BDI, Wachstumsprognose

BDI hebt Wachstumsprognose: Deutschland wächst 2026 um 1,0 Prozent

Veröffentlicht am: 18.09.2026 um 10:01 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Der BDI rechnet 2026 mit 1,0 Prozent Wachstum. Staatliche Ausgaben stützen die Konjunktur, während private Investitionen schwach bleiben.

BDI hebt Deutschland-Prognose 2026 auf 1,0 Prozent an
Eine weitläufige Baustelle für ein Infrastrukturprojekt mit Stahlträgern und Betonpfeilern in der Morgendämmerung. Illustration mit AI erstellt.

Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) blickt zuversichtlicher auf den weiteren Verlauf der wirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland. Laut Berichten vom 18. September 2026 hat der Spitzenverband seine Prognose für das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts für das Jahr 2026 auf 1,0 Prozent nach oben korrigiert.

In einer früheren Einschätzung war der Verband noch von einem Zuwachs von lediglich 0,6 Prozent ausgegangen. Die Aufwärtskorrektur signalisiert eine graduelle Stabilisierung der gesamtwirtschaftlichen Lage.

Europäischer Binnenmarkt verschafft Rückenwind

BDI-Hauptgeschäftsführerin Tanja Gönner stellte fest, dass sich die allgemeinen Wachstumsaussichten aufhellen. Als wesentliche Stütze dieser Entwicklung nannte die Verbandsführung das Auslandsgeschäft mit europäischen Partnern.

Ein robuster Warenaustausch und gefestigte Handelsbeziehungen mit den Nachbarstaaten böten der heimischen Industrie wichtigen Rückenwind, um das wirtschaftliche Wachstum wieder anzukurbeln und bestehende Belastungen abzufedern.

Staatliche Impulse bei anhaltend schwachen privaten Investitionen

Hinter den verbesserten Aussichten steht jedoch eine spürbare Zweiteilung der wirtschaftlichen Kräfte. Der BDI hebt hervor, dass das veranschlagte Plus maßgeblich durch staatliche Ausgaben getrieben wird. Vor allem die öffentlichen Mittel für Infrastrukturprojekte sowie die Ausgaben für den Verteidigungssektor wirken gegenwärtig als maßgebliche Triebfedern für die Konjunktur.

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Im deutlichen Gegensatz zu diesen Impulsen der öffentlichen Hand verharren die privaten Investitionen dem Verband zufolge weiterhin auf einem schwachen Niveau. Viele Unternehmen zeigen sich bei eigenen Investitionsprojekten und langfristigen Sachanlagen weiterhin zurückhaltend. Diese anhaltende Schwäche der privaten Investitionstätigkeit verhindert nach Einschätzung des Verbands bislang einen dynamischeren und breiter angelegten Aufschwung.

Verband bleibt vorsichtiger als Wirtschaftsforscher

Mit der neuen Prognose von 1,0 Prozent ordnet sich der BDI weiterhin zurückhaltend in die gesamtwirtschaftliche Debatte ein. Wie aus Verbandsangaben hervorgeht, zeigen sich Wirtschaftsforschungsinstitute bei ihren Erwartungen für das Wachstum im Jahr 2026 derzeit optimistischer als der Spitzenverband der deutschen Industrie.

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Viele Unternehmen halten sich bei langfristigen Sachanlagen weiterhin zurück — der BDI nennt genau diese Schwäche als Grund für den verhaltenen Aufschwung. Diese Szenario-Analyse ordnet ein, welche Chancen der europäische Binnenmarkt bietet und wie Sie Ihre Absatzplanung darauf ausrichten. Szenario-Analyse Binnenmarkt jetzt sichern

Während externe Forscher mit einer kräftigeren Erholung rechnen, spiegelt die verbandseigene Prognose vor allem die dämpfende Wirkung der schwachen privaten Investitionsneigung wider.

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