Arbeitszeitgesetz-Reform, Elektronische

Arbeitszeitgesetz-Reform: Elektronische Erfassung ab 2027 geplant

03.06.2026 - 22:39:38 | boerse-global.de

Bundesregierung plant verbindliche elektronische Arbeitszeiterfassung ab 2027. Neue FDA-Leitlinien und KI-Lösungen prägen die Arbeitswelt.

Arbeitszeitgesetz-Reform: Elektronische Erfassung ab 2027 geplant - Bild: über boerse-global.de
Arbeitszeitgesetz-Reform: Elektronische Erfassung ab 2027 geplant - Bild: über boerse-global.de

Die US-Gesundheitsbehörde FDA hat Ende Mai eine finale Leitlinie zur Berücksichtigung von Human Factors in Zulassungsverfahren für Medizinprodukte veröffentlicht. Parallel dazu kündigte das Bundesarbeitsministerium Anfang Juni eine Reform des Arbeitszeitgesetzes an. Neue KI-Systeme und Robotik-Lösungen treiben die Entlastung von Beschäftigten voran.

Reform des Arbeitszeitgesetzes kommt 2027

Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas kündigte Anfang Juni einen Entwurf zur Reform des Arbeitszeitgesetzes an. Kernpunkt: eine verbindliche elektronische Arbeitszeiterfassung. Die tägliche Höchstarbeitszeit soll flexibler werden, eine maximale Wochenarbeitszeit von 48 Stunden dient als Referenz. Die gesetzliche Ruhezeit von elf Stunden bleibt bestehen. Ein Inkrafttreten ist frühestens für 2027 geplant.

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FDA setzt neue Standards für Medizinprodukte

Die finale FDA-Leitlinie vom 29. Mai ersetzt einen Entwurf aus dem Jahr 2022. Sie präzisiert die Anforderungen an die Validierung der Gebrauchstauglichkeit von Medizinprodukten. Ein neu eingeführter Entscheidungspunkt in den Prüfprozessen soll klären, ob spezifische Human-Factors-Tests für eine Einreichung nötig sind. Für den 22. Juli ist eine Informationsveranstaltung der Behörde geplant.

Totmannschalter schützen bei Alleinarbeit

Technische Lösungen für die Absicherung von Alleinarbeitsplätzen rücken in den Fokus. Das Unternehmen Almas Industries stellte Anfang Juni moderne Personen-Notsignal-Anlagen vor. Die sogenannten Totmannschalter gibt es als Gürtelclip, Handgelenksensor oder in robuster Ausführung für explosionsgefährdete Bereiche. Bei Bewegungslosigkeit oder fehlender Quittierung lösen sie automatisch Alarm aus und übermitteln Standortdaten an eine rund um die Uhr besetzte Leitstelle.

Das Unternehmen betont: Technische Hilfsmittel ersetzen keine Gefährdungsbeurteilung, können aber Reaktionszeiten bei Unfällen signifikant verkürzen. Almas Industries hat seit 2004 über 33.000 Installationen in acht europäischen Ländern realisiert.

KI entlastet von Routinetätigkeiten

Eine aktuelle Studie von WSCAD unter 1.267 Fachleuten aus 40 Ländern zeigt den Handlungsbedarf: 54 Prozent der Anwender von E-CAD-Systemen haben keine Zeit für Innovationen. Der Grund: Rund 40 Prozent der Arbeitszeit fließt in Routinetätigkeiten. KI-basierte Plattformen könnten hier Abhilfe schaffen. Laut Studie lassen sich Materiallisten um über 92 Prozent und Fehlerprüfungen um mehr als 98 Prozent schneller durchführen.

Auch in der Instandhaltung kommen digitale Assistenten zum Einsatz. Die IFS-Gruppe stellte Anfang Juni drei neue KI-basierte Funktionen vor. Beim Unternehmen Berkvens Doorsystems führte dies zu einer Zeitersparnis von 30 bis 60 Minuten pro Teamleiter und Tag. Für den Sommer sind weitere Funktionserweiterungen geplant.

Humanoide Roboter halten Einzug in die Logistik

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Der Hersteller igus erweiterte Anfang Juni seine Plattform für humanoide Roboter um ein Modell für den Service- und Haushaltsbereich. Das System basiert auf einer mobilen Plattform mit einer Traglast von 250 Kilogramm und verfügt über integrierte LIDAR-Sensoren sowie 3D-Kameras.

Ein Pilotprojekt in einem Duisburger Lager zeigt, dass diese Technologie bereits in der Logistik ankommt. Accenture, Vodafone Procure & Connect und SAP setzten dort humanoide Roboter ein. Sie führten Sichtprüfungen durch und identifizierten Sicherheitsrisiken sowie Ineffizienzen. Die Ergebnisse wurden bereits auf der Hannover Messe 2026 präsentiert.

ABB bietet mit dem Anwendungshandbuch für die Software RobotWare 8.1 detaillierte Sicherheitsfunktionen wie Kraftbegrenzung und Positionsüberwachung. Ziel: die sichere Zusammenarbeit zwischen Mensch und Maschine gewährleisten.

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