Altöllagerung im Fokus: Motul unterstützt Werkstätten bei Behördenkontrollen
Veröffentlicht am: 01.10.2026 um 12:18 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der Schmierstoffspezialist Motul baut sein etabliertes Umwelt- und Entsorgungskonzept „Das Grüne Dach“ weiter aus. Wie das Fachportal autoservicepraxis.de am 1. Oktober 2026 berichtete, ergänzt das Unternehmen das Portfolio um Angebote zur Arbeitssicherheit sowie um gezielte Unterstützung bei behördlichen Überprüfungen. Damit reagiert die Initiative auf steigende regulatorische Anforderungen im Werkstattalltag.
Kooperation mit ProSafeCon für Sicherheitsfachkräfte
Im Rahmen der Programmerweiterung arbeitet Motul mit einem neuen Kooperationspartner zusammen. Das Unternehmen ProSafeCon vermittelt den teilnehmenden Betrieben externe Fachkräfte für Arbeitssicherheit zu vergünstigten Konditionen. Diese Spezialisten führen jährliche Begehungen an den Werkstattstandorten durch, um Gefährdungspotenziale vor Ort zu analysieren und Schutzmaßnahmen zu begleiten.
Für viele Kfz-Betriebe stellt die regelmäßige Betreuung durch qualifizierte Fachkräfte eine organisatorische Herausforderung dar. Durch die externe Vermittlung soll sichergestellt werden, dass gesetzliche Vorschriften zur Arbeitssicherheit kontinuierlich eingehalten und personelle Ressourcen in den Betrieben entlastet werden.
Der neue Baustein richtet sich an Werkstätten, die eine vertragliche Motul-Belieferungsvereinbarung besitzen; für diese Betriebe gelten die rabattierten Konditionen des Partnerangebots.
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Zunehmender Kontrolldruck bei der Altöllagerung
Ein wesentlicher Auslöser für die Programmerweiterung ist die verschärfte behördliche Aufsicht. Nach Angaben von Motul nahmen die Kontrollen zur ordnungsgemäßen Altöllagerung im laufenden Jahr spürbar zu.
Die sachgerechte Handhabung und Zwischenlagerung wassergefährdender Stoffe unterliegt strengen Umwelt- und Sicherheitsauflagen. Entsprechen Lagerstätten, Auffangvorrichtungen oder Kennzeichnungen nicht den Vorgaben, drohen den Werkstattbetreibern Beanstandungen oder behördliche Auflagen.
Mit der Integration von Unterstützungsleistungen für Behördentermine soll Betrieben geholfen werden, bestehende Dokumentations- und Sorgfaltspflichten lückenlos nachzuweisen. Das Konzept zielt darauf ab, Schwachstellen bereits vor behördlichen Inspektionen zu identifizieren und zu beheben, um Betriebsunterbrechungen oder rechtliche Konsequenzen zu vermeiden.
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Hohe Beteiligung an der Umweltinitiative seit 1989
Das Entsorgungs- und Umweltprogramm „Das Grüne Dach“ blickt auf eine lange Tradition zurück: Es wurde bereits 1989 ins Leben gerufen, um Kfz-Werkstätten bei der fachgerechten Entsorgung von Werkstattabfällen und Gefahrstoffen zu begleiten. Über die Jahrzehnte hat sich das Konzept zu einem festen Bestandteil der Branche entwickelt.
Aktuell sind rund 5.000 Werkstätten im System der Initiative registriert. Motul zufolge nutzen rund 3.500 dieser Betriebe die gebündelten Programme aktiv. Die jüngste Erweiterung um den Bereich des Arbeitsschutzes und die Unterstützung bei Inspektionen verdeutlicht die Entwicklung der Initiative von einem reinen Entsorgungskonzept hin zu einem ganzheitlichen Managementsystem für Sicherheit und Compliance im Werkstattbetrieb.
