Badischer Winzerkeller: Teilverkauf des Betriebsgeländes soll Sanierung stützen
Veröffentlicht am: 28.09.2026 um 22:42 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der Badische Winzerkeller in Breisach plant im Zuge tiefgreifender Sparmaßnahmen einen Teilverkauf seines Betriebsgeländes. Wie die Badische Zeitung am 28. September 2026 berichtete, ist die Veräußerung von Teilen des Areals ein zentraler Baustein eines umfassenden Restrukturierungsprogramms, mit dem das traditionsreiche Unternehmen seine wirtschaftliche Lage stabilisieren will.
Neben dem geplanten Teilverkauf der Liegenschaft sieht das Sanierungskonzept auch massive Einschnitte beim Personal vor. Im Rahmen des Programms soll rund ein Viertel der Arbeitsplätze abgebaut werden. Nach Angaben der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) stehen 32 betriebsbedingte Kündigungen im Raum.
Auslagerung in neues Abfüllzentrum
Ein weiterer Bestandteil der Umstrukturierung betrifft operative Unternehmensbereiche: Insgesamt 19 Beschäftigte sollen in das neu gegründete Badische Abfüllzentrum wechseln. Dieser Schritt stößt jedoch auf deutlichen Widerstand der Arbeitnehmervertretung. Die Gewerkschaft NGG befürchtet für die betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die zum Badischen Abfüllzentrum übergehen sollen, spürbar schlechtere Arbeitsbedingungen.
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Darüber hinaus beteiligen sich die Partnerbetriebe an den finanziellen Zugeständnissen zur Sanierung. Die 26 anliefernden Winzergenossenschaften haben einer teilweisen Stundung des Traubengelds zugestimmt, um die finanzielle Belastung des Unternehmens in der laufenden Phase abzufedern.
Gewerkschaft erhebt Vorwürfe gegen Geschäftsführung
Die Verhandlungen über das Sanierungskonzept verlaufen unter erheblichen Spannungen. Die Gewerkschaft NGG kritisierte ein Vorgehen mit Druck auf den Betriebsrat sowie eine im Raum stehende Insolvenzandrohung während der Gespräche über die geplanten Maßnahmen.
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Geschäftsführer André Weltz wies diese Vorwürfe entschieden zurück. Er betonte, dass die Liquidität des Badischen Winzerkellers gesichert sei, sofern sämtliche Säulen des Restrukturierungsprogramms exakt so umgesetzt würden, wie es der Vorstand vorgesehen habe. Der Teilverkauf des Betriebsgeländes, der Personalabbau sowie die finanzielle Unterstützung durch die Mitgliedsgenossenschaften bilden dabei das Fundament der angestrebten Konsolidierung.
