Alte Akademie München: OPES übernimmt Grundstück mit 6.000 Quadratmetern
Veröffentlicht am: 29.09.2026 um 01:51 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der Verkauf des Erbbaugrundstücks der Alten Akademie in der Münchner Altstadt ist vollzogen. Wie aus einem Bericht der Kanzlei GvW Graf von Westphalen vom 28. September 2026 hervorgeht, wurde eine Projektgesellschaft der OPES Immobilien Gruppe, die der Heinz-Hermann-Thiele-Familienstiftung mit Sitz in München zugeordnet ist, am 7. September 2026 als neue Eigentümerin des Areals im Grundbuch eingetragen. Damit hat der Freistaat Bayern die Eigentumsübertragung des geschichtsträchtigen Standorts an den privaten Investor abgeschlossen.
Das veräußerte Erbbaugrundstück im Herzen Münchens umfasst eine Fläche von ca. 6.000 qm. Bei der Transaktion ließ sich der Staatsbetrieb Immobilien Freistaat Bayern (IMBY) durch die Kanzlei GvW unter der Federführung von Dr. Lorenz Czajka juristisch beraten.
Neuausrichtung nach der SIGNA-Insolvenz
Mit der Grundbucheintragung findet eine langwierige Entwicklung um das zentrale Stadtareal ihren vorläufigen Abschluss. Im Jahr 2013 hatte der Freistaat Bayern das Gelände im Rahmen eines offenen Bieterverfahrens vergeben. Damals erhielt eine Projektgesellschaft des österreichischen Investors René Benko den Zuschlag für ein 65-jähriges Erbbaurecht.
Der Verkauf des Erbbaugrundstücks der Alten Akademie an eine Projektgesellschaft der OPES Immobilien Gruppe markiert einen Meilenstein bei der Neuordnung der ehemaligen Signa-Liegenschaften in bester Innenstadtlage. Wer die Struktur aus 65-jährigem Erbbaurecht, zusätzlichem Eigentumserwerb und Marktpreis für eigene Bewertungen nachvollziehen will, findet hier die entscheidenden Ansatzpunkte. Analyse-Report zur OPES-Transaktion jetzt anfordern
Die ursprünglichen Pläne sahen vor, auf dem Areal ein gemischt genutztes Quartier mit ca. 25.000 qm Geschossfläche zu entwickeln. Neben Einzelhandelsflächen und Gastronomiebetrieben sollten dort auch Büros und Wohnungen entstehen.
Nach dem Zusammenbruch des Signa-Konzerns im Herbst 2023 änderte sich die Ausgangslage für die Immobilie grundlegend. Vor dem Hintergrund der Insolvenz entschied sich der Freistaat Bayern dazu, nicht allein beim bisherigen Modell zu bleiben, sondern zusätzlich das Eigentum an dem Erbbaugrundstück zum Marktpreis zu veräußern.
Nach der Signa-Insolvenz im Herbst 2023 stehen Investoren bei Premium-Innenstadtlagen vor der Frage, welche Erbbaurechts- und Eigentumsstrukturen tragfähig sind und welche Altlasten eine Due Diligence aufdecken muss. Dieser Leitfaden liefert eine strukturierte Prüfliste für vergleichbare Objekte. Due-Diligence-Checkliste jetzt sichern
Mit dem Abschluss der Transaktion und der formellen Eintragung im Grundbuch übernimmt die Projektgesellschaft der Münchner OPES Immobilien Gruppe das Erbbaurecht und das Grundstückseigentum.
Die Transaktion markiert einen wesentlichen Meilenstein bei der Neuordnung der ehemaligen Signa-Liegenschaften in herausragenden Innenstadtlagen. Details zu künftigen baulichen Schritten auf dem ca. 6.000 qm großen Areal wurden im Zusammenhang mit dem vollzogenen Eigentumsübergang nicht näher dargelegt.
