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Arbeitsmarkt: Junge Menschen so aktiv wie seit Jahrzehnten nicht

Veröffentlicht am: 11.08.2026 um 19:09 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Die Erwerbsbeteiligung junger Erwachsener in Deutschland ist auf den höchsten Stand seit Jahrzehnten gestiegen. Besonders Studierende treiben den Anstieg.

IAB-Studie: Erwerbsquote der 20- bis 24-Jährigen erreicht Rekordhoch
Junge Erwachsene arbeiten konzentriert an Laptops und in Gesprächen in einem modernen, hellen Büro. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Eine aktuelle Untersuchung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) belegt einen signifikanten Anstieg der Erwerbsquote unter jungen Erwachsenen in Deutschland. Wie aus der am 11. August 2026 veröffentlichten Studie hervorgeht, stieg der Anteil der Erwerbstätigen in der Altersgruppe der 20- bis 24-Jährigen zwischen 2015 und 2025 um 7,1 Prozentpunkte. Mit einer Quote von 76,8 Prozent markiert die Beteiligung am Arbeitsmarkt in diesem Segment den höchsten Stand seit Jahrzehnten.

Kontinuierlicher Aufwärtstrend am Arbeitsmarkt

Die Daten des IAB verdeutlichen, dass sich der Zuwachs der Erwerbsbeteiligung auch in der jüngeren Vergangenheit weiter verfestigt hat. Seit dem Jahr 2023 verzeichnete die Erwerbsquote der 20- bis 24-Jährigen einen weiteren Anstieg um 0,9 Prozentpunkte. Dieser Trend zeigt eine zunehmend stärkere Integration der jungen Generation in das Erwerbsleben, wobei die Beteiligung insgesamt auf knapp 77 Prozent geklettert ist.

Die Ergebnisse der Arbeitsmarktforscher deuten darauf hin, dass der Einstieg in den Beruf oder die Aufnahme von Nebentätigkeiten für junge Erwachsene eine immer wichtigere Rolle spielt. Die Entwicklung verlaufe dabei weitgehend unabhängig von konjunkturellen Schwankungen der letzten Jahre und deute auf einen strukturellen Wandel in der Erwerbsbiografie junger Menschen hin.

Studierende als Treiber der Entwicklung

Besonders deutlich zeigt sich die Veränderung innerhalb der Gruppe der Studierenden. In der Altersklasse der 20- bis 24-Jährigen stieg die Erwerbsquote derjenigen, die an einer Hochschule eingeschrieben sind, im Zeitraum von 2015 bis 2023 um mehr als 19 Prozentpunkte. Den Daten zufolge gehen inzwischen 56 Prozent der Studierenden in diesem Alter einer Erwerbstätigkeit nach.

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Dieser massive Zuwachs bei den studierenden Erwerbstätigen trägt wesentlich zum Gesamtanstieg der Quote bei. Fachleute sehen darin ein Indiz für veränderte Rahmenbedingungen in der Studienfinanzierung sowie eine hohe Nachfrage nach Arbeitskräften, die auch ungelernten oder in Ausbildung befindlichen Kräften vermehrt Chancen auf dem Arbeitsmarkt bietet.

Korrektur gesellschaftlicher Klischees

Die Autoren der Studie, Hellwagner und Weber, ordnen die Ergebnisse auch vor dem Hintergrund aktueller gesellschaftlicher Debatten ein. Laut Studienautor Weber würden die Zahlen belegen, dass verbreitete Klischees über eine angeblich arbeitsunwillige Jugend nicht der Realität entsprächen. Die statistischen Auswertungen zeigten vielmehr das Gegenteil: Die junge Generation sei so aktiv am Arbeitsmarkt beteiligt wie seit langer Zeit nicht mehr.

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Die Untersuchung des IAB unterstreicht, dass die Erwerbsbeteiligung über das gesamte letzte Jahrzehnt stetig zugenommen hat. Damit widersprechen die ökonomischen Fakten der Wahrnehmung einer sinkenden Leistungsbereitschaft unter jungen Erwachsenen. Die hohe Quote von 76,8 Prozent bei den 20- bis 24-Jährigen sei ein deutliches Signal für die Relevanz dieser Altersgruppe zur Sicherung des Arbeitskräfteangebots in Deutschland.

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