Baugenehmigungen im August: 20.600 Wohnungen, ein Plus von 6,8 Prozent
Veröffentlicht am: 26.10.2026 um 04:25 Uhr | Redaktion boerse-global.deIm August 2026 sind in Deutschland 20.600 Wohnungen behördlich genehmigt worden. Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, entspricht dies einem Anstieg um 6,8 % beziehungsweise 1300 Einheiten im Vergleich zum August 2025. Ein Jahr zuvor hatte das Plus im August 2025 gegenüber dem August 2024 zwar bei 5,7 % gelegen, damals waren mit 18.300 genehmigten Wohnungen jedoch der niedrigste Augustwert seit 2009 verzeichnet worden.
Einen spürbaren Zuwachs gab es im August 2026 insbesondere bei Baumaßnahmen an bestehenden Gebäuden: Die Genehmigungen für den Umbau beliefen sich auf 4200 Wohnungen, was einer Steigerung um 18,2 % beziehungsweise 600 Wohneinheiten gegenüber dem Vorjahresmonat entspricht.
Kräftiger Zuwachs in den ersten acht Monaten des Jahres
Auch im gesamten Zeitraum von Januar bis August 2026 setzte sich die Erholung fort. In den ersten acht Monaten des Jahres wurden insgesamt 169.400 Wohnungen genehmigt, ein Zuwachs von 12,1 % oder 18.300 Einheiten im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum.
Den größten Anteil stellten Neubauwohnungen dar. Für sie wurden von Januar bis August 2026 insgesamt 137.500 Baufreigaben erteilt, was einem Anstieg um 12,7 % beziehungsweise 15.400 Wohnungen entspricht. Differenziert nach Gebäudearten verzeichnete das Statistische Bundesamt folgende Entwicklungen im Neubausektor:
- Mehrfamilienhäuser legten um 14,5 % (+11.500) auf 90.600 genehmigte Wohnungen zu.
- Bei den Einfamilienhäusern gab es ein Plus von 7,8 % (+2300) auf 31.500 Einheiten.
- Zweifamilienhäuser verzeichneten einen Zuwachs von 21,7 % (+1800) auf 10.000 Wohnungen.
- Neue Nichtwohngebäude stiegen um 5,9 % (+200) auf 2900 Genehmigungen.
- Rückläufig entwickelten sich lediglich Wohnheime, deren Genehmigungen um 2,5 % beziehungsweise 100 Einheiten auf 5300 sanken.
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Ergänzend dazu erreichte der Umbau bestehender Gebäude im Zeitraum von Januar bis August 2026 ein Volumen von 29.100 genehmigten Wohnungen, was einem Plus von 10,1 % beziehungsweise 2700 Einheiten entspricht.
Hoffnung auf Marktstabilisierung neben geopolitischen Risiken
Nach Einschätzung des Statistischen Bundesamts belegen die aktuellen Zahlen einen leichten Aufwärtstrend bei den Baugenehmigungen. Dieser deute auf eine schrittweise Stabilisierung des Wohnungsmarkts hin und gebe Anlass zur Hoffnung auf eine Linderung der anhaltenden Wohnungsknappheit in den Großstädten.
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Trotz der Erholung dämpfen geopolitische und wirtschaftliche Risiken die Erwartungen. Aus den Bundesministerien um Hubig und Hubertz verlautete die Befürchtung, dass die positive Genehmigungsentwicklung wieder abebben könnte. Als maßgebliche Belastungsfaktoren werden steigende Kosten für Baumaterialien und Energie sowie anziehende Bauzinsen infolge des Iran-Kriegs genannt.
