Deutschland, Automobilindustrie

Spritpreise steigen am Wochenende leicht

16.03.2026 - 11:15:34 | dpa.de

Benzin kostet den siebten Tag in Folge mehr als 2 Euro, Diesel seit fast zwei Wochen. Inzwischen pendeln sich die Preise langsam auf hohem Niveau ein.

Die Spritpreise pendeln sich langsam auf einem sehr viel höherem Niveau als vor Kriegsbeginn ein. (Archivbild) - Foto: Frank Hammerschmidt/dpa
Die Spritpreise pendeln sich langsam auf einem sehr viel höherem Niveau als vor Kriegsbeginn ein. (Archivbild) - Foto: Frank Hammerschmidt/dpa

Tanken ist über das Wochenende nur etwas teurer geworden. Im bundesweiten Tagesdurchschnitt des Sonntags waren Superbenzin und Diesel weniger als einen Cent teurer als noch am Freitag, wie aus Zahlen des ADAC hervorgeht. Sie blieben damit unter ihrem Mehrjahreshoch aus der vergangenen Woche. 

Pro Liter Super E10 wurden am Sonntag im Schnitt 2,037 Euro fällig. Das waren 0,2 Cent mehr als am Samstag. Im Vergleich zum letzten Tag vor Kriegsbeginn ergibt sich aber ein Anstieg von fast 26 Cent. Der Liter Diesel kostete am Sonntag 2,156 Euro. Das waren 0,3 Cent mehr als am Samstag und 41 Cent mehr als vor Kriegsbeginn. Am Montagmorgen deuteten die ersten Preise zudem auf einen weiteren geringfügigen Anstieg hin. 

Die Preise pendeln sich damit langsam ein. War es bis zu den Mehrjahreshochs am Dienstag vergangener Woche relativ schnell nach oben gegangen, bewegen sich die Tagesdurchschnittspreise seither in einem relativ schmalen Preisband. Für Superbenzin liegt es knapp über 2 Euro, für Diesel grob um 2,15 Euro.

Rohöl schwankt stärker

Beim Rohöl, dem wichtigsten Treiber der Spritpreise, gibt es deutlich stärkere Schwankungen gibt: Am Montagmorgen wurde für ein Barrel (159 Liter) der Nordsee-Sorte Brent zur Lieferung im Mai 104,61 US-Dollar bezahlt und damit etwa anderthalb Prozent mehr als am Freitag. Das Hoch lag vor einer Woche bei knapp 120 Dollar. Zum Vergleich: Vor Beginn der Angriffe der USA und Israels auf den Iran lag der Preis Ende Februar bei rund 73 Dollar.

Von ihren Rekordhochs zu Beginn des Ukraine-Krieges vor vier Jahren sind die Preise aber noch ein Stück weit entfernt. Sie liegen für E10 bei 2,203 Euro pro Liter, für Diesel bei 2,321 Euro. 

Am Montag soll eine von der Koalition eingesetzte Taskforce über den starken Anstieg der Sprit- und Energiepreise beraten. Dazu werden auch Vertreter von Mineralölkonzernen erwartet. Teilnehmen soll zudem der Präsident des Bundeskartellamts, Andreas Mundt. Angesichts der deutlich gestiegenen Spritreise hatten Politiker den Mineralölkonzernen «Abzocke» vorgeworfen. Die Branche wies dies zurück.

Wirtschaftsnachrichten lesen ist gut - trading-notes lesen ist besser!

Wirtschaftsnachrichten lesen ist gut - <b>trading-notes</b> lesen ist besser!
Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlässliche Anlage-Empfehlungen – dreimal pro Woche, direkt ins Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt abonnieren.
Für. Immer. Kostenlos.
de | wirtschaft | 68693946 |

Weitere Meldungen

IG Metall und Betriebsrat: Keine Werksschließungen bei VW. Zugleich zeigen sie sich offen für neue Geschäftsfelder und externe Partner. Werksschließungen werde es mit ihnen nicht geben, betonen Gewerkschaft und VW-Betriebsrat. (Wirtschaft, 15.05.2026 - 11:47) weiterlesen...

Spritpreise steigen - Diesel wieder über 2 Euro. Der Abstand zwischen den beiden Sorten ist nur noch minimal. Auch E10 legt zu. (Wirtschaft, 15.05.2026 - 10:24) weiterlesen...

Neuer BMW-Chef tritt an: Nedeljkovic folgt auf Zipse. Grüße kommen auch von der Konkurrenz. Milan Nedeljkovic übernimmt bei BMW das Steuer: Nach fast sieben Jahren geht Oliver Zipse, der den Konzern durch bewegte Zeiten führte. (Wirtschaft, 13.05.2026 - 11:19) weiterlesen...

Autoindustrie rechnet mit größerem Stellenabbau. Der Branchenverband rechnet mit noch größerem Stellenverlust als bislang angenommen. Der Weg vom Verbrennermotor hin zur Elektromobilität verlangt der Autobranche einiges ab. (Wirtschaft, 13.05.2026 - 08:44) weiterlesen...

Shell hat wegen Fehleingabe Diesel zu günstig verkauft. Deshalb konnte Shell eine Fehlangabe zunächst nicht korrigieren, wie eine Unternehmenssprecherin sagte. Seit April dürfen Spritpreise an Tankstellen nur einmal am Tag um 12.00 Uhr erhöht werden. (Wirtschaft, 12.05.2026 - 13:56) weiterlesen...

Verurteilter Ex-Manager sagt im VW-Investorenprozess aus. Im Prozess wird nun ein Zeuge vernommen, der in der Affäre selbst schon verurteilt wurde. Nach dem VW-Abgasskandal verlangen Investoren immer noch Milliarden als Entschädigung. (Wirtschaft, 12.05.2026 - 13:22) weiterlesen...