Deutschland, Iran

Deutschland fordert Iran zur Zusammenarbeit mit Atomkontrolleuren auf

26.06.2025 - 11:21:34 | dpa.de

Außenminister Johann Wadephul fordert Teheran im Konflikt über das iranische Atomprogramm eindringlich auf, die Zusammenarbeit mit der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) nicht wie geplant vorübergehend auszusetzen.

"Die Führung in Teheran muss endgültig, klar und transparent sagen, dass Iran keine Atomwaffe anstrebt", verlangte der CDU-Politiker bei einem Treffen mit seiner kanadischen Kollegin Anita Anand in Berlin.

Die vom iranischen Parlament beschlossene Suspendierung der Zusammenarbeit mit der IAEA sei in diesem Zusammenhang das völlig falsche Signal. "Ich fordere die iranische Regierung auf, diesen Weg nicht einzuschlagen", sagte Wadephul. Unklarheit herrscht derzeit auch bei der IAEA bei der Frage, ob die Angriffe Israels und der Vereinigten Staaten das iranische Atomprogramm um Jahre oder nur um Monate zurückgeworfen haben.

Wadephul fordert rasche direkte Gespräche zwischen USA und Iran

Der Minister nannte es eine große Erleichterung, dass die Waffenruhe als Voraussetzung für eine diplomatische Lösung halte. Die Führung in Teheran müsse nun endgültig, klar und transparent sagen, dass Iran keine Atomwaffe anstrebe. Teheran beharrt darauf, keine Atomwaffen bauen zu wollen, doch in vielen Ländern wuchs zuletzt die Sorge, dass die Islamische Republik immer näher an die Fähigkeit rückt, Kernwaffen bauen zu können.

Deutschland und Kanada verlangen Transparenz zu Atomprogramm

Alle diplomatischen Anstrengungen seien auf rasche direkte Gespräche zwischen dem Iran und den USA über eine vertragliche Einigung zum iranischen Atomprogramm gerichtet, sagte Wadephul. Er stehe hierzu in Kontakt mit seinen Kollegen aus den USA und Iran. Europa und besonders Deutschland, Frankreich und Großbritannien würden dabei eine zentrale Rolle übernehmen. Anand forderte ebenfalls eine Rückkehr an den Verhandlungstisch. Es müsse Transparenz über das iranische Atomprogramm geben.

Wadephul und seine Kollegen aus Paris und London hatten am Freitag in Genf Gespräche mit dem iranischen Außenminister über das Atomprogramm geführt - ohne greifbare Ergebnisse. Wenige Stunden danach hatten die USA mit schweren Bombardements auf iranische Atomanlagen an der Seite Israels in den Krieg eingegriffen. US-Präsident Donald Trump hat beim Nato-Gipfel in Den Haag neue Gespräche mit dem Iran für kommende Woche angekündigt.

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