Arbeitsschutz: Neue KI-Assistenten für Gefährdungsbeurteilungen
10.06.2026 - 15:51:44 | boerse-global.de
Neue Vorschriften für Prüfpersonal und KI-Assistenten für Gefährdungsbeurteilungen prägen die Entwicklung.
Die Erstellung rechtssicherer Dokumente bleibt trotz KI-Unterstützung eine Kernaufgabe im Arbeitsschutz. Dieser kostenlose Report hilft Ihnen mit Vorlagen und Checklisten dabei, Gefährdungsbeurteilungen zu erstellen, die jeder behördlichen Prüfung standhalten. Rechtssichere Gefährdungsbeurteilung: Jetzt kostenlose Vorlagen sichern
Strengere Regeln für Flüssiggas-Prüfer
Seit Juni 2025 gelten verschärfte Vorgaben für Sachkundige, die Flüssiggasanlagen in Wohnmobilen und Caravans prüfen. Das neue Arbeitsblatt G 607 des Deutschen Vereins des Gas- und Wasserfaches (DVGW) schafft einheitliche Kriterien für die Qualifikation.
Wer künftig als Prüfer arbeiten will, muss eine erfolgreiche Schulung nachweisen. Die Qualifikation gilt fünf Jahre. Auch die Vergabe von Prüfplaketten wurde neu geregelt: Nur anerkannte Schulungsträger dürfen sie ausstellen. Das soll die Dokumentationsqualität sichern.
KI entlastet bei Gefährdungsbeurteilungen
Die Berufsgenossenschaft Energie Textil Elektro Medienerzeugnisse (BG ETEM) setzt verstärkt auf Künstliche Intelligenz. KI-Anwendungen sollen künftig bei der Erstellung von Gefährdungsbeurteilungen und Unterweisungen helfen – und Bürokratie abbauen.
Über ein Serviceportal stellt die BG ETEM bereits digitale Assistenten bereit. Ein Punkt bleibt jedoch wichtig: „Trotz der technologischen Unterstützung ist eine menschliche Prüfung der Ergebnisse unerlässlich", betont die Berufsgenossenschaft. KI-Systeme könnten schließlich fehlerhafte Resultate liefern.
Neben der Gefährdungsbeurteilung ist die regelmäßige Unterweisung im Elektrobereich eine zentrale Pflicht für Unternehmen. Mit dieser kostenlosen PowerPoint-Vorlage bereiten Sicherheitsverantwortliche ihre nächste Elektro-Unterweisung rechtssicher und zeitsparend vor. Kostenlose Muster-Vorlage für Elektro-Unterweisungen herunterladen
Ende Mai 2026 zeichnete der Zentralverband der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke (ZVEH) in Warnemünde mehrere Persönlichkeiten für ihre Verdienste aus. Unter den Geehrten: Dr. Jens Jühling von der BG ETEM.
Spezialisierte Ausbildung für besondere Arbeitsumgebungen
Für Filmsets oder die Oberflächenbeschichtung gibt es eigene Qualifizierungswege. In Kooperation mit Fachinnungen entstanden Lehrgänge zur „Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeiten" im Bereich Film und Fernsehen. Ziel: Haftungssicherheit und Arbeitsschutz bei elektrischen Installationen.
Die TÜV Rheinland Akademie in Nürnberg bietet duale Ausbildungen und Intensivkurse für Quereinsteiger in der Oberflächenbeschichtung an. Das Programm umfasst die dreijährige Grundausbildung, Meistervorbereitungen und Technikerschulungen. Die Übernahmequote liegt laut Bildungsträgern bei nahezu 100 Prozent.
Auch berufsbegleitende Studiengänge gibt es: Die Hochschule Mittweida kooperiert mit Standorten in Österreich für FH-Diplomstudiengänge in Elektrotechnik und Wirtschaftsingenieurwesen.
Neue Spezifikationen für die Industriekommunikation
Die technische Infrastruktur wird ebenfalls sicherer. Am 10. Juni 2026 veröffentlichte die IO-Link Community eine neue Spezifikation für die JSON-Integration. Sie ist erstmals vollständig maschinenlesbar und unterstützt drahtlose Anwendungen sowie den Datenaustausch per MQTT.
Auf der Fachmesse PCIM präsentierte der Hersteller Mersen neue Hochleistungs-Sicherungen für Gleichstromsysteme. Sie sind für Spannungen bis 1000 Volt und Ströme bis 1000 Ampere ausgelegt. Die Komponenten schützen sensible Bereiche wie Rechenzentren, Ladeinfrastruktur für E-Autos und Energiespeicher – auch in kombinierten AC/DC-Umgebungen.
