Bahn-Sicherheit, Helme

Bahn-Sicherheit: Übergriffe steigen um elf Prozent – Helme im Test

06.06.2026 - 16:42:03 | boerse-global.de

Die Bahn reagiert auf elf Prozent mehr Übergriffe mit einem Pilotprojekt für Schutzhelme in Berlin.

Deutsche Bahn testet Schutzhelme gegen Angriffe auf Personal
Bahn-Sicherheit - Eine Gruppe von Menschen in einer professionellen Umgebung, die sich mit Konfliktlösung und Sicherheitstraining beschäftigt, mit digitalen Elementen. 06.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

In Berlin startete ein Pilotprojekt mit Schutzhelmen für die Mobile Unterstützungsgruppe. Die Helme sollen vor Angriffen mit Pyrotechnik schützen.

Der Testlauf läuft bis Dezember 2026. Fällt die Auswertung positiv aus, ist eine bundesweite Einführung ab 2027 möglich. Hintergrund sind die alarmierenden Zahlen: 2025 verzeichnete die Bahn rund 2.690 Angriffe auf Mitarbeiter – ein Anstieg von elf Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

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Neben Helmen setzt das Unternehmen verstärkt auf Bodycams, Tonaufzeichnungen und zusätzliches Sicherheitspersonal. Die Maßnahmen sind Teil eines umfassenderen Trends: Unternehmen und öffentliche Institutionen bauen ihre Schutzkonzepte aus.

Schulinseln und Fallberatung: Neue Wege in der Pädagogik

Auch im Bildungssektor wächst der Druck. In der Schweiz fordern Lehrerverbände die flächendeckende Einführung von sogenannten Schulinseln. Diese bieten Schülern mit Verhaltensauffälligkeiten einen niederschwelligen Rückzugsort – ein Time-Out, das Lehrkräfte im Unterrichtsalltag entlasten soll.

In Deutschland setzen kirchliche Träger auf kollegiale Fallberatung. Die Methode gibt Pädagogen Werkzeuge an die Hand, um schwierige Unterrichtssituationen besser zu bewältigen.

Urteil aus Offenbach: Führungskräfte in der Pflicht

Das Arbeitsgericht Offenbach bestätigte im Juni 2026 die Kündigung einer Führungskraft. Sie war ihren Überwachungspflichten nicht nachgekommen. Das Urteil macht klar: Auch Manager unterhalb der Geschäftsleitung tragen besondere Kontroll- und Schadensabwehrpflichten.

Im konkreten Fall führte die Untätigkeit nach einem Hinweis auf rechtswidrige Praktiken zu Rückstellungen von über 450 Millionen Euro. Ein teures Lehrstück – und ein Signal an alle Führungskräfte.

Seit Anfang 2026 verschärft zudem die NIS-2-Richtlinie den regulatorischen Druck. Sie gilt für Unternehmen ab 50 Mitarbeitern in kritischen Sektoren. Experten betonen: Cybersicherheit und physischer Schutz müssen als Governance-Aufgabe verstanden werden. Gefragt sind klare Verantwortlichkeiten, regelmäßige Notfallübungen und funktionsfähige Meldesysteme.

Schnelle Hilfe für Gewaltopfer: Neues Netzwerk in Hessen

Seit Januar 2024 regelt das neue Soziale Entschädigungsrecht (SGB XIV) die Ansprüche von Gewaltopfern neu. In Hessen hat das Regierungspräsidium Gießen ein Netzwerk aus 22 Kooperationspartnern aufgebaut. Es bietet psychotherapeutische Soforthilfe – für Erwachsene zunächst fünf Sitzungen, für Kinder acht. Eine Erweiterung um ohne zehn weitere Termine ist vorgesehen.

Die Steuerung erfolgt über sechs regionale Versorgungsämter, unter anderem in Frankfurt, Kassel und Wiesbaden.

Kinderschutz: Fachkräfte für jede Kita

Im Saale-Orla-Kreis schlossen im Juni 2026 insgesamt 38 Pädagogen eine Zertifikatsfortbildung zur Fachkraft im Kinderschutz ab. Ziel der Verwaltung: In jeder der 60 Kindertagesstätten soll mindestens eine qualifizierte Fachkraft arbeiten.

Parallel starteten Wohlfahrtsverbände in Nordrhein-Westfalen Projekte wie den „Kinderschutzkoffer“. Das pädagogische Material soll Kindern helfen, eigene Grenzen zu setzen und zu erkennen.

Baugerüste im Visier: Aktionswoche in Hessen

Neben dem Schutz vor Gewalt rückt auch die physische Sicherheit am Arbeitsplatz in den Fokus. Die hessischen Regierungspräsidien führen im Juni 2026 eine Aktionswoche zur Überprüfung von Baugerüsten durch.

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Unfälle auf Baustellen verdeutlichen, wie wichtig eine lückenlose Dokumentation der Sicherheitsvorkehrungen ist. Kostenlose Vorlagen und Checklisten helfen Sifas und Arbeitgebern, Zeit zu sparen und rechtliche Risiken zu vermeiden. Gefährdungsbeurteilung: So erstellen Sie GBUs, die Aufsichtsbehörden sofort anerkennen

Der Grund: Bei früheren Kontrollen erfüllte nur etwa jede fünfte Baustelle die Sicherheitsauflagen vollständig. Absturzunfälle sind für einen erheblichen Teil der schweren Arbeitsunfälle verantwortlich. Die strikte Einhaltung der Sicherheitsregeln ist überlebenswichtig.

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