AFA-Skandal: 19,3 Mrd. Pesos Steuerhinterziehung – Funktionäre weisen Vorwürfe ab
Veröffentlicht am: 03.09.2026 um 18:30 Uhr | Redaktion boerse-global.de
In den fortlaufenden juristischen Auseinandersetzungen um den argentinischen Fußballverband (AFA) haben die Funktionäre Víctor Blanco und Cristian Malaspina ihre Verteidigungsposition gefestigt. Beide reichten Schriftsätze bei der zuständigen Justiz ein, um die Vorwürfe der mutmaßlichen Hinterziehung von Sozialabgaben und Steuern förmlich zurückzuweisen.
Die Ermittlungen konzentrieren sich auf eine Summe von insgesamt 19.300 Millionen Pesos, die im Zeitraum zwischen März 2024 und September 2025 nicht ordnungsgemäß abgeführt worden sein sollen.
Stellungnahmen zur mutmaßlichen Hinterziehung von 19.300 Millionen Pesos
Die Eingaben von Víctor Blanco und Cristian Malaspina sind eine Reaktion auf die umfassenden Untersuchungen der nationalen Justizbehörden. In ihren Schriftsätzen erklärten die AFA-Funktionäre, in keiner Weise an den Unregelmäßigkeiten beteiligt gewesen zu sein, die zur Entstehung der Fehlbeträge in Höhe von 19.300 Millionen Pesos geführt haben könnten.
Der Kern der Vorwürfe betrifft den Zeitraum von März 2024 bis September 2025. In dieser Zeitspanne sollen fällige Steuern und Sozialversicherungsbeiträge durch den Verband nicht an die zuständigen staatlichen Stellen überwiesen worden sein. Die Verteidigung der Funktionäre zielt darauf ab, die individuelle Verantwortlichkeit für die Finanzführung der AFA in diesem spezifischen Zeitraum zu entkräften.
Ermittlungen unter der Leitung von Richter Diego Amarante
Der Fall um den argentinischen Fußballverband zeigt: Auch etablierte Organisationen können in den Fokus von Steuerermittlungen geraten. Ein neuer Leitfaden hilft Verantwortlichen, Compliance-Lücken zu erkennen und im Ernstfall richtig zu kommunizieren. Leitfaden zur Steuer-Compliance jetzt anfordern
Das Verfahren wird von Richter Diego Amarante geleitet, der die Untersuchungen wegen der mutmaßlichen Hinterziehung der 19.300 Millionen Pesos koordiniert. Die Arbeit der Justiz befasst sich dabei intensiv mit der Prüfung der Buchhaltung und der Zahlungsströme innerhalb des Fußballverbandes für die Jahre 2024 und 2025.
Ziel der Ermittlungen unter Richter Amarante ist es, festzustellen, ob die Nichtabführung der Gelder systematischer Natur war und welche Entscheidungsträger innerhalb der AFA-Hierarchie die Verantwortung für die finanziellen Versäumnisse tragen. Die eingereichten Schriftsätze von Blanco und Malaspina stellen in diesem Prozess wesentliche Dokumente zur Klärung der internen Zuständigkeiten dar.
Chronologie der Vernehmungen im Frühjahr 2026
Bereits im März 2026 erreichte das Verfahren einen wichtigen Punkt, als die Termine für die persönlichen Vernehmungen der Führungsspitze festgelegt wurden. Die Justiz ordnete sogenannte Indagatorias an, um die Beschuldigten direkt zu den Vorwürfen der Steuerhinterziehung zu befragen.
Wenn Funktionäre persönlich haften sollen, wird es existenziell. Der Leitfaden erläutert, welche Pflichten Sie als Verantwortlicher haben und wie Sie Ihre Position in Ermittlungsverfahren stärken können. Jetzt Leitfaden zu Funktionärspflichten sichern
Für den 11. März 2026 war die Vernehmung des AFA-Funktionärs Pablo Toviggino im Rahmen des Verfahrens um die hinterzogenen 19.300 Millionen Pesos angesetzt. Nur einen Tag später, am 12. März 2026, sollte zudem die Befragung des AFA-Präsidenten Claudio Tapia erfolgen.
Diese Anhörungen sind zentraler Bestandteil der Beweisaufnahme in einem Fall, der aufgrund der Schadenssumme und der Prominenz der Beteiligten landesweites Aufsehen erregt hat. Wie aus Berichten vom September 2026 hervorgeht, bleibt die rechtliche Aufarbeitung der Vorgänge aus den Jahren 2024 und 2025 weiterhin ein bestimmendes Thema für die Verwaltung des argentinischen Fußballs.
