Batterieexporte 2026: Chinas Solarkonzerne planen 30%-Sprung
05.06.2026 - 11:30:31 | boerse-global.de
JinkoSolar, JA Solar, LONGi und Trina Solar setzen künftig verstärkt auf Batteriespeicher.
Der Grund: Die Nachfrage im Inland schwächelt, die Modulpreise sind auf Rekordtief. Gleichzeitig toben international die Diskussionen über Subventionen und Marktverzerrungen.
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Kapazitäten explodieren
Die Zahlen sprechen eine klare Sprache. 2025 stiegen die Solarmodul-Exporte nur um 4,7 Prozent – das schwächste Wachstum seit sechs Jahren. Für 2026 erwarten Analysten dagegen einen Sprung der Batterieexporte um 30 Prozent auf rund 150 Gigawattstunden.
JinkoSolar will seine Batteriekapazität bis Ende 2026 auf 13 bis 14 GWh verdreifachen. Noch ehrgeiziger ist CATL: Der Batterieriese rechnet damit, bis 2030 die Hälfte seines Umsatzes mit Speichersystemen zu machen.
Neue Technologien für neue Märkte
Die Firmen erfinden sich neu. Auf einer Messe in Shanghai präsentierte HiTHIUM Anfang Juni eine Langzeitspeicher-Zelle, die 25 Jahre halten soll. Das Unternehmen kündigte zudem ein Großprojekt in Vietnam an.
Auch bei alternativen Antrieben tut sich was. Ein Methanol-Elektro-Leicht-LKW stellte Anfang Juni einen Reichweitenrekord auf: über 1600 Kilometer ohne Nachladen. Der thermische Wirkungsgrad liegt bei 46 Prozent. Bis Ende 2027 sollen mehrere tausend Methanol-Tankstellen entstehen.
Handelskrieg mit offenem Visier
Die Exportoffensive kommt zu einem heiklen Zeitpunkt. In Paris traf sich diese Woche die Welthandelsorganisation. Chinas Vize-Handelsminister Li Chenggang signalisierte Gesprächsbereitschaft über fairen Wettbewerb. Gleichzeitig wies Peking OECD-Berichte zurück, wonach die Subventionen auf dem höchsten Stand seit der Finanzkrise seien. Die EU-Kommission stuft die Handelsbeziehungen zu China als nicht tragfähig ein.
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Peking öffnet derweil andere Türen. Seit Mai gewährt China allen 53 afrikanischen Staaten zollfreien Marktzugang. Ziel: lokale Wertschöpfung in Ländern wie Südafrika fördern.
Preisdruck und neue Hürden
Während die Industrie expandiert, sinken die Spritpreise in China. Die Entwicklungs- und Reformkommission kündigte für die erste Juni-Hälfte deutliche Senkungen für Benzin und Diesel an. Ob der Trend angesichts der Iran-Krise hält, ist fraglich.
Gleichzeitig werden die Hürden in Europa höher. Chinesische Wärmepumpen-Hersteller wie PHNIX kämpfen um EU-Zertifikate. Ein aktuelles Modell erreichte in Tests deutscher Forschungseinrichtungen einen Spitzenwert bei der Effizienz. Die Technologie ist konkurrenzfähig – der Marktzugang bleibt die Herausforderung.
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