BEG-Reform, Fördersätze

BEG-Reform ab 21. Juli: Fördersätze sinken, Höchstbeträge gekürzt

Veröffentlicht am: 22.07.2026 um 18:33 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Die Bundesförderung für effiziente Gebäude senkt Höchstbeträge und Boni. Gleichzeitig starten Vorzeigeprojekte in Nürnberg, Frankfurt und München.

BEG-Förderung 2026: Neue Konditionen und sinkende Höchstbeträge
Modernes, energetisch saniertes Mehrfamilienhaus mit integrierten nachhaltigen Bautechnologien in einem urbanen Umfeld. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) hat neue Konditionen. Seit dem 21. Juli 2026 gelten angepasste Fördersätze und sinkende Höchstbeträge. Gleichzeitig feiern Projekte in Nürnberg, München und Frankfurt Premieren.

Weniger Zuschuss, strengere Regeln

Die Grundförderung für den Heizungstausch bleibt bei 30 Prozent. Doch der Höchstbetrag für die erste Wohneinheit sinkt von 30.000 auf 28.000 Euro. Ab Februar 2027 reduziert er sich halbjährlich um weitere 750 Euro.

Auch der Klimageschwindigkeitsbonus schrumpft. Aktuell liegt er bei 16 Prozent, verliert aber ab Februar 2027 regelmäßig vier Prozentpunkte. Positiv: Der Bonus für serielles Sanieren wurde ausgeweitet. Bei Komplettsanierungen gibt es Kredite von bis zu 150.000 Euro pro Wohneinheit – allerdings mit um zehn Prozentpunkte gesenkten Tilgungszuschüssen. Für Haushalte mit einem Jahreseinkommen unter 30.000 Euro bleibt ein Einkommensbonus von bis zu 40 Prozent bestehen.

Premiere in Nürnberg: Erstes QNG-Siegel für serielle Sanierung

Ein Gemeinschaftsprojekt von Ecoworks und Dawonia in Nürnberg setzt neue Maßstäbe. Drei Mehrfamilienhäuser aus dem Jahr 1966 mit 72 Wohneinheiten erhielten als erste serielle Sanierung in Deutschland das Qualitätssiegel Nachhaltiges Gebäude (QNG) und das DGNB-Siegel in Silber.

Dank der BEG-Nachhaltigkeitsklasse und des KfW-Effizienzhaus-55-NH-Standards sicherten sich die Beteiligten einen Tilgungszuschuss von fünf Prozent. Der ökologische Erfüllungsgrad liegt bei rund 76 Prozent, der Gesamterfüllungsgrad bei über 50 Prozent.

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Modernisierungen wie der Heizungstausch oder serielle Sanierungen bieten zwar hohe Förderungen, können aber auch die rechtliche Grundlage für spätere Mietanpassungen bilden. Wie hoch Ihre Mieterhöhung nach solchen Maßnahmen wirklich sein darf und welche Fristen Sie dabei wahren müssen, klärt dieser kostenlose Experten-Report. In 5 Minuten zur rechtssicheren Mieterhöhung: Kostenlose Anleitung für Vermieter

Frankfurt: RealGreen Award für Sanierung im bewohnten Zustand

Die Heinrich-Thielmann-Stiftung sanierte ein Wohnhaus aus den 1960er-Jahren in Frankfurt zum Effizienzhaus 40 Plus – und das im bewohnten Zustand. Dafür gab es den RealGreen Award 2026. Zum Einsatz kamen serielle Holzbauelemente, natürliche Dämmstoffe sowie eine Kombination aus Photovoltaik, Wärmepumpen und Speichersystemen.

München: „Sugar Valley“ wird erstes CO2-freies Quartier

Auf dem ehemaligen Siemens-Areal in München-Obersendling entsteht ein Leuchtturmprojekt. Salvis Consulting und Bayernwerk Natur unterzeichneten heute den Vertrag für das Energiekonzept von „Sugar Valley“. Rund 160.000 Quadratmeter Mietfläche in elf Gebäuden, darunter drei 80 Meter hohe Türme, sollen vollständig CO2-frei betrieben werden.

Das Quartier erhält ein unterirdisches Niedertemperaturnetz, Wärmepumpen und Photovoltaikanlagen. Als erstes deutsches Quartier bekam es das Platin-Zertifikat des US Green Building Council für Nachbarschaftsentwicklung. Der Baubeginn für das Energienetz ist 2027.

Weitere Trends: Schwammstadt, Tiny Houses und Holzbau

Die Stadt Altenburg fungiert von Juli bis Oktober 2026 als bundesweite Pilotkommune für wassersensible Stadtentwicklung. Ziel ist ein Leitfaden für Entsiegelung und Regenwassermanagement.

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Ob energetische Sanierung oder steigende Grundsteuern – viele Kosten der Immobilienbewirtschaftung lassen sich steuerlich und über die Abrechnung optimieren. Ein kostenloser Report zeigt Ihnen, welche Betriebskosten Sie 2026 rechtssicher auf Ihre Mieter umlegen können, um nicht auf den Kosten sitzen zu bleiben. Betriebskostenabrechnung 2026: So holen Vermieter jeden zulässigen Euro zurück

In Burgrieden entsteht ein Tiny-House-Quartier mit 26 Einheiten. Es soll bis Ende 2026 fertig sein – mit autarker Energieversorgung durch dezentrale Photovoltaik und einen zentralen Quartierspeicher.

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft zeichnete zehn Projekte im Wettbewerb HolzbauPlus 2025/26 aus. Darunter das Objekt „Nordgrün“ in Karlsruhe für exzellentes Bauen im Bestand.

dm sichert sich Grünstrom für zehn Jahre

Der Drogeriemarktbetreiber dm schloss einen zehnjährigen Liefervertrag für Strom aus einem bayerischen Solarpark ab. Ab der ersten Jahreshälfte 2027 soll der Park jährlich rund 13 Gigawattstunden liefern. Der Trend zu Power Purchase Agreements (PPA) setzt sich fort – auch wenn das Marktvolumen in Deutschland zuletzt rückläufig war.

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