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Betriebsräte: Neue Seminare zu Teams und SharePoint rechtssicher nutzen

Veröffentlicht am: 08.08.2026 um 22:10 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Schulungsanbieter erweitert Angebot für Betriebsräte: Online-Kurse zur rechtssicheren Nutzung von Microsoft Teams und SharePoint. Fokus auf Datenschutz und Mitbestimmung.

Digitale Betriebsratsarbeit: Neue Online-Seminare für Teams und SharePoint
Moderner Büroarbeitsplatz mit Laptop für digitale Zusammenarbeit und virtuelle Kommunikation im betrieblichen Umfeld. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Im Bereich der betrieblichen Mitbestimmung gewinnen digitale Werkzeuge für die tägliche Arbeit zunehmend an Bedeutung. Ein Anbieter hat nun neue Online-Seminare vorgestellt, die speziell auf die Bedürfnisse von Betriebsräten zugeschnitten sind. Im Fokus der Schulungen steht die rechtssichere Nutzung der Plattformen Microsoft Teams und SharePoint, um die Zusammenarbeit innerhalb des Gremiums sowie mit der Belegschaft digital zu transformieren.

Fokus auf Rechtssicherheit und digitale Kollaboration

Die angekündigten Seminare adressieren die wachsende Komplexität bei der Einführung und Anwendung von Software-Lösungen im Arbeitsumfeld. Betriebsratsmitglieder sollen in den Schulungen lernen, wie sie die Funktionen von Microsoft Teams und SharePoint effektiv nutzen können, ohne dabei rechtliche Fallstricke zu übersehen. Dies betrifft insbesondere Fragen des Datenschutzes und der Mitbestimmungsrechte bei der Konfiguration dieser Systeme.

Ein zentraler Aspekt der Weiterbildung sei die Strukturierung der digitalen Zusammenarbeit. Während SharePoint primär als zentraler Ort für die Dokumentenverwaltung und den Informationsaustausch dient, ermöglicht Microsoft Teams die Echtzeit-Kommunikation und virtuelle Sitzungen. Die Seminare sollen aufzeigen, wie diese Werkzeuge so eingesetzt werden können, dass die Vertraulichkeit der Betriebsratsarbeit gewahrt bleibt und gleichzeitig die Effizienz gesteigert wird.

Rechtlicher Hintergrund: Herausforderungen durch Remote-Strukturen

Die Notwendigkeit für eine fundierte digitale Kompetenz in Arbeitnehmervertretungen wird durch die aktuelle Rechtsprechung unterstrichen. In den vergangenen Monaten befassten sich Arbeitsgerichte verstärkt mit den Auswirkungen mobiler Arbeitsformen auf die betriebliche Organisation. Besonders die Arbeit in sogenannten „Remote Cities“, bei denen Beschäftigte weitgehend ortsunabhängig tätig sind, stellt die bestehenden Strukturen der Mitbestimmung vor Herausforderungen.

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Das Bundesarbeitsgericht (BAG) hatte sich bereits mit der Gültigkeit von Betriebsratswahlen in solchen dezentralen Strukturen befasst. In entsprechenden Verfahren wurden Wahlen für ungültig erklärt, da remote arbeitende Beschäftigte in dem gewählten Verfahren nicht ausreichend repräsentiert wurden. Diese Entscheidungen verdeutlichen, dass Unternehmen und Betriebsräte ihre Wahlverfahren sowie ihre Kommunikationswege an die moderne Arbeitswelt anpassen müssen.

Anpassungsbedarf bei Wahlverfahren und Kommunikation

Aus den gerichtlichen Erkenntnissen ergibt sich ein direkter Handlungsbedarf für die betriebliche Praxis. Um die rechtssichere Repräsentation der gesamten Belegschaft zu garantieren, müssen Wahlverfahren modernisiert werden. Hierzu gehören unter anderem die Implementierung digitaler Wahlmethoden oder angepasste Kommunikationsstrategien, um auch Mitarbeiter im Homeoffice oder an entfernten Standorten lückenlos zu erreichen.

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Die neuen Seminarangebote greifen diese Entwicklungen auf. Sie sollen Betriebsräten das notwendige Wissen vermitteln, um bei der Gestaltung von Betriebsvereinbarungen zur IT-Nutzung proaktiv mitzuwirken. Experten weisen darauf hin, dass eine rein passive Begleitung der digitalen Transformation durch das Gremium nicht mehr ausreiche. Vielmehr sei eine aktive Gestaltung der Rahmenbedingungen erforderlich, um die Wirksamkeit der Betriebsratsarbeit auch in einer zunehmend digitalen und dezentralen Arbeitswelt sicherzustellen.

Die Schulungen finden als Online-Seminare statt, was es Teilnehmern ermöglicht, die vermittelten Inhalte direkt in ihrer gewohnten digitalen Arbeitsumgebung zu erproben. Der Anbieter reagiert damit auf die steigende Nachfrage nach flexiblen Weiterbildungsformaten, die Theorie und praktische Anwendung von Software-Lösungen im Kontext des Betriebsverfassungsrechts verknüpfen.

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