Aufstiegs-BAföG, Fördersumme

Aufstiegs-BAföG: Fördersumme steigt auf 22.000 Euro

Veröffentlicht am: 19.07.2026 um 19:40 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Die Bundesregierung plant eine deutliche Erhöhung der Fördersummen für Meister und Techniker. Handwerksverbände begrüßen die Reform, sehen aber weiteren Optimierungsbedarf.

Aufstiegs-BAföG Reform: Bis zu 22.000 Euro Förderung für Fachkräfte
Erwachsene Studenten in einem modernen Klassenzimmer, die gemeinsam an einem Projekt arbeiten, um berufliche Weiterbildung und finanzielle Unterstützung darzustellen. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Das Aufstiegs-BAföG soll reformiert werden – mit höheren Zuschüssen und besseren Darlehenskonditionen. Die maximale Fördersumme steigt demnach auf bis zu 22.000 Euro.

Höhere Zuschüsse, großzügigere Darlehen

Die geplanten Verbesserungen sind umfassend. Die förderfähigen Lehrgangs- und Prüfungsgebühren sollen von 15.000 auf 18.000 Euro steigen. Wer die Prüfung besteht, darf künftig mit einem Darlehenserlass von 60 statt bisher 50 Prozent rechnen.

Auch die Sachkosten werden angepasst. Für Material bei Meisterstücken sind bis zu 4.000 Euro vorgesehen. Der Kinderbetreuungszuschlag soll auf monatlich 160 Euro erhöht werden. Ziel ist es, die finanzielle Hürde für den beruflichen Aufstieg spürbar zu senken.

Handwerk begrüßt Reform – fordert aber mehr

Der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) zeigt sich grundsätzlich zufrieden mit der finanziellen Stärkung. Allerdings sieht der Verband weiterhin Nachbesserungsbedarf – vor allem bei spezialisierten Fortbildungen und beim Bürokratieabbau.

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Die Reform kommt zu einer Zeit, in der das Handwerk wächst. In den ersten sechs Monaten 2026 wurden bundesweit 67.800 neue Ausbildungsverträge abgeschlossen – ein Plus von 4,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Trotzdem blieben rund 20.460 Stellen unbesetzt. Der Fachkräftebedarf bleibt hoch.

Studenten-BAföG: Keine Erhöhung in Sicht

Während das Aufstiegs-BAföG ausgebaut wird, sieht es bei der Studienförderung anders aus. Forschungsministerin Dorothee Bär erklärte bereits Anfang Juni, sie rechne nicht mehr mit einer Erhöhung des regulären Studenten-BAföG – obwohl eine solche im Koalitionsvertrag vereinbart war.

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Neben dem Aufstiegs-BAföG stehen Fachkräften 2026 weitere Instrumente zur Verfügung: das Qualifizierungsgeld (Entgeltersatz von 60 bis 67 Prozent), Bildungsgutscheine sowie Förderungen nach dem Sozialgesetzbuch. Regionale Anbieter wie die NBank in Niedersachsen ergänzen das Angebot – dort liegt der Schwerpunkt allerdings auf Wohneigentum und Modernisierung.

Konkrete Perspektiven gibt es etwa an Fachschulen. In Leipzig startet Mitte August ein zweijähriges Vollzeitstudium zum staatlich geprüften Techniker der Fahrzeugtechnik – eingeordnet auf Stufe 6 des Deutschen Qualifikationsrahmens und förderfähig über die staatlichen Programme.

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