Arbeitsausfälle, Mio

Arbeitsausfälle: 881,5 Mio. Krankheitstage kosten Deutschland 134 Mrd. Euro

Veröffentlicht am: 24.08.2026 um 16:21 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Fernstudiengänge im Gesundheitsmanagement qualifizieren für Führungsrollen. Krankheitsstände kosten 134 Mrd. Euro, Prävention gilt als Produktivkraft.

Gesundheitsmanagement-Studium: Fernstudiengänge im Vergleich und wirtschaftliche Bedeutung
Eine Person arbeitet in einem modernen Büro an strategischen Planungen für das betriebliche Gesundheitsmanagement. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Die Professionalisierung des Gesundheitsmanagements durch akademische Ausbildungsgänge gewinnt in Deutschland zunehmend an Bedeutung. Ein aktueller Vergleich von Online-Studiengängen zeigt die vielfältigen Möglichkeiten für Fachkräfte auf, die Rollen in der Versorgungskoordination, dem Qualitätsmanagement, der Prävention oder der Verwaltung anstreben. Dabei stehen verschiedene Kriterien wie Zugangsvoraussetzungen, Sprache, ECTS-Punkte, Kosten, Prüfungsorte sowie die wöchentliche Lernzeit im Fokus der Betrachtung.

Struktur und Inhalte der akademischen Weiterbildung

Im Bereich der Fernstudiengänge für Gesundheitsmanagement haben sich Anbieter wie die Euro-FH und die FOM etabliert. Das Curriculum dieser Studiengänge ist darauf ausgerichtet, eine Schnittstelle zwischen medizinischem Fachwissen und betriebswirtschaftlicher Expertise zu bilden. Zu den zentralen Modulen gehören unter anderem Gesundheitsökonomie, Recht, Qualitätsmanagement sowie Digitalisierung, Prävention und Controlling.

Bei der Wahl des passenden Studiengangs spielen organisatorische Rahmenbedingungen eine wesentliche Rolle. Interessenten müssen neben den finanziellen Aufwendungen auch die Flexibilität der Prüfungsorte und die Vereinbarkeit mit der beruflichen Tätigkeit prüfen. Für Bewerber mit internationalen Vorbildungen bleibt die Klärung der Anerkennung ausländischer Abschlüsse durch offizielle Stellen ein wichtiger bürokratischer Schritt vor Studienbeginn.

Ökonomische Relevanz und Produktivität der Gesundheit

Die Notwendigkeit für qualifiziertes Managementpersonal wird durch aktuelle wirtschaftliche Daten unterstrichen. In einem Positionspapier von Alexander Brink, Markus Groß-Engelmann, Thomas Schlegel und Sandra Zimmermann vom August 2026 wird Gesundheit nicht länger nur als Kostenfaktor, sondern als wesentliche Produktivkraft definiert.

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Die Autoren verweisen auf die erheblichen Auswirkungen von Krankheitsständen: Im Jahr 2024 verzeichnete Deutschland 881,5 Mio. Arbeitsunfähigkeitstage, was zu Produktionsausfällen in Höhe von 134 Mrd. Euro führte.

Die Gesundheitswirtschaft insgesamt hat sich zu einem tragenden Pfeiler der Volkswirtschaft entwickelt. Im Jahr 2025 erzielte die Branche fast 500 Mrd. Euro an direkter Bruttowertschöpfung. Der damit verbundene Multiplikatoreffekt wird auf 82 Euro pro 100 Euro beziffert. Vor diesem Hintergrund fordern Experten eine stärkere Verankerung der Prävention im Sozialgesetzbuch (SGB V).

Dass sich Investitionen in diesem Bereich auszahlen können, verdeutlicht eine Modellrechnung aus dem Positionspapier: Eine Investition von 1 Mio. Euro in die Krebsprävention generiere über einen Zeitraum von drei Jahren einen Nutzen von 2 Mio. Euro und schaffe zudem 32 Arbeitsplätze.

Forschung und internationale Vernetzung

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Auch auf internationaler Ebene schreitet die akademische Auseinandersetzung mit Managementstrukturen im Gesundheitswesen voran. Im August 2026 beging das Postgraduiertenprogramm PPGGS der Institutionen Unesc und Uniplac sein einjähriges Bestehen. Das Programm konzentriert sich auf drei zentrale Forschungslinien: Governance und Management im Gesundheitswesen, integrale Gesundheitsversorgung sowie Technologie und Innovation.

Die wissenschaftliche Relevanz solcher Programme zeigt sich in der Publikationstätigkeit. Bereits in der zweiten Kohorte konnten drei internationale Artikel veröffentlicht werden. Diese Entwicklung verdeutlicht den globalen Trend, Managementprozesse im Gesundheitssektor durch technologische Innovationen und spezialisierte Governance-Strukturen zu optimieren, um den steigenden Anforderungen an die Versorgungssysteme gerecht zu werden.

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