Bezirksklinikum Mainkofen: Kollegiale Nachsorge hilft nach schweren Zwischenfällen
Veröffentlicht am: 23.10.2026 um 18:18 Uhr | Redaktion boerse-global.deIm klinischen Alltag sind Beschäftigte regelmäßig mit extremen Ausnahmesituationen konfrontiert. Am Bezirksklinikum Mainkofen steht den Mitarbeitenden dafür das System der kollegialen Nachsorge (SkN) zur Verfügung, um belastende berufliche Ereignisse intern aufzuarbeiten.
Wie idowa.de in einem Bericht vom 23. Oktober 2026 schilderte, zielt das Hilfsangebot darauf ab, Kolleginnen und Kollegen nach schwerwiegenden Zwischenfällen im Klinikbetrieb zeitnah und strukturiert zur Seite zu stehen.
Unterstützung nach schweren Zwischenfällen im Klinikalltag
Das klinische Umfeld bringt naturgemäß Situationen mit sich, die für das Personal eine erhebliche psychische Belastung darstellen können. Zu den typischen Ereignissen, bei denen das SkN-Team am Bezirksklinikum Mainkofen Hilfestellung leistet, zählen unter anderem Aggressionen von Patienten, Suizidversuche sowie Reanimationen im Haus.
Anstatt die Betroffenen mit solchen Erlebnissen allein zu lassen, setzt die Einrichtung auf ein internes Netzwerk. Das System der kollegialen Nachsorge beruht auf dem Grundgedanken, dass geschulte Ansprechpersonen aus den eigenen Reihen eine erste emotionale Auffangstation bilden. Die Gespräche ermöglichen es, das Erlebte unmittelbar zu reflektieren und akuten Belastungsreaktionen bereits im Entstehen entgegenzuwirken.
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Kontinuität in der Leitung des Nachsorgeteams
Das Nachsorgeangebot am Bezirksklinikum Mainkofen ist keine kurzfristige Reaktion auf Einzelvorfälle, sondern eine gewachsene institutionelle Struktur. Das SkN-Team wird seit vielen Jahren von Dr. Torsten Piendl und Pamela Lippl geleitet. Durch diese langjährige Kontinuität ist das System fest im klinischen Betrieb verankert und den Beschäftigten als verlässliche Anlaufstelle bekannt.
Die Begleitung durch Kolleginnen und Kollegen bietet dabei den Vorteil, dass Hürden für ein erstes Gespräch gering bleiben. Da die Teammitglieder den Arbeitsalltag und die konkreten Bedingungen im Klinikbetrieb aus eigener Erfahrung kennen, können sie die Belastungen der Betroffenen auf Augenhöhe nachvollziehen und den Gesprächspartnern in einem geschützten Rahmen begegnen.
Stellenwert kollegialer Unterstützung im Gesundheitssektor
In medizinischen und pflegerischen Arbeitsbereichen gewinnen betriebliche Maßnahmen zur psychosozialen Unterstützung zunehmend an Bedeutung. Hohe Arbeitsdichte und emotionale Ausnahmezustände erfordern institutionalisierte Konzepte, die über formelle Nachbesprechungen hinausgehen.
Neben der persönlichen Unterstützung spielen auch strukturierte Prozesse eine zentrale Rolle für ein gesundes Arbeitsklima. Ein kostenloser Leitfaden zeigt, wie die frühzeitige Erkennung von Überlastungsgefahren zur langfristigen psychischen Gesundheit der Belegschaft beitragen kann. Gratis-Paket zur Gefährdungsbeurteilung anfordern
Kollegiale Hilfskonzepte wie das in Mainkofen praktizierte Modell tragen dazu bei, Hemmschwellen abzubauen und den Umgang mit psychischen Belastungen am Arbeitsplatz weiter zu normalisieren.
