Berlin, Mieter

Berlin: 200.000 Mieter von Verdrängung bedroht – Bündnis fordert Ankauf

Veröffentlicht am: 14.09.2026 um 19:51 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Ein Berliner Bündnis verlangt staatliche Wohnungsankäufe, um Mieter vor Eigenbedarfskündigungen zu schützen und kommunalen Wohnraum zu sichern.

Berliner Bündnis fordert Wohnungsankäufe gegen Verdrängung
Ein Berliner Wohnhaus aus der Gründerzeit in der Abendsonne, das die dichte urbane Architektur der Stadt zeigt. Illustration mit AI erstellt.

Ein Berliner Bündnis fordert von der Stadt den gezielten Ankauf von Wohnhäusern, um Mieterinnen und Mieter vor drohenden Räumungsklagen und Verdrängung zu bewahren. Angesichts der anhaltenden Spannungen auf dem Berliner Wohnungsmarkt sieht die Initiative die öffentliche Hand in der Pflicht, direkt einzugreifen und Wohnraum durch Rekommunalisierung dauerhaft abzusichern.

Hintergrund der Forderung ist die verschärfte Lage für Mieter in der Hauptstadt. Wie aus einem Bericht von morgenpost.de vom 14. September 2026 hervorgeht, droht in Berlin 200.000 Menschen die Verdrängung durch Eigenbedarfskündigungen. Die Sorge vor dem Verlust des eigenen Zuhauses betrifft damit einen erheblichen Teil der Stadtbevölkerung.

Umwandlungswelle verschärft den Druck auf Mieter

Die Anfälligkeit für Eigenbedarfskündigungen hängt eng mit dem Strukturwandel im Berliner Wohnungsbestand zusammen. Dem Bericht zufolge wurden in Berlin seit 2011 über 176.000 Mietwohnungen in Eigentumswohnungen umgewandelt. Solche Umwandlungen bilden häufig die Grundlage dafür, dass Wohnungen an Einzelerwerber veräußert werden, die anschließend Eigenbedarf geltend machen.

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In Berlin droht laut einem aktuellen Bericht 200.000 Menschen die Verdrängung durch Eigenbedarfskündigungen — seit 2011 wurden über 176.000 Mietwohnungen in Eigentumswohnungen umgewandelt. Wer jetzt einen Brief vom Vermieter im Kasten hat, sollte die eigenen Rechte kennen, bevor die Frist abläuft. Kostenlosen Mieter-Leitfaden jetzt anfordern

Das Bündnis drängt vor diesem Hintergrund darauf, dass die Stadt Berlin aktiv als Käuferin auftritt. Durch den Erwerb ganzer Liegenschaften soll verhindert werden, dass weitere Bestände aufgeteilt, veräußert und die angestammten Mieter nach und nach verdrängt werden.

Der vorgeschlagene Ankauf durch das Land zielt darauf ab, Mietverhältnisse langfristig vor Räumungsklagen zu schützen und bezahlbaren Wohnraum im kommunalen Einflussbereich zu halten.

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