Asklepios Bad Abbach: Goldaudit der AOK Bayern als zweites Klinikum
Veröffentlicht am: 30.10.2026 um 08:19 Uhr | Redaktion boerse-global.deDas Asklepios Klinikum Bad Abbach hat das Goldaudit „Gesundes Unternehmen“ der AOK Bayern bestanden. Damit erlangte die Einrichtung die höchste Zertifizierungsstufe im Betrieblichen Gesundheitsmanagement (BGM). Nach aktuellem Kenntnisstand des Unternehmens handelt es sich um erst das zweite Klinikum im Freistaat Bayern, dem diese Auszeichnung zuerkannt wurde, wie am 28. Oktober 2026 berichtet wurde.
Detaillierte Prüfung von Strukturen und Maßnahmen
Grundlage für die Einstufung war ein umfassendes Audit durch die Deutsche Gesellschaft zur Zertifizierung von Managementsystemen (DQS). Die Gutachter bewerteten im Rahmen des Verfahrens die bestehenden Strukturen, etablierte Prozesse sowie konkrete Maßnahmen der Einrichtung. Ein zentrales Kriterium bildete dabei die nachhaltige Verankerung gesundheitsfördernder Ansätze im Arbeitsalltag des Klinikpersonals.
Die Vergabe bestätigt, dass gesundheitliche Prävention und systematische BGM-Strukturen auf hohem Niveau umgesetzt werden. Auch in weiteren medizinischen Einrichtungen spielen strukturierte Bewertungen der Arbeitsbedingungen eine Rolle: So wurde die St. Vinzenz Klinik Pfronten erneut als Great Place to Work® zertifiziert, wobei laut Bericht vom 28. Oktober 2026 besonders im Bereich „Vertrautheit“ hohe Werte erzielt wurden.
Das Haus nimmt seit 2009 im Dreijahresrhythmus an diesem Programm teil. Nach Angaben der Organisation befragt Great Place to Work® jährlich weltweit über 20 Millionen Beschäftigte aus 18.000 Unternehmen in 170 Ländern.
Wachsender Stellenwert qualitätsgesicherter Arbeitsplatzstandards
Die Bedeutung überprüfbarer Standards im Gesundheitsschutz spiegelt sich gegenwärtig in zahlreichen Branchen und Ländern wider. Am 22. Oktober 2026 wurde beim Mental Health Summit in München der FOCUS-Business Mental Health Award 2026 verliehen.
Wer im Arbeitsalltag nachhaltige Strukturen für die Gesundheit schaffen will, muss psychische Belastungen systematisch erfassen. Diese praxiserprobte Excel-Vorlage unterstützt Sicherheitsfachkräfte dabei, Überlastungsgefahren frühzeitig zu erkennen und rechtssicher zu dokumentieren. Sifa-Profis setzen auf diese Excel-Vorlage zur Gefährdungsbeurteilung
Die Jurypreise gingen dabei an die TSG Hoffenheim in der Kategorie Klein, die Hamburger Sparkasse in der Kategorie Mittel sowie die Krones AG in der Kategorie Groß.
In der Exzellenzklasse erreichten 15 Unternehmen mit einer Bewertung durch FactField mindestens 80 Prozent der Maximalpunkte, darunter Siemens, Deutsche Lufthansa, E.ON, der ADAC, BearingPoint, Merck Pharma, Schwarz Corporate Solutions sowie Krones und die Hamburger Sparkasse. Die Leistungsklasse mit 60 bis unter 80 Prozent erreichten L'Osteria und die TSG Hoffenheim.
Auch auf internationaler Ebene nimmt die externe Überprüfung von Gesundheitssystemen im Betrieb zu. In der Schweiz zeichnete die Organisation Gesundheitsförderung Schweiz am 29. Oktober 2026 in Aarau neun Unternehmen erstmals mit dem Label «Friendly Work Space» aus, darunter Innflow, innova Versicherungen, Signode Switzerland, KMS, Moser Schaffhausen, Fondazione Parco San Rocco, PSP Swiss Property, Stiftung WiA – Wohnen im Alter und die Zuger Polizei.
Neben der psychischen Gesundheit bildet eine rechtssichere Gefährdungsbeurteilung das Fundament für ausgezeichnete Arbeitsplatzstandards. Dieser kostenlose Report liefert Experten-Vorlagen und Checklisten, die in der Praxis und vor Aufsichtsbehörden gleichermaßen standhalten. Warum erfahrene Sifas bei der Gefährdungsbeurteilung auf diese Vorlagen schwören
Weitere 28 Organisationen bestanden das Re-Assessment. Das Label gilt drei Jahre und basiert auf 14 Qualitätskriterien in fünf Themenfeldern, die Ende 2025 überarbeitet worden waren. Aktuell bestehen in der Schweiz und in Liechtenstein über 110 Labelbetriebe mit mehr als 200.000 Mitarbeitenden.
In Spanien erhielt ILUNION laut Bericht vom 30. Oktober 2026 das Zertifikat Sistema de Gestión de Organización Saludable (SIGOS) von AENOR, gültig für Grupo ILUNION und ILUNION CEE Centro de Servicios Compartidos.
AENOR hatte das erste System „Empresa Saludable“ im Jahr 2012 veröffentlicht; die Zertifizierung umfasst inzwischen mehr als 1.000 Zentren in Spanien und weiteren Staaten. In Prag übergaben Arbeitsminister Aleš Juchelka und SÚIP-Generaldirektor Martin Melecký im Kaiserštejnský palác die drei Jahre gültigen Osv?d?ení des Programms „Bezpe?ný podnik“ an 21 Betriebe.
Synthomer a.s. und ?EZ (Kernkraftwerk Dukovany) wurden zum zehnten Mal geehrt; neu hinzugekommen sind die Plze?ské m?stské dopravní podniky, a.s. Neben ?EZ (Temelín) erhielten unter anderem Robert Bosch, Lovochemie, HOCHTIEF CZ, Pražská energetika und Chropy?ská strojírna die Auszeichnung. In Tschechien verfügen aktuell 58 Unternehmen mit zusammen rund 45.000 Beschäftigten über eine gültige Auszeichnung des Programms.
Zur methodischen Unterstützung veröffentlichte das spanische Institut INSST den Leitfaden „Manual de buenas prácticas en la promotion de la salud mental en el trabajo – Año 2026“. Das Dokument umfasst sechs Teile und enthält als Kernelement das „Marco de prácticas de salud mental en el trabajo“.
Vier Begleit-Leitfäden für die Geschäftsführung und Personalabteilung, das mittlere Management, den Präventionsdienst SPRL und den wissenschaftlich-methodischen Hintergrund stehen separat bereit.
Der Ansatz verbindet die Prävention von Arbeitsrisiken, allgemeine Gesundheitsförderung und die Früherkennung psychischer Probleme im Kontext der EU-OSHA-Kampagne „Together for mental health at work“ 2026–2028.
