Arbeitsschutz, Plattformen

Arbeitsschutz 2026: Drei neue Plattformen digitalisieren Sicherheit

02.06.2026 - 04:31:07 | boerse-global.de

Neue Software und milliardenschwere Fusionen prägen die Branche. Krankenhäuser melden hingegen Rekordtief beim Geschäftsklima.

Arbeitsschutz 2026: Drei neue Plattformen digitalisieren Sicherheit - Bild: über boerse-global.de
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Digitale Welle im Arbeitsschutz

Am 1. Juni 2026 brachte die WandelWerker Consulting GmbH ihr Safety Culture Performance System auf den Markt. Die mobile Anwendung misst präventive Sicherheitsaktivitäten – und zwar nicht anhand von Unfallstatistiken, sondern mit einer sogenannten Safety Prevention Rate (SPR). Das System läuft auf allen gängigen Plattformen und lässt sich in Unternehmenskommunikations-Tools integrieren. Das ermöglicht eine Echtzeit-Überwachung der Sicherheitskultur.

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Nur einen Tag zuvor, am 30. Mai, hatte bereits die Gummersbacher Firma KIWIS & BROWNIES eine neue Plattform für digitale Unterweisungen vorgestellt. Die Software automatisiert die gesetzlich vorgeschriebenen Arbeitssicherheitsbelehrungen. Automatische Fristverfolgung, Echtzeit-Dashboards und QR-Code-gesicherte Zertifikate sollen die Prüfungssicherheit erhöhen.

Sicherheitsprüfungen bleiben unverzichtbar

Doch trotz aller Digitalisierung: Die klassische Sicherheitsprüfung vor Ort bleibt essenziell. Die KFK Konrad GmbH kündigte am 31. Mai an, ihre elektrischen Prüfungen nach DGUV V3 und V4 bundesweit anzubieten. Das Angebot umfasst ortsfeste und mobile Geräte, Maschinen und Ladeinfrastruktur. Ziel ist die Erfüllung gesetzlicher Auflagen und die Verbesserung der Betriebssicherheit in deutschen Industrieanlagen.

Parallel dazu gibt es Bewegung bei den betrieblichen Gesundheitsleistungen. Die Brockhaus Technologies AG gab am 1. Juni bekannt, dass die BaFin den Verkauf der Bikeleasing-Gruppe an die DECATHLON PULSE SAS genehmigt hat. Die Transaktion, die bereits im Februar von den Aktionären abgesegnet wurde, soll am 30. Juni 2026 abgeschlossen werden.

Milliardenschwere Fusionen im Gesundheitsmarkt

Der Markt für betriebliche Gesundheitsdienstleistungen konsolidiert sich rasant. Am 1. Juni 2026 schloss Magellan Partners die Übernahme der Mobility and e-transactional Services (MeTS)-Sparte sowie der Digitalbanking-Aktivitäten von Worldline ab. Das fusionierte Unternehmen erwartet für 2026 einen Umsatz von 900 Millionen Euro und beschäftigt 6.700 Mitarbeiter in 13 Ländern. Die MeTS-Einheit liefert die Infrastruktur für Gesundheitskarten und E-Rezepte – Grundpfeiler des modernen betrieblichen Gesundheitsmanagements.

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Ebenfalls am 1. Juni schloss sich die Troisdorfer rahm GmbH der Auxilium Group an. Die Fusion bündelt Ressourcen im Markt für medizinische Hilfsmittel und Rehabilitation. Die derzeitige Führung bleibt zunächst im Amt, die vollständige operative Integration soll binnen zwei Jahren abgeschlossen sein – vorbehaltlich der Kartellamtszustimmung.

Krankenhäuser in der Krise

Doch nicht alle Bereiche boomen. Eine aktuelle Umfrage des Deutschen Krankenhausinstituts (DKI) und der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) zeigt: Der Geschäftsklimaindex für deutsche Kliniken ist auf einen historischen Tiefstand von minus 63 gefallen. 74 Prozent der Einrichtungen bewerten ihre Lage als unbefriedigend, 59 Prozent rechnen mit einer weiteren Verschlechterung.

Diese Krise zeigt sich auch in der medizinischen Lieferkette. Die Wörner Medizinprodukte und Logistik GmbH wird ihren Standort in Reutlingen bis Ende 2026 schließen. Rund 100 Mitarbeiter sind betroffen. Sozialpläne und Interessenausgleiche wurden bereits vereinbart. Die Muttergesellschaft hatte die Schließung nach einer wirtschaftlichen Prüfung beschlossen.

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