Audi-Werk in Georgia, Donald Trump

Audi baut SUV-Werk in Georgia für 200.000 Autos jährlich

Veröffentlicht am: 25.10.2026 um 02:21 Uhr | dpa, AD HOC NEWS
Audi will in Georgia rund vier Milliarden US-Dollar investieren und dort erstmals ein eigenes US-Werk errichten. Die Produktion von Premium-SUVs soll Anfang der 2030er Jahre starten und rund 4.500 Arbeitsplätze schaffen.

Audis US-Pläne und der Wahlkampftermin

  • Trump kündigte den Baubeginn des Audi-Werks in Georgia für den kommenden Monat an.
  • Der Audi-Chef Gernot Döllner betrat bei der Veranstaltung die Bühne.
  • Die Midterm-Wahlen finden am 3. November statt.
Laut Audi entsteht das erste Werk in den USA. Die Ankündigung dafür kam während einer Wahlkampfveranstaltung von US-Präsident Trump. - Bild: Mark Schiefelbein/AP/dpa

Audi kündigt US-Werk bei Trump-Auftritt an

Der deutsche Autobauer Audi hat bei einer Wahlkampfveranstaltung von US-Präsident Donald Trump den Bau eines neuen SUV-Werks im Bundesstaat Georgia angekündigt. Trump sagte, Audi werde dort im kommenden Monat mit dem Bau eines großen Werks beginnen, in dem jährlich 200.000 Autos produziert werden sollen.

Döllner bedankt sich für Unterstützung

Trump rief Audi-Chef Gernot Döllner auf die Bühne. Döllner dankte Trump vor den US-Parlamentswahlen für dessen Unterstützung.

Midterms stehen kurz bevor

Bis zu den Midterm-Wahlen sind es weniger als zehn Tage. Am 3. November stimmen die US-Amerikanerinnen und US-Amerikaner über die Sitze im Repräsentantenhaus und einen Teil der Sitze im Senat ab.

Die Republikanische Partei Trumps will ihre knappen Mehrheiten in beiden Kammern des US-Kongresses verteidigen.

Trump wirbt mit Zöllen um Investitionen

Trump fordert seit Beginn seiner zweiten Amtszeit im Januar 2025 von ausländischen Unternehmen, Produktion in die USA zu verlagern. Dabei droht er mit hohen Zöllen und stellte Unternehmen im Gegenzug einen Erlass von Importzöllen in Aussicht.

Audi plant Milliardeninvestition

Nach Angaben von Audi ist der Baubeginn des Werks für 2027 vorgesehen. Die Marke plant damit erstmals ein eigenes Werk in den USA.

Rund 4.500 Arbeitsplätze sollen entstehen, rund vier Milliarden US-Dollar beziehungsweise rund 3,6 Milliarden Euro sollen investiert werden. Die Produktion von Premium-SUVs, die auf nordamerikanische Kunden zugeschnitten sind, soll Anfang der 2030er Jahre beginnen.

Die Ankündigung fällt in eine Phase, in der die US-Regierung ausländische Hersteller mit möglichen Importzöllen zu zusätzlichen Investitionen in den Vereinigten Staaten bewegen will. Für Unternehmen kann eine lokale Produktion den Zugang zum nordamerikanischen Markt sichern und die Abhängigkeit von grenzüberschreitenden Lieferketten verringern.

Für Audi wäre das Vorhaben strategisch besonders bedeutsam, weil die Marke bislang kein eigenes US-Werk betreibt. Ein Standort in Georgia würde die Fertigung näher an die wichtigsten Kunden in Nordamerika bringen und könnte regionale Zulieferer sowie Logistikdienstleister einbinden. Zugleich erhöht ein Milliardenprojekt die langfristige Bindung an den US-Markt.

Investition mit innenpolitischer Wirkung

Die Bühne bei einer Wahlkampfveranstaltung verknüpft die Unternehmensentscheidung mit Trumps wirtschaftspolitischer Botschaft. Die angekündigten 4.500 Arbeitsplätze und die geplante Jahreskapazität von 200.000 Fahrzeugen bieten der Regierung ein sichtbares Beispiel für die behauptete Wirkung des Drucks auf internationale Unternehmen.

Für die Beschäftigten und Zulieferer in Deutschland entsteht daraus zunächst keine unmittelbare Entscheidung über bestehende Audi-Standorte. Langfristig kann zusätzliche US-Kapazität jedoch die regionale Verteilung von Investitionen und Modellprogrammen im Volkswagen-Konzern beeinflussen. Der geplante Produktionsbeginn Anfang der 2030er Jahre zeigt zudem, dass zwischen politischer Ankündigung, Bau und Serienfertigung mehrere Jahre liegen.

n-tv: „Audi plant eigenes Werk in den USA“ (23.10.2026)

Der Beitrag habe über fortgeschrittene Planungen für Audis erstes eigenes US-Werk in Georgia berichtet und dabei auf einen Bericht des Handelsblatts verwiesen. Er bestätige damit den Standortkontext der dpa-Meldung, habe zum damaligen Zeitpunkt aber noch von Planungen und einer möglichen Fertigung gesprochen; die konkrete Ankündigung auf Trumps Veranstaltung gehe darüber hinaus.

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