Arbeitssicherheit im Burgenland: Kögl eröffnet erstes spezialisiertes Zentrum
Veröffentlicht am: 17.10.2026 um 15:30 Uhr | Redaktion boerse-global.deMit der Errichtung der neuen Firmenzentrale der Kögl GmbH im Businesspark Müllendorf verfügt das Burgenland über sein erstes spezialisiertes Ausbildungszentrum für Höhen- und Arbeitssicherheit. Die Eröffnung markiert eine Erweiterung der regionalen Sicherheitsinfrastruktur für Betriebe und Fachkräfte.
Wirtschaftslandesrat Leonhard Schneemann bezeichnete den Familienbetrieb im Zuge der Vorstellung als einen regionalen Leitbetrieb, der wichtige Standards in der sicherheitstechnischen Schulung setze.
Kontinuierlicher Ausbau des sicherheitstechnischen Portfolios
Die geschäftliche Entwicklung der Kögl GmbH ist durch einen schrittweisen Ausbau sicherheitstechnischer Spezialbereiche gekennzeichnet. Das Unternehmen wurde 1991 zunächst als Technisches Büro gegründet. Fünf Jahre später, ab 1996, erweiterte der Betrieb sein Leistungsspektrum um sicherheitstechnische Dienstleistungen.
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In den darauffolgenden Jahren intensivierte das Unternehmen seine Aktivitäten im Bereich der Unfallprävention und Schulung. Im Jahr 2004 eröffnete die Kögl GmbH ein eigenes Trainingscenter für Höhenarbeit.
Im Jahr 2005 folgte die Gründung der KÖGL Akademie, um Aus- und Weiterbildungen systematisch zu bündeln. Mit dem Schritt an den Standort im Businesspark Müllendorf werden die Verwaltung und die praktischen Trainingskapazitäten für Arbeits- und Höhensicherheit zusammengeführt.
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Regionale Insolvenzentwicklung und Investitionsförderung
Die Inbetriebnahme der Anlage erfolgt vor dem Hintergrund spezifischer wirtschaftlicher Rahmenbedingungen im Burgenland. Laut Wirtschaftslandesrat Leonhard Schneemann verzeichnete das Bundesland in den ersten drei Quartalen 2026 einen Rückgang der Unternehmensinsolvenzen von 12,7 Prozent.
Wie Daten von Creditreform belegen, sank die Zahl der Firmenpleiten bundesweit im selben Zeitraum um 0,8 Prozent. In mehreren anderen österreichischen Bundesländern zeigte sich hingegen ein deutlicher Zuwachs: Vorarlberg verzeichnete ein Plus von fast 49 Prozent, Kärnten ein Plus von 14 Prozent und die Steiermark einen Anstieg von über 13 Prozent.
Flankiert wird die gewerbliche Entwicklung durch Förderinstrumente des Landes. Im Jahr 2025 lösten Landesförderungen in Höhe von 18,7 Millionen Euro private Investitionen im Umfang von 118,3 Millionen Euro aus und sicherten damit über 4.300 Arbeitsplätze.
Im ersten Halbjahr 2026 wurden mit knapp 4 Millionen Euro an Landesmitteln private Investitionen mit einem Gesamtvolumen von über 45 Millionen Euro mobilisiert. Die neue Betriebsstätte zur Höhen- und Arbeitssicherheit reiht sich in diese regionale Investitionstätigkeit ein.
