Wirtschaftsweise für Freigabe der strategischen Ölreserven
10.03.2026 - 10:47:52 | dts-nachrichtenagentur.deGleichzeitig müsse klar sein, dass der Umfang der Reserve begrenzt sei, so die Ökonomin. Sie sollten einen Bedarf in Höhe der Nettoimporte von 90 Tagen abdecken. "Es kann also nur darum gehen, kurzfristige Preisspitzen auszugleichen, nicht darum, einen längerfristigen Preisanstieg zu neutralisieren", sagte Schnitzer.
Auch der neue Wirtschaftsweise Gabriel Felbermayr empfiehlt, politische Eingriffe in die Energiemärkte zu prüfen, um die wirtschaftlichen Folgen des Iran-Kriegs abzufedern. "Man sollte zum Beispiel darüber nachdenken, strategische Reserven im Öl- und Gasbereich anzuzapfen", sagte Felbermayr dem "Tagesspiegel". "Bringt man sie koordiniert auf den Markt, erhöht das kurzfristig das Angebot und drückt den Preis."
Viele OECD-Staaten verfügen über solche Reserven. Deutschland hält bei Öl nur die gesetzlich vorgeschriebene Menge von rund 23 Millionen Tonnen, bei Erdgas quasi keine. Österreich dagegen schon. "Das ginge aber nur koordiniert, vor allem mit den USA", sagte Felbermayr. Einzelne Staaten kämen gegen den Weltmarkt kaum an.
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