Arbeitsschutz, Bohren

Arbeitsschutz beim Bohren: Warum Handschuhe an Maschinen verboten sind

Veröffentlicht am: 26.10.2026 um 16:30 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Die BGHM verlangt tätigkeitsgerechte Schutzkleidung; beim Bohren sind Handschuhe verboten und lose Teile müssen gesichert sein.
Gelbe Sicherheitsabsperrung in einer industriellen Werkstatt auf dem Boden vor einem Maschinenfundament. Illustration mit AI erstellt.

Herkömmliche Arbeitskleidung bietet im betrieblichen Alltag keinen automatischen Schutz vor Verletzungen. Wie das Fachportal cnc-modellbau.org in einem Beitrag vom 24. Oktober 2026 unter Bezug auf Grundsätze der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) und der Berufsgenossenschaft Holz und Metall (BGHM) darlegt, muss Arbeitsschutzkleidung stets passgenau anhand der tatsächlichen Tätigkeit und den damit verbundenen Gefährdungen ausgewählt werden.

Vorrang für technische und organisatorische Maßnahmen

Bevor Schutzkleidung als persönliche Schutzmaßnahme greift, sieht das Sicherheitskonzept der BGHM andere Schutzstufen vor. Der Verband empfiehlt, Risiken primär durch technische und organisatorische Schutzvorkehrungen zu minimieren.

Dazu zählen unter anderem die vollständige Einhausung von Gefahrenbereichen, die Verwendung spezieller Vorrichtungen sowie ein entsprechend angepasster Arbeitsablauf. Schutzkleidung dient demnach dazu, verbleibende Restrisiken abzudecken, wenn bauliche oder organisatorische Mittel nicht vollständig ausreichen.

Besondere Vorsicht an rotierenden Maschinenteilen

Einen kritischen Bereich stellt die Arbeit an Maschinen mit beweglichen Elementen dar. An rotierenden Maschinenteilen dürfen Kleidung und Ausrüstungsgegenstände keinesfalls eine zusätzliche Einzugsgefahr begründen.

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Für Bohrarbeiten schreibt die BGHM daher präzise Verhaltens- und Ausrüstungsregeln vor. Beschäftigte müssen eng anliegende Kleidung und eine stets geschlossene Jacke tragen. Schmuck ist vor Arbeitsbeginn abzulegen, und lange Haare müssen wirksam gesichert werden.

Ausdrücklich untersagt ist das Tragen von Handschuhen beim Bohren. Bei diesem Arbeitsgang besteht andernfalls eine erhebliche Gefahr, dass das rotierende Werkzeug den Handschuh erfasst und die Hand einzieht. Grundsätzlich sind lose Kleidungsbereiche, Bänder, Kordeln sowie beschädigte Stoffteile vor jedem Maschinenlauf sorgfältig zu überprüfen, um jedes Erfassungsrisiko auszuschließen.

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Kriterien für Auswahl und Pflege der Schutzausrüstung

Für die betriebliche Beschaffung gelten strenge Kriterien. Neben der korrekten Kennzeichnung und der bestimmungsgemäßen Verwendung ist eine individuelle Passform unverzichtbar. Ein vorhandenes CE-Kennzeichen allein belegt noch nicht automatisch die Eignung der Ausrüstung für den konkreten Arbeitsplatz.

Um die Schutzfunktion dauerhaft aufrechtzuerhalten, muss die Reinigung und Pflege zwingend nach den jeweiligen Herstellerangaben erfolgen. Sobald Kleidungsstücke oder Ausrüstungsteile Schäden oder Verschleiß aufweisen, sind sie unverzüglich aus der Nutzung zu nehmen und zu ersetzen.

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