Arbeitskräftemangel: Deutschland droht 4,3 Millionen Engpass bis 2036
14.06.2026 - 07:33:39 | boerse-global.de
Das zeigt eine aktuelle Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW). Die Prognose liegt deutlich über früheren Schätzungen von drei Millionen.
Das Erwerbspersonenpotenzial sinkt demnach von 55 Millionen (2025) auf rund 51,2 Millionen. Ein Rückgang um knapp sieben Prozent. Hauptursachen: die alternde Bevölkerung, rückläufige Zuwanderung und die aktuelle Wirtschaftsschwäche.
Gegenmaßnahmen gefordert
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Um die Lücke zu schließen, diskutieren Experten höhere Pro-Kopf-Arbeitszeiten und steuerliche Anpassungen. Der demografische Wandel lässt die Bevölkerungszahl bis 2045 voraussichtlich auf 81,1 Millionen schrumpfen.
Parallel zum allgemeinen Arbeitskräftemangel steigen die Anforderungen an Fachkräfte. Besonders in den Bereichen Umweltmanagement und Corporate Social Responsibility (CSR) wächst der Bedarf.
Neue Umweltnormen kommen
Im Juni steht die Vorstellung der neuen Umweltmanagement-Norm UNI EN ISO 14001:2026 an. Sie bringt verschärfte Anforderungen und einen Übergangsprozess von der Version aus 2015 mit sich.
Auch die technische Gebäudeausrüstung (HVAC) wird komplexer. Der globale Markt für Kernkomponenten wird 2026 auf über 94,5 Milliarden US-Dollar geschätzt. Neue Standards wie die Norm GB15930–2024 für Brandschutzklappen oder PUE-Werte unter 1,15 in Rechenzentren erfordern zunehmend Spezialisten.
Politik treibt Energiewende voran
Österreich hat kürzlich das Erneuerbaren-Ausbau-Beschleunigungs-Gesetz (EABG) verabschiedet. Es halbiert Genehmigungsverfahren für Wind- und Wasserkraft von fünf bis sechs auf zwei bis drei Jahre. Die Energieversorgung erhält dabei Vorrang vor dem Artenschutz.
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In Deutschland sorgt das geplante Energieeffizienzgesetz (EnEfG) für Diskussionen. Das Bundeswirtschaftsministerium will den Endenergieverbrauch bis 2030 um 27 Prozent senken, bis 2045 um 45 Prozent (Basis: 2008). Der DIHK warnt vor negativen Folgen für die Wirtschaftsleistung und einen Rückgang des BIP.
Social Impact gewinnt an Bedeutung
Das Thema soziale Verantwortung rückt weiter in den Fokus. In Luxemburg findet nächste Woche eine Fachdiskussion statt, eingeleitet von der stellvertretenden Finanzministerin der Mongolei, Khulan Bat-Erdene. Im Zentrum: die Verknüpfung von Unternehmertum und sozialen Investitionen. Das unterstreicht den wachsenden Bedarf an Managern mit ESG-Kompetenz (Environmental, Social, Governance).
