Arbeitsunfälle, Zahl

Arbeitsunfälle 2025: Zahl sinkt um 24.000, Wegeunfälle steigen

Veröffentlicht am: 15.08.2026 um 23:01 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Die DGUV meldet für 2025 einen Rückgang der Arbeitsunfälle, während die Zahl der Wegeunfälle und tödlichen Vorfälle auf dem Arbeitsweg zunimmt.

DGUV-Statistik 2025: Weniger Arbeitsunfälle, aber mehr tödliche Wegeunfälle
Pendler mit hochsichtbarer Sicherheitskleidung auf einem Fahrrad auf dem Weg zur Arbeit im morgendlichen Stadtverkehr. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) hat neue statistische Daten zum Unfallgeschehen für das Jahr 2025 vorgelegt. Aus dem am heutigen Samstag veröffentlichten Bericht geht hervor, dass die Zahl der meldepflichtigen Arbeitsunfälle signifikant gesunken ist.

Im Gegensatz dazu verzeichnen die Träger der gesetzlichen Unfallversicherung jedoch eine Zunahme bei den Wegeunfällen, was die Relevanz von Präventionsmaßnahmen und die Sicherheit auf dem Weg zur Arbeitsstätte unterstreicht.

Positiver Trend bei der Sicherheit am direkten Arbeitsplatz

Die aktuelle Auswertung zeigt für das Jahr 2025 eine Entlastung beim Unfallgeschehen innerhalb der Betriebe und Unternehmen. Die Zahl der Arbeitsunfälle sank um 24.000 Fälle auf insgesamt 730.598 Meldungen.

Diese Entwicklung spiegelt sich auch bei den schwersten Vorfällen wider: Die Zahl der tödlichen Arbeitsunfälle lag bei 335. Laut den vorliegenden Daten markiert dieser Wert den dritten Tiefststand in Folge, was auf eine greifbare Verbesserung der Arbeitssicherheit in den Kernbereichen der gewerblichen Wirtschaft und des öffentlichen Dienstes hindeutet.

Parallel zu den sinkenden Unfallzahlen verringerte sich auch die Anzahl der neu bewilligten Unfallrenten. Mit 9.690 Fällen verzeichnete dieser Bereich einen Rückgang um 2,3 Prozent. Diese Kennzahl gilt in der Branche als wichtiger Indikator für die Schwere der Unfälle, da eine Rente erst bei einer dauerhaften Minderung der Erwerbsfähigkeit gezahlt wird.

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Besorgniserregende Entwicklung bei den Wegeunfällen

Trotz der Erfolge bei der Sicherheit am unmittelbaren Arbeitsplatz verdeutlicht die Statistik wachsende Gefahren im Straßenverkehr. Die Zahl der Wegeunfälle, die sich auf dem Weg zwischen der Wohnung und der Arbeitsstätte ereignen, stieg um 1 Prozent auf insgesamt 175.140 Fälle an. Besonders kritisch bewerten Experten die Schwere dieser Unfälle: Die Zahl der tödlichen Wegeunfälle erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 30 Fälle.

Dieser Anstieg rückt Themen wie die Sichtbarkeit von Verkehrsteilnehmern und die Wirksamkeit von Schutzausrüstung (PSA) erneut in den Fokus der betrieblichen Präventionsarbeit. Während am Arbeitsplatz oft kontrollierte Bedingungen herrschen, sind Beschäftigte auf dem Arbeitsweg unvorhersehbaren Witterungseinflüssen und Verkehrsrisiken ausgesetzt.

Fachleute für Arbeitssicherheit weisen in diesem Zusammenhang regelmäßig darauf hin, wie entscheidend die Kombination aus angepasstem Verhalten und technischer Ausstattung ist, um die Risiken auf dem Arbeitsweg zu minimieren.

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Datenbasis und versicherte Personengruppen

Bei den veröffentlichten Statistiken handelt es sich um vorläufige Werte, die den Datenstand von März 2026 widerspiegeln. Neben den Erwerbstätigen umfasst der gesetzliche Unfallversicherungsschutz auch große Teile der Bildungseinrichtungen.

So sind aktuell rund 8,8 Millionen Schüler an allgemeinbildenden Schulen gesetzlich unfallversichert. Dieser Versicherungsschutz greift nicht nur während des Unterrichts, sondern umfasst analog zu den Arbeitnehmern auch den Weg zur Schule und zurück nach Hause.

Die DGUV-Zahlen dienen den Berufsgenossenschaften und Unfallkassen als Grundlage, um Schwerpunkte in der Präventionsarbeit zu setzen. Angesichts der gegenläufigen Entwicklung von Arbeits- und Wegeunfällen dürfte die Sicherheit im Verkehrsbereich zukünftig ein noch stärkeres Gewicht in den Beratungsangeboten der Versicherungsträger einnehmen.

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