bilanz kann sich sehen lassen: Die Krankenstandstage und die Anzahl krankheitsbedingter Pensionierungen gingen zurück.
Gabriel Kroisleitner, Leiter des betrieblichen Gesundheitsmanagements der ÖBB, betonte die Bedeutung einer kontinuierlichen Wirkmessung. Trotz zunehmender Arbeitsverdichtung zeige der Index eine stabile Verfassung der Belegschaft. Ein besonderer Schwerpunkt lag zuletzt auf der psychischen Gesundheit.
BOKU verbindet Ökologie und Gesundheit
Einen neuen Akzent setzte die Verleihung in der Kategorie „Green BGF“. Gesundheitsministerin Korinna Schumann zeichnete am Donnerstag die Universität für Bodenkultur Wien (BOKU) aus. Die Hochschule verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz, der Gesundheitsförderung direkt mit ökologischer Verantwortung verknüpft.
Zu den Maßnahmen gehören Programme zur klimafreundlichen Mobilität unter dem Titel „Mobility for Health“, Initiativen für nachhaltige Verpflegung und die Schaffung begrünter Arbeitsumgebungen. Interne Evaluationen belegen laut den Verantwortlichen eine hohe Zufriedenheit bei den Beschäftigten. Auch messbare Verhaltensänderungen in Richtung eines gesünderen und ökologischeren Lebensstils wurden dokumentiert.
Kleine Betriebe, große Wirkung
Neben Großkonzernen wurden auch kleine und mittlere Unternehmen (KMU) geehrt. In der KMU-Kategorie des BGF-Preises 2026 prämierte die Jury den niederösterreichischen Salon Madiva. Die Vergabe erfolgte durch das Österreichische Netzwerk BGF gemeinsam mit der Österreichischen Gesundheitskasse (ÖGK) und dem Fonds Gesundes Österreich (FGÖ).
Bundesministerin Schumann unterstrich bei der Verleihung: Professionelle Gesundheitsförderung steigere nicht nur die Zufriedenheit der Mitarbeiter, sondern führe auch zu höherer Produktivität und geringeren Fehlzeiten.
LINZ AG glänzt bei der Arbeitssicherheit
Auch im Bereich der Arbeitssicherheit gab es Erfolge zu vermelden. Die LINZ AG und ihre Tochtergesellschaft LINZ NETZ GmbH erhielten am Donnerstag in Wien erneut das AUVA-Gütesiegel für sicheres und gesundes Arbeiten. In einem umfassenden Audit erreichte das Unternehmen 99 von 100 möglichen Punkten. Die Auszeichnung gilt für rund 3.500 Mitarbeiter in über 100 Berufen und behält drei Jahre ihre Gültigkeit.
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Zurich Versicherung setzt auf Kontinuität
Die Zurich Versicherung Österreich gab bekannt, dass ihr BGF-Gütesiegel für den Zeitraum 2026 bis 2028 verlängert wurde. Das Unternehmen kombiniert diese Standards mit weiteren Zertifizierungen, etwa zur Produktqualität und nachhaltigen Finanzprodukten.
Parallel zu den nationalen Preisverleihungen rückten Branchentreffen die Zukunft der Arbeitswelt in den Fokus. Anfang Juni befasste sich das 15. Symposium für Betriebliches Gesundheitsmanagement in Saarbrücken mit Trends wie dem Einsatz künstlicher Intelligenz im Arbeitskontext und der Unterstützung von Mitarbeitern mit Pflegeverpflichtungen. Experten diskutierten dort Konzepte, wie Gesundheitsmanagement auch bei begrenzten Ressourcen effektiv gestaltet werden kann.
