Arbeitsschutz, Chinas

Arbeitsschutz: Chinas neuer Umweltkodex schärft Standards ab August

05.06.2026 - 20:02:20 | boerse-global.de

Verschärfte Umwelt-, Gesundheits- und Sicherheitsvorschriften in China, den VAE und der EU fordern internationale Konzerne heraus.

Globale Regulierungswelle: Neue Umwelt- und Sicherheitsgesetze 2026
Arbeitsschutz - Geschäftsleute in einem modernen Büro betrachten eine holografische Weltkarte mit Datenpunkten zu globalen EHS-Vorschriften und Nachhaltigkeitsthemen. 05.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Im zweiten Quartal 2026 verschärfen zahlreiche Länder ihre Umwelt-, Gesundheits- und Sicherheitsvorschriften. Multinationale Konzerne müssen sich auf eine zunehmende Lokalisierung von Gesetzen einstellen – besonders bei Klimaberichterstattung, Arbeitsschutz und industriellem Risikomanagement.

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China und der Nahe Osten ziehen an

China verabschiedet einen neuen Ökologischen und Umweltkodex. Das Regelwerk umfasst 1.242 Artikel und fasst zehn bisherige Umweltgesetze zusammen. Inkrafttreten: der 15. August 2026. Für Unternehmen bedeutet das eine Verschärfung der Standards, erweiterte CO2-Pflichten und deutlich höhere Strafen.

Parallel dazu treiben die Vereinigten Arabischen Emirate ihre Klimagesetzgebung voran. Das Bundesgesetz Nr. 11/2024 zielt auf die Reduzierung von Klimawandelauswirkungen ab. In Dubai kamen mit dem Gesetz Nr. 2/2026 neue Vorgaben zur öffentlichen Sicherheit hinzu. Eine Verwaltungsentscheidung regelt zudem das Abfallmanagement.

Auch Oman verstärkt die Aufsicht. Neue Entscheidungen betreffen Meldepflichten bei Arbeitsunfällen sowie die Berichterstattung über Öl- und Chemieunfälle an Land. In Europa genehmigte Griechenland ein aktualisiertes nationales Programm zur Luftreinhaltung.

EU treibt Digitalen Produktpass voran

Am 4. Juni 2026 gab es in Brüssel Fortschritte beim Digitalen Produktpass (DPP). Auf einer Fachkonferenz wurden die ersten sechs von acht technischen Standards vorgestellt. „Diese Regeln sind entscheidend für die künftige Umsetzung der Kreislaufwirtschaft“, sagte Thomas Rödding, Co-Chair des zuständigen Gremiums JTC 24.

Für die Medizintechnikbranche stehen gravierende Änderungen durch den EU Green Deal bevor. Im Fokus: die EU-Verpackungsverordnung (PPWR) und das deutsche Verpackungsgesetz. Die Rechtsanwältin Laura-Isabell Dietz wies auf einem Fachforum auf die komplexen Übergangsregelungen hin. Diskutiert werden auch die EU-Plastikabgabe und mögliche neue Steuern auf Kunststoffverpackungen.

EMAS als Wettbewerbsvorteil

Freiwillige Standards werden zum Wettbewerbsfaktor. Die Energiekontor AG aus Bremen schloss am 4. Juni 2026 ihr drittes EMAS-Audit in Folge erfolgreich ab. Die EMAS-Zertifizierung gilt als anspruchsvolles System für betriebliches Umweltmanagement und geht über die ISO 14001 hinaus. „Nachhaltigkeit ist ein Prozess der kontinuierlichen Verbesserung“, sagte Vorstandsmitglied Günter Eschen.

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Im Bereich Corporate Governance bietet der Schweizer Dienstleister Validato seit Anfang Juni 2026 eine neue Lösung zur Prüfung von Interessenkonflikten bei Führungskräften an. Die Anwendung gleicht Beteiligungsinformationen und familiäre Netzwerke ab – in Übereinstimmung mit Richtlinien wie MiFID II oder FINMA-Vorgaben.

Lieferketten unter Druck: Geopolitik und Cyberangriffe

Die EHS-Strategien werden zunehmend durch externe Sicherheitsrisiken beeinflusst. Die US-Administration unter Donald Trump droht mit Zöllen gegen 60 Handelspartner – falls diese ihre Märkte nicht ausreichend gegen Produkte aus Zwangsarbeit absichern. Besonders der asiatische Raum steht im Fokus.

Gleichzeitig fordern Cyberangriffe auf die Software-Lieferkette die Industrie heraus. Beim Angriff „Miasma“ wurden offizielle npm-Pakete von Red Hat kompromittiert. Ziel der Angreifer: der Diebstahl von Cloud-Identitäten. Erste Anzeichen für den Abfluss von Zugangsdaten tauchten bereits im April und Mai 2026 im Darknet auf. Experten raten zu einer tiefgreifenden Bereinigung der Systeme – der Schadcode tarnt Datenexfiltration als legitimen Datenverkehr.

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