Berlin-Weißensee, Wohnprojekte

Berlin-Weißensee: Mehrere Wohnprojekte kurz vor Fertigstellung

19.05.2026 - 22:20:59 | boerse-global.de

Mehrere Wohnprojekte in Weißensee stehen vor der Fertigstellung, während die Quadratmeterpreise sich leicht konsolidieren.

Berlin-Weißensee: Mehrere Wohnprojekte kurz vor Fertigstellung - Foto: über boerse-global.de
Berlin-Weißensee: Mehrere Wohnprojekte kurz vor Fertigstellung - Foto: über boerse-global.de

Besonders im Komponistenviertel und im angrenzenden Langhanskiez prägen Fertigstellungen und neue Freiflächen das Stadtbild. Aktuelle Marktdaten zeigen eine leichte Konsolidierung der Quadratmeterpreise in diesem gefragten Pankower Ortsteil.

Roelcke 111: Außenanlagen werden fertiggestellt

Das Wohnensemble „Roelcke 111“ in der Roelckestraße 111 geht in die abschließende Phase der Außenraumgestaltung. Die vier Gebäude sind äußerlich weitgehend fertig. Die Baugerüste wurden größtenteils entfernt, helle Fassaden und klare Baukörper dominieren das Erscheinungsbild.

Der Projektentwickler WvM Berlin Immobilien realisiert hier 60 Eigentumswohnungen. Das Spektrum reicht von Zwei- bis Fünf-Zimmer-Wohnungen und umfasst Penthouses sowie Townhouses. Im zentralen Innenhof pflanzen Arbeiter bereits erste Jungbäume und legen Grünanlagen an. Die vollständige Bezugsfertigkeit wird für das laufende Frühjahr 2026 erwartet.

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Die Architektur setzt auf eine moderne, aufgelockerte Bauweise. Die unmittelbare Nähe zum Jüdischen Friedhof und die ruhige Lage im gewachsenen Wohngebiet gelten als wesentliche Standortvorteile.

Langhanskiez und Liebermannstraße: Unterschiedliche Bauphasen

Auch das Baugemeinschaftsprojekt „Langhans24“ in der Langhansstraße 24 erreicht wichtige Meilensteine. Unter der Leitung von SmartHoming und dem Architekturbüro zanderroth entstehen drei Neubauten und ein saniertes Bestandsgebäude mit insgesamt 47 Wohneinheiten. Die ersten Gebäudeabschnitte wurden bereits an die Eigentümer übergeben, das letzte Haus soll Ende Mai 2026 fertiggestellt werden.

Das Ensemble um einen grünen Gartenhof umfasst Vorder- und Gartenhäuser sowie drei Townhouses mit privaten Gärten. Mit der Übergabe der letzten Schlüssel schließt eines der langjährigen Neubauprojekte im Langhanskiez ab.

In der Liebermannstraße 70 befindet sich der „Zwieseler Hof“ in der aktiven Bauphase. Hier entstehen 147 Eigentumswohnungen, ein Teilabschnitt umfasst 48 Einheiten. Das Projekt erreicht den Effizienzhaus-Standard 40 (EH40) und verfügt über eine Photovoltaikanlage sowie dezentrale Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung. Die Fertigstellung ist für das vierte Quartal 2026 geplant.

Abrissarbeiten in der Roelckestraße

Während an vielen Stellen neue Wohnräume entstehen, befindet sich ein anderes Areal in der Roelckestraße im tiefgreifenden Umbruch. Auf dem Gelände der Hausnummern 70 bis 73 laufen seit wenigen Tagen umfangreiche Abrissarbeiten. Wo zuvor gewerbliche Nutzungen das Bild prägten, dominiert nun eine offene Fläche.

Die künftige Nutzung ist offiziell noch nicht bestätigt. Vorankündigungen auf dem Gelände deuten auf den Bau eines Logistikzentrums hin. Anwohner diskutieren die Auswirkungen einer solchen gewerblichen Ansiedlung in der Nähe der neuen Wohnquartiere. Der Strukturwandel in Weißensee zeigt sich hier besonders deutlich.

Marktentwicklung: Preise stabilisieren sich

Der Immobilienmarkt in Weißensee zeigt im Frühjahr 2026 Anzeichen einer Stabilisierung. Die durchschnittlichen Angebotspreise für Eigentumswohnungen liegen bei rund 6.120 Euro pro Quadratmeter. Das entspricht einem geringfügigen Rückgang von etwa 0,72 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Der langfristige Trend verdeutlicht jedoch das hohe Niveau: 2024 lag der mittlere Quadratmeterpreis für Neubauten in Berlin noch bei durchschnittlich 7.912 Euro. Die aktuelle Beruhigung führen Experten auf die hohen Finanzierungskosten und die gestiegene Zahl an Fertigstellungen in den Außenbezirken zurück.

Gleichzeitig bleibt der Druck auf den Wohnungsmarkt hoch. Die Zahl der Baugenehmigungen ist stadtweit drastisch gesunken. Das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg belegt für 2024 einen Rückgang der genehmigten Wohnungen um 38,5 Prozent auf 9.772 Einheiten. Dieser Mangel an neuen Projekten könnte das Angebot an erstbezugsfertigen Wohnungen in gefragten Lagen wie Weißensee mittelfristig knapp halten.

Infrastruktur: Bezirk plant Aufwertung des öffentlichen Raums

Der Bezirk Pankow stärkt die Attraktivität von Weißensee mit infrastrukturellen Maßnahmen. Im Langhanskiez wurde ein Konzept zur Umgestaltung des Straßenraums vorgestellt. Ziel ist es, den Durchgangsverkehr zu reduzieren und mehr Raum für Fußgänger und Radfahrer zu schaffen – unter anderem durch Fahrrad- und Klimastraßen.

Für Investoren bleibt der Standort auch steuerlich interessant. Für Neubauvorhaben wie in der Liebermannstraße gilt die degressive Absetzung für Abnutzung (AfA) von fünf Prozent über sechs Jahre. Diese Regelung soll die Wirtschaftlichkeit von Wohnungsbauprojekten trotz gestiegener Baukosten sichern.

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Weißensee erlebt im Mai 2026 eine phase des Übergangs. Während langjährige Großprojekte den Bestand an hochwertigem Wohnraum erweitern, schaffen Abrissarbeiten an anderer Stelle Raum für neue Nutzungen. Die Kombination aus ruhigen Wohnlagen und geplanter ökologischer Aufwertung des öffentlichen Raums dürfte den Ortsteil als bevorzugte Wohnlage im Berliner Norden festigen.

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